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Wird WhatsApp Googles nächstes „Million-Dollar-Baby“?

Date Posted: 8 April, 2013

Jede Aktion bewirkt eine Reaktion – das ist eine Weisheit, die sich nun wieder bewahrheiten könnte. Noch während Mark Zuckerberg seine „Mega-App“ präsentierte, tüftelte Google offenbar an einer Antwort. Und die könnte ziemlich teuer sein: Eine Milliarde Dollar will Google angeblich für WhatsApp bieten. Am Wochenende war dieses Gerücht schon in meiner Timeline zu finden, heute schlägt das Gemunkel richtig Wellen.

WhatsApp: Mega-Deal oder nicht?

Bild: wildcard

Ob sich die Geschichten vom Mega-Deal nun bewahrheitet oder nicht: Facebook als auch Google haben natürlich längst erkannt, dass es absolut notwendig ist, auf die Handys der Nutzer zu gelangen –  und zwar so regelmäßig wie möglich. Das größte Nutzerwachstum ist mobil, so auch im jüngsten Blogbeitrag von Michael Kroker. Und um Werbung lukrativ platzieren zu können, werden mobile Plattformen mit vielen Nutzern benötigt. Facebook selbst ist so eine. Deren Nutzer rufen bereits fast alle Zeit ihrer rund zwei Onlinestunden täglich per Facebook-App auf. Doch dort bedarf es Innovationen, um die vielen User zum Interagieren zu bewegen und zu halten. Immer wieder wird behauptet, Facebook verlöre in den westlichen Märkten junge Nutzer. Die Antwort ist die „Mega-App“. Ob sie mit all ihren Funktionen etwas bringt, werden wir ab dem 12. April erfahren. Dass diese Android-App erstmal nur im Google Play Store erhältlich sein wird, ist konsequent, wird aber nicht allen gefallen – denn die „Chat Heads“, die in den Augen vieler Blogger die beste Funktion sein werden, sollen antreten, um den Facebook-Chat zur marktführenden Chat-Applikation zu machen. Noch ist das WhatsApp – und die haben auch ein lukratives Geschäftsmodell, da die Anwendung nun einen geringen Betrag aufruft, den die User auch alle brav zahlen.

Die Chat-Heads

Google hat in puncto mobile Chat-Plattform Nachholbedarf. Der Deal würde dem Internetriesen strategisch gut tun.
Bild: wildcard

Die Chat Head-Funktion erklärt Horizont.net unter folgendem Link sehr anschaulich: Hier sind Facebook-Messager und SMS zu einer Botschaftenfunktion zusammengefasst, die ebenfalls direkt über das User Interface zugänglich ist. Bei jeder Botschaft taucht das Bild des jeweiligen Kontakts auf mit der eingeblendeten Zahl der Botschaften. Wie im Facebook-Messenger lässt sich das Nachrichtenfenster jederzeit öffnen und der Dialog fortsetzen. Damit kann der Smartphone-Besitzer auch während er andere Anwendungen auf seinem Gerät nutzt parallel kommunizieren, ohne die jeweiligen Anwendungen beenden zu müssen.

Und, es ist kein Geheimnis, dass Google keine mobile Chat-Plattform besitzt, die sich am Markt behaupten kann. Zwar werden die hauseigenen Google Hangouts immer beliebter, sind aber noch keine Option, um sie zu einem lukrativen Geschäftsmodell umzufunktionieren.

WhatsApp könnte genau das werden. Und sie haben viele Millionen Kunden.

Update:

WhatsApps Neeraj Arora dementierte den Deal heute gegenüber AllThingsDigital. Mehr wollte Arora aber gegenüber AllThingsDigital nicht sagen. Was Arora genau dementierte, geht aus dem Artikel nicht hervor. Arora wird dahin gehend zitiert, man befinde sich nicht in Verkaufsgesprächen mit Google. Für alle Zeiten ausgeschlossen ist der Deal damit nicht.

Laut LinkedIn arbeitete Neeraj Arora schon mal für Google. Warum der Deal besonders für Google interessant wäre, erklärt Frank Keilacker auf GFM-Nachrichten sehr plausibel.

Mittlerweile hat Facebook WhatsApp gekauft und plant auch den Messenger weiterzuentwickeln.

 

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