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Welche Folgen haben Facebooks neue Bewertungsalgorithmen?

Date Posted: 30 Januar, 2014
Bild: Facebook

Im Dezember 2013 berichteten wir in unserem Agenturblog über ein weiteres Algorithmus-Update, das speziell auf hochwertige Inhalte von Fanpages abzielte. Jetzt hat Facebook den Algorithmus erneut umgeschrieben und die Darstellung von Beiträgen im Newsfeed verändert. Dabei soll der Unterschied zwischen Status-Updates von privaten Nutzern und jenen von Fanseiten deutlicher gemacht werden. Damit wird es zukünftig für Unternehmen deutlich schwerer, ihre Facebook-Fans zu erreichen.

Alles für den Nutzer?

Im Vordergrund der Umstrukturierung steht nach Angaben von Facebook der Nutzer. Studien über das User-Verhalten haben ergeben, dass Text-Updates von Fanpages im Gegensatz zu textbasierten Statusnachrichten von Freunden weitaus geringere Interaktionen hervorrufen. Vielmehr sorgen Bild-Inhalte auf Fanpages für die Interaktionsspitzen auf der Social-Media-Plattform. Anhand der Ergebnisse änderte Facebook die Update-Algorithmen entsprechend ab. Das Resultat: Updates von Fanseiten ohne visuelle Inhalte werden seltener in die Neuigkeiten privater Nutzer eingespeist. Inwiefern der Nutzer tatsächlich von dieser Neuerung profitiert ist bislang noch nicht ersichtlich. Dass Facebook zusätzlich eine Steigerung der Attraktivität eigener Werbemöglichkeiten über den geänderten Algorithmus erreicht, ist ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt.

Folgen für Unternehmen

Facebook ist eine effektive und reichweitenstarke Social-Media-Plattform für das organische Wachstum einer Beziehung zwischen Unternehmen und dem vernetzten Verbraucher. Status-Updates sind bislang für Unternehmen der schnellste und beste Weg, um mit ihren Followern auf Facebook zu interagieren. Da nach der Umstellung seitens Facebook visuelle Inhalte von Fanpages deutlich positiver bewertet und somit viel wahrscheinlicher in den Newsfeed der User gelangen, sollten diese auch von Unternehmen häufiger geliefert werden. Reine Textinhalte werden nach den aktuellen Änderungen im Algorithmus über kurz oder lang zu Einbrüchen in der Reichweite führen. Dabei sollte stets bedacht werden: Follower wenden sich zukünftig keineswegs von Textinhalten ab, sie werden ihnen lediglich seltener mitgeteilt. Daher ist es für Unternehmen ratsam, Bild- sowie Videoinhalte in zukünftige Postings einzubeziehen. Auch die Verwendung von Weblinks sollte deutlicher in den Fokus der Social-Media-Kommunikation rücken. Um also weiterhin regelmäßig in den Neuigkeiten angezeigt zu werden, müssen Unternehmen ihre Postings auf Facebook mit visuellem Mehrwert ausstatten. Zur Steigerung der Attraktivität von Update-Posts können zum Beispiel Infografiken oder Bewegtbild-Inhalte beitragen. Ein passendes Beispiel hierfür ist der Anno 2070-Trailer unseres wildcard-fernsehzimmers.

Obgleich sich uns bislang der Mehrwert des veränderten Algorithmus für den Facebook-User und Follower von Fanpages noch nicht erschließt, sehen wir dennoch eine Chance für Unternehmen. Durch die Verbindung mit Bildinhalten werden Update-Posts einprägsamer und zeigen zudem die kreative Seite eines Unternehmens. Nun ist es an Unternehmen die Zeichen der Zeit zu erkennen und eigene Inhalte durch Weblinks sowie optische Inhalte zu unterfüttern. So kann der veränderte Algorithmus zum eigenen Vorteil genutzt und auf lange Sicht die Reichweite gar gesteigert werden.

Übrigens: Facebook plant eine dramatische Ausweitung des Messengers.

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