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Webseiten gestalten: Das perfekte Zusammenspiel zwischen Kunde, Berater und Programmierer

Date Posted: 7 Juni, 2013

Webseiten gestalten – von der Aufgabenstellung bis zur fertigen Online-Präsenz: Die wichtigsten Schritte und Stolperfallen auf dem Weg zur Website und wie diese vermieden werden können

In Zeiten der Baukasten-Websites, Facebook-Profile und 0815-Blogs glauben viele Unternehmen mehr denn je: „Eine Website? Die ist schnell gemacht“. Eigentlich ist Glaube heilig, doch in diesem Fall handelt es sich um einen Trugschluss, der das Unternehmensimage irreparabel schädigen kann. Unternehmen, die Amateure engagieren, stolpern auf dem Weg von der Theorie bis in die Praxis.

Der Kundenwunsch: Theorie und Praxis

Bild: wildcard

Die Kundenwünsche ähneln sich: Das Unternehmen will sich online präsentieren. Es will verkaufen, seine Community versammeln und auf Produkte aufmerksam machen. Die Basis einer Zusammenarbeit ist das Beratungsgespräch. Der Kunde äußert seine Wünsche, die umsetzende Agentur klärt ihn über die Kosten auf. Oftmals sind die anfänglichen Kundenansprüche recht bescheiden. Das Beratungsgespräch öffnet vielen Kunden die Augen, was benötigt wird, um die eigentlichen Ziele zu erreichen. Die Anforderungen steigen. Hier wird die Basis für einen reibungslosen und professionellen Prozess gelegt: Wer ist die Zielgruppe? Wie soll sie erreicht werden? Ideen und Kreationen werden ausgetauscht, die ersten Entwürfe entstehen. Um effektiv zu ersten Ergebnissen zu kommen, müssen Agentur wie Unternehmen früh viel festzurren und von allen Beteiligten freigeben lassen.

Der nächste Schritt des Realisierungsprozesses sind feinere Arbeiten, bei denen erstmals die IT-Fachmänner zum Einsatz kommen. Funktionen der einzelnen Unterseiten werden definiert und einzelne Elemente festgeschrieben.

Hier gilt es, dafür zu sorgen, dass die Wünsche des Kunden so umgesetzt werden können, wie dieser sich den Auftritt vorstellt. Im Vorfeld soll durch Wahl der richtigen Technik und dem Aufbau von Prozessen zwischen Kunde und Entwickler eine reibungslose Umsetzung des Projektes gewährleistet werden.

Kommunikationshürden beim Webseiten gestalten: technische Machbarkeit

Technische Hintergründe sind dem Laien oft schwer zu vermitteln. Die Kunden-Vision manchmal kaum umsetzbar. Diese Phase kann sehr langwierig und aufwendig sein. Hier ist die Empathie des Beraters gefragt, wenn er zwischen Kunden und Programmierer vermittelt. Durch das richtige Feeling für Kunden und Programmierer gilt es zwischen Marketingwünschen und Handhabbarkeit abzuwägen. Was passieren kann, wenn Kunde und Programmierer direkt miteinander sprechen, veranschaulicht heute unser Communicartoon.

Neben den Befindlichkeiten der Entscheider, Trends, Mode und aktuellen technischen „Must-Haves“, zählen bei der Gestaltung auch feste Regeln und Gesetze. Das Corporate-Design des Unternehmens muss gewährleistet sein. Die Wahrnehmung der Menüführung und des Layouts muss sich an der Zielgruppe orientieren. Die technische Machbarkeit muss berücksichtigt und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Sind alle Entwürfe freigegeben, geht es in die technische Umsetzung.

Die richtige Technik zur Durchführung wird individuell ermittelt. Für kleine bis mittlere Seiten verwendet man „Wordpress“, für größere Seiten „typo3“ und für Webseiten mit einer hohen Interaktivität „Drupal“.

Bild: wildcard

Kleine Webseiten mit wenigen Tagen Entwicklungsaufwand werden auf Basis der vom Kunden präsentierten Entwürfe direkt umgesetzt. Bei umfangreicheren Seiten hingegen werden Umsetzungsteams gebildet und nach dem Scrum-Prinzip gearbeitet: Die Aufgaben der Entwickler werden aufgeteilt, festgelegt und Milestones definiert. Die Zeiträume zwischen den Milestones werden auch als „Sprint“ bezeichnet und bilden eine in sich geschlossene Projektphase.

Nach Ablauf eines Sprints wird dem Kunden der aktuelle Stand präsentiert. Falls sich Anforderungen geändert haben oder neue Ideen hinzugekommen sind, kann hier noch einmal die Richtung der Entwicklung geändert werden.

Nach Abschluss aller Projektabschnitte steht eine fertige Seite. Diese wird vom Kunden abgenommen, letzte Änderungen werden vorgenommen und die Seite geht online.

Showtime: Die Seite geht online

Stück für Stück werden Bilder nun zu einem digitalen Auftritt, werden Funktionen klickbar gemacht und der Entwurf zum fertigen Produkt. Es folgen Testphasen und häufig noch einmal neue Ideen und Ansätze. Wichtig: Nur selten passt das erste Ergebnis. Neustrukturierungen sorgen noch einmal für spannende Phasen im Projekt.

Ein konsequentes Projektmanagement, regelmäßige Abstimmungen, klar festgelegte Freigabeprozesse und ein straffes Zeitmanagement beugen solchen Entwicklungen vor. Ist das fertige Produkt online kommen Verschlagwortung, Suchbegriffe und SEO dazu.

Ist die Seite online, kommt handfeste PR-Kommunikation zum Einsatz. Denn: Ohne die Kommunikation mit der Zielgruppe verpufft der Launch.

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