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#TheSocialInfluencer – Teil 3: Publish – Der richtige Kanal in der Kommunikation

Date Posted: 21 Juli, 2014
© Julien Eichinger - Fotolia.com
© Julien Eichinger – Fotolia.com

Für das Format #TheSocialInfluencer, welches vom Software-Unternehmen Oracle gestart wurde, verfasst Ira Reckenthäler mehrere Beiträge zu Themen rund um Social Media. Zusammen mit anderen Social Champions aus ganz Europa äußert sie ihre Meinung zu bestimmten Schlagworten. Ihre Beiträge lest Ihr in den nächsten Wochen im wildcard-Blog. Das Stichwort für die dritte Runde war „Publish“. Welche Kanäle kann man für sich nutzen und wie? Das Internet, Social Web und neue Geräte bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Veröffentlichung und Streuung.

 

Publish – Der richtige Kanal ist entscheidend

Mit einem immer weiter voranschreitenden Wandel in der Medienutzung und der gleichzeitig rasant steigenden Vielfalt der digitalen Medien, können Inhalte auf vielen verschiedenen Plattformen gleichzeitig veröffentlicht und gestreut werden. Doch wie wird der richtige Kanal bestimmt und wie stellt man sicher, dass die gewünschte Zielgruppe auf einem bestimmten Kanal erreicht werden kann? Auch die Optimierung für die unzähligen neuen, vor allem mobil genutzten Geräte, über die konsumiert werden kann, spielt eine bedeutende Rolle, wenn es um das Publishing geht. Das soziale Web bietet mittlerweile so viele Möglichkeiten, dass man schnell Gefahr läuft, den Überblick zu verlieren.

Sachkenntnis verschaffen

Dass es im Internet unzählige Optionen gibt, Content zu streuen, ist keine durch und durch positive Sache. Mehr Wege bedeuten nicht automatisch mehr Erfolg. Hier muss also vorher mit dem Brand nicht nur Vertrauen aufgebaut werden, es muss auch geklärt werden, wer als Empfänger der Nachricht angedacht ist und auf welchem Weg die Nachricht am besten veröffentlicht wird. Im besten Fall wird die Zielgruppe schon vor Verfassen einer Meldung bestimmt und bleibt während dessen immer im Hinterkopf.

Hat man einen Überblick über die Vielzahl der Kanäle, stellt man schnell fest, dass das Erschaffen des Inhaltes nur ein kleiner Teil der Arbeit sein kann. Publishing beschränkt sich heutzutage nicht mehr auf reine Text-Inhalte. Foto- und Video-Plattformen wie YouTube, Vine oder Instagram, bieten jeweils ganz eigene und neue Formen der Veröffentlichung an. Micro-Blogging-Plattformen wie Tumblr ermöglichen die Verbindung von (audio)visuellen und schriftlichen Inhalten. Alle Plattformen erfordern allerdings verschiedene kreative Konzepte. Was in einem einminütigen Video auf YouTube funktioniert, kann nicht 1:1 in ein Video auf Vine übersetzt werden, dessen Beschränkung bei sechs Sekunden liegt. Dennoch: Mit dem richtigen Einfall kann der Effekt, den diese Plattformen auf den Rezipienten haben, der gleiche sein.

Generell empfiehlt es sich bei dem extrem dynamischen Markt neuer Technik-Geräte und Gadgets, immer am Puls der Zeit zu bleiben. Facebook, Twitter, LinkedIn und YouTube sind seit einigen Jahren führende soziale Plattformen für ganz bestimmte Zwecke und Zielgruppen, doch besonders in den Anfangsphasen neuer Portale kann man der Konkurrenz mit innovativen Platzierungen schnell den Rang ablaufen. Selbst wenn Google Plus, Tumblr, Pinterest, oder Vine, teilweise nur einen Bruchteil der Nutzer großer Netzwerke haben – es sollte uns nicht um die „schnelle Million“ gehen, sondern vielmehr um die Erreichung der Richtigen Freunde / Fans/ Nutzer/ Kunden. Zudem ist eine Koppelung verschiedener Portale möglich und wird von vielen Plattformen sogar prominent als Option dargestellt. Für internationale Kunden sollte man sich zudem einen Überblick verschaffen, welche Netzwerke in anderen Ländern beliebt sind. In China zum Beispiel gibt es drei der weltgrößten sozialen Netzwerke, die in der restlichen Welt allerdings keine Rolle spielen.

Die Herausforderung der neuen Plattformen und Geräte

Bereits 2011 wurden laut einer Studie von Canalys Reseach mehr Smartphones als PCs geliefert. Das internationale Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert zudem, dass bis 2017 87% der verkauften Geräte, die internetfähig sind, Smartphones und Tablets sein werden. Der klassische PC verliert also immer mehr an Bedeutung. Auch dieser Trend ist zu beachten, wenn es um das Thema Publishing geht. Denn: Die Architektur einer Website, eines Social-Media-Kanals oder eines Mail-Programmes muss kompatibel sein mit all den verschiedenen Bildschirmauflösungen, Betriebssystemen und den mitunter langsameren Prozessoren. Die Qualität von Inhalten wird nahezu zweitranging, wenn sie auf dem genutzten Gerät nicht problemlos darstellbar oder die Ladezeit zu lang ist. Ziel sollte es sein, dass das Veröffentlichen eines Inhalts auf den gewählten sozialen Netzwerken dazu führt, dass Leser auf den Link klicken, der dann zur externen Webseite führt.

Das Publizieren von Inhalten wurde mit der voranschreitenden Digitalisierung in den letzten Jahren auf jeden Fall einfacher gemacht – zumindest auf technischer Seite. Doch jedes Medium hat seine Eigenheiten, seine eigene Art von Nutzern mitsamt deren Vorlieben. Wie man die Richtigen erreicht und Vertrauen ihnen aufbaut – denn auch das ist auf lange Sicht ein wichtiger Faktor – das ist die wahre Kunst im Umgang mit sozialen Medien als Publishing-Kanal. Trends, Neuheiten und Nutzergewohnheiten ändern sich immer schneller, die Arbeit mit sozialen Medien ist also eine andauernde und beschränkt sich nicht nur auf den bloßen Akt des Publishings

Jeder ein Micro Publisher

Mit fortschreitender Vielfalt der Kanäle steigt der Anspruch an die Inhalte, die eine Marke über sich, die Produkte und Mitarbeiter publizieren könnte. Content Marketing, lange Zeit ein Stichwort unter dem sich kaum jemand mehr als den eigenen Facebook Post oder die Landingpage mit Gewinnspiel vorstellte, ist heute eng verwoben mit Analyse- und Targeting-Möglichkeiten, Social Media Optimierung und Web Experience Management, mit Conversion und Performance Marketing. Unternehmen und Marken, die Content Marketing richtig verstehen, werden zu eigenen Verlagen (Publishing Houses). Der Inhalt sollte auf den essentiellen Markenkern abgestimmt sein: Das Ureigene der Marke, die sie zu etwas Besonderem macht. Content Marketing sollte dieses Besondere immer wieder in eigenen Geschichten erzählen. Marken, die das schaffen, werden von den Verbrauchern und Kunden wahrgenommen werden, die anderen könnten mittelfristig sterben – oder übernommen werden.

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