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#TheSocialInfluencer – Teil 2: Create – Kreativität in der Kommunikation

Date Posted: 4 Juli, 2014
© Anna - Fotolia.com
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Für das Format #TheSocialInfluencer, welches vom Software-Unternehmen Oracle gestart wurde, verfasst Ira Reckenthäler mehrere Beiträge zu Themen rund um Social Media. Zusammen mit anderen Social Champions aus ganz Europa äußert sie ihre Meinung zu bestimmten Schlagworten. Ihre Beiträge lest Ihr in den nächsten Wochen im wildcard-Blog. Das Stichwort für die zweite Runde war „Create“. Kreativität und die Fähigkeit etwas zu Erschaffen ist der Kern einer jeden Idee und Kampagne und im digitalen Zeitalter vielseitiger denn je.   Social Media ist in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren und herausfordernderen Bestandteil der öffentlichen Kommunikation geworden. Jeder Tweet, jeder Beitrag, jede geteilte Botschaft entstehen im Idealfall aus einer kreativen Schaffensphase und einer individuellen Kommunikationsstrategie. Create im Zusammenhang mit Social Media heißt daher vor allem „Neues Kreatives erschaffen“ und „Existierendes für die Zielgruppen kreativ aufbereiten“.

Basics

Kommunikation lebt durch Inhalte. Für den erfolgreichen Umgang mit Inhalten in sozialen Netzwerken bedeutet das, dass diese Inhalte für mehr stehen, als nur eine witzige, informative oder neue Mitteilung zu posten. Bevor an die Bespielung verschiedener Kanäle gedacht werden kann, muss die Überlegung vorausgehen, wie man die Rezipienten überhaupt ansprechen will. Die Inhalte sollten es im Endeffekt sein, welche die Zielgruppe einfängt und in eine bestimmte Richtung lenkt. Content auf sozialen Netzwerken sollte nie losgelöst für sich stehen, sondern immer Teil eines Konzeptes sein. Eine positive Reaktion oder zumindest größeres Interesse zu generieren, bedarf einer Strategie. Willkürlich abgesendete Nachrichten helfen weder dem Produkt oder dem Unternehmen noch der anvisierten Zielgruppe weiter. Eine Nachricht kann und muss weitgreifender sein als „schnell mal 140 Zeichen oder ein Bild hingehauen“, ohne inhaltlichen Kontext auf Facebook oder Google Plus. Eine passende Website, eine begleitender Videospot oder die Inszenierung eines Events, das dann über soziale Kanäle inklusive einer Botschaft verbreitet werden kann, helfen nicht nur dabei, längerfristig Aufmerksamkeit zu generieren, sondern auch Rezipienten und potentielle Kunden zu binden und zwar entlang der sogenannten Customer Journey, also entlang der Reise des Kunden bis hin zur Kaufentscheidung. Kommunikatoren wie Marketiers sind gleichermaßen gefragt wie gefordert, die Informationsblöcke so anzupassen, dass aus einem „Stück Info“ möglichst viele inhaltliche Formen entstehen, zum Beispiel aus einem Blogbeitrag auch eine Infografik, eine Umfrage, ein Kundenassessment oder ein Videopost werden, um diese wiederum auf Facebook, Google Plus, Slideshare oder Youtube anzubieten.

Create something

Will man Neuigkeiten verbreiten, reicht es nicht mehr aus, nur Pressemitteilungen zu versenden und passiv abzuwarten, ob und was die Presse daraus macht. Über die sozialen Medien lassen sich hervorragend Geschichten sammeln und erzählen. Dass das sogenannte Storytelling besser funktioniert als die rein werbliche Ansprache, wussten schon unsere Urahnen vor der Einführung von Schrift und Buchdruck. Wichtig ist vor allem, aus der Social-Media-Masse herauszustechen. Bereits 2013 wurden pro Tag durchschnittlich mehr als 500 Millionen Tweets abgesendet sowie mehr als 4 Milliarden Inhalte bei Facebook geteilt, mit steigender Tendenz. Durch den Einsatz von Hashtags bieten zumindest die größten Plattformen eine Möglichkeit, Inhalte nachhaltig zu strukturieren und sich vom Rest abzusetzen – vorausgesetzt die Community ist bereit, den jeweiligen Beitrag aufzunehmen und zu teilen. Mehr als in jedem anderen Medium ist es in den sozialen Netzwerken also wichtig, etwas zu erschaffen, das die Community als interessant und lesenswert empfindet. Hierzu braucht es Inhalte. Dazu gehört auch das Wissen, welche Inhalte auf welchen Plattformen am sinnvollsten seien könnten. Plattformen wie Youtube, Instagram oder Vine bieten gänzlich unterschiedliche Ansatzpunkte für kreatives Schaffen und dabei auch verschiedene Möglichkeiten. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich auf den jeweiligen Plattformen nur eine Zielgruppe tummelt: Youtubes weites inhaltliches Spektrum ist perfekt für Bewegtbild-Inhalte geeignet. Ein Film sagt mehr als 1000 Worte und Rezipienten sind eher offen für visuelle Beiträge denn für Textmaterial. Von Recruitmentfilmen über Trailer bis zu Live-Streams sind die Möglichkeiten für kreative Ideen weit gesteckt. 30-sekündige Spots bieten im Idealfall eine schnellere Bindungs- und Identifikationsmöglichkeit mit dem Zuschauer, als es anderthalbseitige Pressemeldungen tun könnten. Eine weitere Ebene für Kreativität im sozialen Netz ist das Einrichten einer Redaktion. Blogs von Firmen bieten in den letzten Jahren eine ganz neue Möglichkeit, neue und festere Bande zu potentiellen Kunden, Mitarbeitern und anderen Bloggern zu knüpfen. Letztere sind für den späteren Streuungsprozess essenziell. Sie sind Meinungsbildner und oftmals das Sprachrohr, in das bestimmte Nutzergruppen mehr Vertrauen stecken, als in klassische Medien. Potentielle Kunden dagegen können sich so leicht ein Bild von der Ausrichtung und Qualität des Unternehmens machen. Für das Unternehmen selbst ist ein Blog zusätzlich eine Plattform, um erfolgreiche Projekte und Ideen zu präsentieren. Im wildcard-Blog erstellen wir zum Beispiel jeden Freitag einen Communicartoon – eine humoristische Analyse aktueller Geschehnisse aus der Technik- oder Kommunikationswelt. Damit haben wir die Möglichkeit uns sowohl kritisch, gleichzeitig aber auch mit einem Augenzwinkern heiß diskutierten Themen anzunehmen und unsere Meinung dazu kundzutun. Egal für welche Kommunikationsart und Kommunikationskanäle man sich in den sozialen Netzwerken entscheidet: Wichtig ist es, mehr zu haben als die temporären Nachrichten, die in der Flut der Meldungen schnell untergehen könnten. Social Hubs, also Sammelstellen für die Aktivitäten, Stichwörter und Hashtags aus den verschiedenen Kanälen, werden immer wichtiger – gerade wenn man versucht, nachhaltige Geschichten zu erzählen und längerfristige Strategien umzusetzen. Leser und Zuschauer haben zu jeder Zeit die Möglichkeit sich an einer Stelle einen umfassenden Überblick zu einem Thema zu verschaffen. Kreativität ist in nahezu allen Elementen einer Kommunikation die Basis und der Schlüssel. Nur wer Botschaften, Inhalte oder Produkte auf kreative Art und Weise erschafft und an die Zielgruppe kommuniziert, wird nachhaltig erfolgreich sein.

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