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Corporate Google+:Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Date Posted: 9 Oktober, 2013
Bild: wildcard

Wie in unserem ersten Teil „Corporate Foursquare: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen“ angekündigt, erscheint hiermit der zweite Teil unserer Serie. Auch in diesem Teil möchten wir ausloten, welchen Nutzen die unterschiedlichen Plattformen und Portale für Firmen bieten. Nach Foursquare letzte Woche geht es diesmal um das Netzwerk Google+.

Guter Dritter Platz

Google+ ist nach Facebook und Twitter immer noch das jüngste und kleinste der Netzwerke. Mit weltweit 190 Millionen aktiven Nutzern im Monat belegt es einen sehr guten dritten Platz – und die Tendenz scheint steigend. Gerade für Unternehmen kann es lohnenswert sein, hier aktiv zu werden.

Zu den Fragen, die sich sicher viele stellen: Was unterscheidet denn Google+ von Facebook? Warum soll man sich hier anmelden?

Warum jetzt?

Bei Google+ treffen die Unternehmen auf Multiplikatoren in Reinform. Google+ ist optisch eine Mischung aus Lin­ke­dIn, einem Scrap­book per­sön­li­cher Ein­drü­cke und einem Tumblr-Blog. Die Kommerzialisierung von Facebook schreitet immer mehr voran. Zudem lässt es sich bei Google+ einfach bes­ser ver­net­zen. Der Nachteil für Unternehmen ist zweifellos die im Gegensatz zu Facebook noch verhältnismäßig niedrige Nutzerzahl – mehr potenzielle Endkunden kann man sicher noch im Kanal von Mark Zuckerberg erreichen. Auch bietet Google+ aktuell zwar Unternehmen die Möglichkeit des kostenlosen Unternehmensprofils. Aber wie sieht es mit der Werbung aus? Im Gegensatz zu Facebook ist das soziale Netzwerk des Suchmaschinenriesen werbefrei.

Google+ bietet Unternehmen viele Vorteile

Die „Kreise“, also die Mög­lich­keit seine Kon­takte in unter­schied­li­chen Ebe­nen der Bekannt­heit ein­zu­ord­nen zu kön­nen, ist noch immer die durch­dach­teste Funk­tion, um Pri­va­tes vom Rest zu tren­nen. Diese Funktion ist sicher auch eine große Chance für die Unternehmen eher von einem User aufgenommen zu werden. Die Möglichkeit so seine Kontakte und interessante Unternehmen besser ordnen zu können, führt sicher dazu, dass die Nutzer schneller ein Unternehmen einem Kreis zuordnen. Facebook hat zwar mit einer ähnlichen Funktion nachgelegt, doch die Einteilungsfunktion von Google+ ist der von Facebook überlegen. Gerade für Unternehmen ist Google+ eine wirkliche, wenn nicht sogar bessere, Alternative geworden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Google+ in Sachen Suchmaschinenoptimierung ganz gewiss bei Google eine bevorzugte Stellung innehat. Google erfasst nicht nur Inhalte von Youtube (dem eigenen Bewegtbild Netz), sondern auch Inhalte von Google+ werden erfasst. Das Pagerank erhöht sich gar, je mehr „+1“ (der dem Like von Facebook ähnlichen Bestätigungs-Währung auf Google+) man erhält. Man kann davon ausgehen, dass bei einer durchgeführten Suche mit Google schneller und besser die Inhalte von Google+ gefunden werden, da die Domain google.com natürlich für Google vertrauenswürdiger ist als die von Facebook. Lange Rede kurzer Sinn: Aus Gründen der Suchmaschinen-Optimierung (kurz SEO) gibt es eigentlich immer einen Grund für Unternehmen, einen Google+ Account zu führen.

Interessant wird es auch bei der Nutzung der sogenannten Hangouts. Hierbei handelt es sich um kostenlose Videosessions für bis zu zehn Teilenehmer. In diesen Hangouts sind gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten, Chatten, Bildschirmübertragungen und vieles mehr möglich. Die dort abgehaltenen Sessions kann man sich der Einfachheit halber wie den Mitschnitt einer Videokonferenz vor laufender Kamera vorstellen. Diese werden auf Wunsch direkt auf den Google-eigenen Netzwerk Youtube gestellt – das bedeutet authentischen Content im Bereich Bewegtbild. Das heißt natürlich auch, dass man sich über das Format eines solchen Hangouts gleich zu Anfang ein paar grundlegende, konzeptionelle Gedanken machen sollte.

Für Unternehmen mit einem Google+-Account, der sich vor allem auf bestimmte Orte wie Cafés, Boutiquen, Restaurants oder Werkstätten bezieht, kann die Funktion Googles Places von großen Nutzen sein. Verknüpft man seine Seite nämlich mit dieser Funktion, können Google+-User bei ihrem Besuch des jeweiligen Lokals angeben, dass sie sich an diesem Ort befinden. Diese Angabe ist, ähnlich wie bei Foursquare, eine Empfehlung an dessen Kontakte. Die App Google Now, kann dann dem potenziellen Kunden für ihn interessante Geschäfte oder Kontakte in der Nähe anzeigen. Unternehmen, die für die Googles Places Funktionen scheinen,  sind Starbucks und H&M. Deren Seiten sind dazu äußerst kreativ und innovativ gestaltet.

Man sollte jetzt nicht gleich den Stecker bei seiner Facebook-Seite ziehen. Aber um das Ziel eines Unternehmens, den Aufbau einer eigenen Community zu beschleunigen, zu festigen und um neue Möglichkeiten des networken insbesondere mit Multiplikatoren zu nutzen,  ist Google+ ein Kanal, den man nicht mehr übersehen und vor allem unterschätzen sollte.

 

Teil 1: Corporate Foursquare: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Teil 3: Corporate tumblr: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

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