News & views

Rückblick: Mobile World Congress 2015 und Game Developers Conference 2015

Date Posted: 6 März, 2015

Heute findet der letzte Tag der Game Developers Conference in San Francisco statt. In Barcelona war gestern schon Schluss mit dem Mobile World Congress. Beide Veranstaltungen brachten viele Neuankündigungen, neue Technologien und spannende Themen für beide Branchen zu Tage. Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Impulse:

Kommt zum Jahresende die Steam-Offensive?

HTC VIVE
© HTC

Endlich gibt es Gewissheit: Auch wenn der dritte Teil von Half-Life, trotz nahezu einwandfreier Beweislage immer noch nicht angekündigt wurde, gab es eine Menge Neuigkeiten zur kommenden Steam-Hardware: Zum Jahresende soll es endlich die lang erwarteten Steam Machines geben. Die günstigsten Geräte kosten ungefähr 400 Euro, sollen aber leistungsfähiger sein, als die Konsolen-Konkurrenz von Microsoft und Sony, die ein gleiches Preisniveau haben. Wer sich gerade erst einen High-End-Gaming-PC gekauft hat, braucht allerdings nur umgerechnet 50 Dollar in die Hand nehmen und sich Steam Link kaufen. Steam Link ist eine Streaming-Box, die Spiele, die auf einem PC laufen, auf den Fernseher wiedergeben. Laut Aussage des amerikanischen Unternehmens mit geringer Latenz.

Großer Star beider Konferenzen war allerdings die VR-Brille Vive, die Valve zusammen mit HTC entwickelt und vorgestellt hat. Sie nutzt ein innovatives Positionstracking „Lighthouse“. Damit erkennt die Brille die Position des Trägers im Raum – eine Technologie, die nicht nur neuartig ist, sondern Entwicklern kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Pro Auge werden die Bilder in einer Auflösung von 1200 x 1080 Pixeln und einer Frequenz von 90 Hz dargestellt. Im Handel soll es die Brille ebenfalls noch dieses Jahr geben, eine Entwickler-Version ist für das Frühjahr angekündigt.

Ikea macht Schluss mit schwachen Smartphone-Akkus

Schwache Akkus von Smartphones könnten in Zukunft noch einfach aufgeladen werden und das gänzlich ohne passende Kabel. Der schwedische Möbelhersteller Ikea stellte im Rahmen der MWC eine neue Serie von Möbeln (Schreibtische, Lampen und Beistelltische) vor, die kabellose Lademöglichkeiten für Smartphone integriert haben. Sie nutzen dabei die Qi-Technology, welche aktuell mit mehr als 80 Mobilgeräten kompatibel ist.

Smartwatches: viel Intelligenz am Handgelenk

Daneben standen auf der Mobilfunkmesse vor allem wieder Smartwatches aller Hersteller im Fokus. LG versucht sich mit der LG Watch Urbane an eine Käufergruppe zu orientieren, die mehr Wert auf Modebewusstsein, als auf technische Rahmenbedingungen legt. Ähnlich der Smartwatch von Apple kann auch hier das Armband ausgetauscht werden. Huawei orientiert sich mit der Huawei Watch an klassischen Uhren mit rundem Display und einem schlichten Gehäuse. Mit einer Auflösung von 400 x 400 Pixeln übertrumpft die Uhr bisher die gesamte Konkurrenz im Segment.

Smartwatches: Samsung Galaxy S6 und ASUS ZenFone Zoom

Samsung Galaxy S6 edge
© SAMSUNG

Nach der Ernüchterung aus dem letzten Jahr, steht Samsung mit dem Galaxy S6 und dem S6 edge wieder hoch im Kurs. Mit QHD-Auflösung (1440 x 2560 Pixel) übertrumpft man zumindest Hauptkonkurrent Apple, passt sich ansonsten aber etwas dem amerikanischen Unternehmens an. Äußerlich setzen die Koreaner nun auch auf Aluminium und Glas. Zudem wird Samsung etwas restriktiver: Einen Speicherkartenschacht gibt es nicht und auch den Akku wird nicht auswechselbar sein – dafür verbaute man nun auch einen Fingerabdrucksensor.

Hobbyfotografen mit wenig Platz freuen sich sicherlich über das ZenFone Zoom von ASUS. Der 5,5-Zoll-Gigant ist ein Hybrid aus Smartphone und Kamera und hat ein mehrteiliges Linsensystem, einen optischen Bildstabilisator, einen Laser-Autofokus, sowie variable Blenden verbaut. Die Kamera löst dazu mit 13 Megapixel auf und unterstützt dazu bis zu dreifach optischen Zoom – für ein Smartphone durchaus beeindruckend.

Mit all den neuen Gadgets, seien es Smartwatches, Smartglasses, VR-Brillen oder bewegungssensible Zusatz-Hardware, fühlt man sich in Zukunft sicher wie die Charaktere in aus Sci-Fi-Serien wie Star Trek – sieht allerdings noch lange nicht so cool aus, wie unser Comic in dieser Woche beweist. Aller Anfang ist bekanntermaßen schwer, wir freuen uns dennoch auf die neuen Gadgets und die spannende, technische Zukunft.

Share this
arrow_upward