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Rock the Blog – Der Blog bleibt das Zentrum

Date Posted: 22 März, 2016

Die Intel-Bloghütte war einer der wenigen Stände auf der diesjährigen CeBIT, die unmissverständlich klar machten: „Bloggers welcome“. Für Blogger war es aber nicht ganz leicht, auf der CeBIT geeignete Themen zu finden. Wie in unserem CeBIT-Beitrag beschrieben, hat die Messe den Wandel von der Publikums- zur Fachmesse vollends abgeschlossen. Die Blogs, die sich mit den Themen Security, Cloud-Lösungen oder gar mit Finanz-Software für den Mittelstand beschäftigen, ist naturgemäß überschaubar. Man traf sie aber doch, die Blogger: Am letzten Freitag fand im Rahmen der CeBIT „Rock the Blog – Die Konferenz der Blogger“ statt.

Die Idee, Blogger mit Firmen zu connecten, hatte im letzten Jahr  Premiere. Rund 500 Teilnehmer kamen. 2016 waren es 100 mehr. Schon an der Schlange zur Konferenz-Registrierung sah man, dass nur wenige der Konferenzteilnehmer im Vorfeld durch die anderen CeBIT-Hallen geschlendert waren. Statt Anzug und Krawatte, gab es Sneakers und Baseballmützen zu sehen. Ausnahmen bilden natürlich Tech-Blogger wie Sascha Pallenberg, der eine der ersten Keynotes der Konferenz hielt. Inhaltlich wählte er mit „Mobilität als Service“ und den „Kampf ums Dashboard“ Themen, in denen er sich hervorragend auskennt. Nicht minder interessant waren dabei seine Herleitungen, die auch historische Exkurse in die Anfangszeiten der IT im Allgemeinen und dem Publizieren darüber im Speziellen beinhalteten.

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Wie sich Blogger und Unternehmen besser verstehen

Den Großteil von „Rock the Blog“ bestimmten allerdings Themen, die Bloggern wertvolle Tipps zur Performance-Verbesserung ihrer Kanäle an die Hand gaben und Vorträge, die Blogger besser verstehen lassen, was für Unternehmen tatsächlich interessant ist. Denn, um besser miteinander arbeiten zu können, muss man einander zunächst verstehen. Essenz hier: Blogger müssen verstehen, weswegen Unternehmen so gerne aufbereitete Zahlen haben und Unternehmen müssen wiederum verstehen, weswegen Blogger weit mehr zu bieten haben als nur Reichweite: Sie sind kreative Content-Lieferanten. An diesem einfachen Einmaleins der Blogger Relations scheitern auch im Jahr 2016 noch viele Kooperationen.

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40 Sprecher gaben auf drei Bühnen interessante Tipps an die Zuhörerschaft weiter. Auf der Expert Stage gab es – wie der Name schon sagt – Expertendiskussionen, Debatten und Case Studies von Marketing-Experten und Bloggern. Auf der größten Bühne, der Center Stage, wurden die Keynotes gehalten. Auf der kleinsten Bühne – der Open Stage – plauderten Blogger aus dem Nähkästchen. Hier gab es auch die mit Abstand interessantesten Vorträge zu hören.

Business machen: Chancen und Risiken

Auf der Open Stage wurde dann auch ein wenig der Glam-Faktor bedient. Mit Sara Bow erzählte eine Beauty-Youtuberin recht offen, wie sie YouTube als Business-Modell einsetzt – durch Kooperationen mit Unternehmen aus der Fashion- und Kosmetik-Industrie. Dass diese Kooperationen für beide Seiten nicht ganz risikolos sind, war anschließend das Thema auf der Expert Stage: Dr. Beatrice Brunn, Rechtsanwältin bei DLA Piper referierte zum Thema „Influencer marketing @ Law“. Dr. Brunns hochinteressanten Beitrag gibt es in der CeBIT-Mediathek zu sehen. Essenz: Die aktuelle Rechtssprechung hinkt der Entwicklung im Netz hinterher – Prüfungen müssen im Einzelfall getätigt werden. Vor jeder Kooperation zwischen Unternehmen und Blogger muss die rechtliche Beratung stimmen, um nicht in juristische Fallen zu tappen.

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Neben YouTube war es vor allem eine App, die im Mittelpunkt stand: Snapchat.  Fitness-Bloggerin Lou Dellert von Fit Trio erzählte wie sie seit einem rund neun Monaten die App erfolgreich einsetzt. Essenz hier: Snapchat hilft Bloggern sich authentisch zu geben. Zudem liefert Snapchat in Zeiten, in denen wir jeden Content jederzeit abrufen können, auch wieder den Kick, etwas verpassen zu können. Auf Unternehmensseite ist der Einsatz des in Deutschland noch recht neuen Kanals noch die Ausnahme. Klar ist aber: Marken müssen sich dort aufhalten, wo die Zielgruppe ist. Marken, die stark auf Exklusivität setzen, sollten durchaus über die Integration von Snapchat nachdenken. Mit diesem Thema werden wir uns demnächst noch einmal im Detail auseinander setzen.

Der Abschluss von „Rock the Blog“ gebührte dann Ricarda Nieswandt (23 qm Stil) und Clara Moring (Tastesheriff). Die beiden Bloggerinnen widmeten sich dem Thema „Braucht man jeden heißen Scheiß in der Blogosphäre?“ und stellten auch die Frage, ob jeder Snapchat benötigt. Ihre Antwort: Der Blog bleibt zentral. Alles, was dem eigenen Blog zuträglich ist, ist erlaubt. Ricardas und Claras Beitrag gibt es ebenfalls hier in der CeBIT-Mediathek zu sehen.

 

 

 

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