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Recruitment: Warum Social Media auch hier immer wichtiger wird

Date Posted: 24 Februar, 2014
Bild: wildcard

Stand ein Jobwechsel oder gar der Einstieg in das Berufsleben an, waren gerade in den ersten Jahren dieses Jahrzehnts staatliche Institutionen oder der direkte Unternehmenskontakt die Lösung. Anno 2014 bietet sich ein anderes, vielseitigeres Bild. Social-Media-Portale fungieren als sozialer Klebstoff innerhalb der Gemeinschaft und erobern immer mehr auch das Berufsleben. Dabei stehen soziale Netzwerke mindestens auf einer Stufe mit den klassischen Stellenanzeigen, wenn es beispielsweise um das Thema Recruitment, also das Umwerben und Gewinnen neuer Arbeitskräfte, wie auch der für dieses Ziel sinnvoll inszenierten Eigendarstellung als Marke geht. Social Media kommt im wichtigen Teilaspekt des Personalwesens immer intensiver zum Einsatz. Und doch besteht nach wie vor an manchen Punkten Bedarf zur Optimierung. Denn: Recruitment auf Sozialen Netzwerken beginnt nicht erst dann, wenn Bedarf an Personal besteht.

Klare Struktur, klare Planung

Vor dem Aufbau einer auf dem Social-Media-Auftritt beruhenden Recruitment-Strategie ist es wichtig, intern für klare Strukturen zu sorgen. Das wichtigste zuerst: Social Media ist kein Themengebiet, welches in den ruhigen Minuten des Arbeitsalltags betreut wird oder ein Ort, an dem man die Stellenanzeige nochmal kostenfrei einstellt. Letzteres kann schließlich auf eigens dafür ausgelegten Netzwerken oder hausinternen Einrichtungen wesentlich eleganter und passender geschehen. Dafür eignet sich je nach der zu besetzenden Position beispielsweise ein separater Blog zum Thema Employer Branding oder Karriere-Netzwerke wie LinkedIn oder XING. Da Unternehmensinhalte im Idealfall stets auf mehreren Plattformen gleichzeitig kommuniziert werden sollten, ist in der Regel von mindestens drei bis vier Communities auszugehen, die unternehmensseitig mit aktuellen Berichten und Informationen beliefert werden sollten. Hierfür müssen jedoch auch die entsprechenden internen Strukturen geschaffen werden. Ein kanalübergreifender Ansprechpartner ist essenziell, um die öffentlichen Netzwerke entsprechend ihrer Gewichtung zu betreuen. Um dem Eindruck zu entgehen, dass den Postings auf dem Unternehmensprofil ein klares Konzept fehlt, empfehlen wir, bis hin zu eigenen Statusmeldungen die Inhalte auf einem Redaktionsplan festzuhalten. So können widersprüchliche Beiträge oder eine Abweichung von der Zielsetzung im jeweiligen Netzwerk vermieden werden. Zur Struktur gehört auch, die unternehmenseigenen Silos zu durchdringen. Wenn die Endverbraucher-Kanäle gerade mit einem Produktrückruf zu kämpfen haben, sollte die Eigendarstellung nicht mit der herausragenden Qualität auftrumpfen, sondern die Botschaften gemäßigt ausgeben, oder warten, bis der Sturm vorübergezogen ist.

Recruitment heute

Soziale Netzwerke sorgen im Falle des Recruitment für eine direkte und vor allem schnelle Ansprache. Dabei ist es hilfreich, wenn dafür auf die Kompetenz im eigenen Unternehmen gesetzt werden kann. Mitarbeiter aus allen Abteilungen des Unternehmens sollten in Absprache mit den Verantwortlichen zu Wort kommen und so einen Einblick in die Abläufe des Unternehmens gewähren. Hier eignet sich ein Employer-Branding-Blog ebenso wie ein Video. Im Blog sollten erfahrene Fachkräfte als auch Auszubildende gleichermaßen aus eigener Sicht den Unternehmensalltag schildern. Die eine Möglichkeit, zukünftigen Arbeitnehmern und Auszubildenden einen gehaltvollen Einblick zu liefern, bieten Bewegtbild-Inhalte. Recruitment-Videos, wie beispielsweise die Projekte unserer Bewegtbild-Unit für die WELCOME Hotels oder Ubisoft sind eine nachhaltige Option Unternehmenswerte in Bezug auf Recruitment zu kommunizieren. Infolge dessen kann der Bewerber aus erster Hand erfahren, welche Vor- und auch Nachteile der angestrebte Karriereweg mit sich bringt. Die dadurch mit vergleichsweise einfachen Mitteln erreichte Nähe zum passenden Kandidaten senkt die Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme. Die passende Ausgangsplattform für die Verbreitung dieser und auch anderer unternehmensrelevanter Inhalte ist nach wie vor der Unternehmensblog. Ein gelungener Employer Branding-Auftritt im Social Media-Bereich fügt sich ebenfalls nicht nur aus reinen Textinhalten zusammen. Umfragen, Bildinhalte, Verlinkungen oder das Einbinden der anderen bedienten Kanäle wirken sich positiv auf die Außenwahrnehmung des Unternehmens aus. Aus diesem Grund änderte zum Beispiel Facebook vor kurzem den Algorithmus für Fanseiten zugunsten optisch ansprechender Inhalte. Idealerweise finden sich bereits auf dem HR-Social-Media-Kanal als auch auf der Unternehmensseite Links zur jeweiligen Anlaufstelle. Durch bewusst auf den potentiellen Mitarbeiter ausgerichteten Content und einen strukturierten Veröffentlichungsturnus bleibt der Unternehmensauftritt also im Gespräch und wird bei Bedarf schneller angesteuert.

Verbreitung = Erfolg

Das erfolgreiche Feedback auf die Nutzung und Etablierung jener Wege des Recruitments verläuft über die Follower und Fans. Eine authentische Präsentation des eigenen Unternehmens auf sozialen Netzwerken führt auf lange Sicht zum berühmten Druck auf den „Gefällt mir“-Knopf oder Teilen des entsprechenden Inhalts, dem Gradmesser für Trends und Inhalte in sozialen Netzwerken. Dabei schafft es die Sympathie zum Unternehmen eventuell auch Arbeitnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis dazu zu verleiten, Stellenangebote an ihren Freundeskreis weiterzuleiten. So kann Authentizität auch über dritte kommuniziert und ein größerer Bewerberkreis angesprochen werden.

Der Schlüssel für das richtige Recruitment über Facebook und Co. ist eine glaubwürdige, transparente, Kommunikation mit und für die potentiellen Mitarbeiter. Eines ist gewiss: Je deutlicher ein Unternehmen dem Bewerber zeigt, sich mit ihm auf Augenhöhe unterhalten zu wollen, umso schneller wird der Einzelne für das Unternehmen begeistert. Dann ist es auch bis zur passenden Bewerbung kein weiter Weg mehr.

 

 

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