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Recap: Mobile World Congress 2016 – LG G5 gegen Samsung Galaxy S7

Date Posted: 26 Februar, 2016

Gestern endete nach drei Tagen der Mobile World Congress 2016 in Barcelona. Wir werfen einen Blick auf die vielfältigen Neuheiten. Ein klarer Trend zeichnete sich auf der wichtigsten Mobile-Messe der Welt ab: Smartphones sind auf dem besten Wege die Laptops von morgen zu werden. Aber zunächst das Duell: LG G5 gegen Galaxy S7.

Eine große mediale Prophezeiung trat in diesem Jahr noch nicht ein: 2015 waren sich FAZ und der BR einig, dass Wearables Smartphones ablösen würden. Davon ist noch nichts zu sehen. Den größten Showdown lieferten sich einmal mehr zwei Smartphones: das LG G5 und das Samsung Galaxy S7.

Eine völlig neue Perspektive: LGs duale Linsen

Das LG G5 tritt mit auffällig scharfem 5,3-Zoll-Display verbaut in einem Unibody-Gehäuse aus Metall auf. Mit der neuen und vor allem stromsparenden Always-on-Funktion ermöglicht das G5 auch im Standby-Modus das Ablesen der Uhrzeit und von neuen Benachrichtigungen. Das schlichte – aber dennoch schicke Design – verbirgt die neueste Technik, wie z.B. einen Snapdragon-820-Prozessor mit vier Kernen und vier Gigabyte RAM. Weiterhin überzeugt das G5 durch eine zusätzliche Weitwinkellinse, die es so zuvor bei Smartphones nicht gab. Dieses Feature ermöglicht Aufnahmen mit einem Winkel von bis zu 135 Grad (normalerweise liegen Aufnahmen von Smartphones bei etwa 75 Grad).
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Samsung mit dem Galaxy S7

Eine weitere Besonderheit des G5: der modulare Aufbau. Das „magische Fach“ an der Unterseite des Gerätes ermöglicht nicht nur einen simplen Wechsel des Akkus, sondern auch die Erweiterung um optionales Zubehör, wie beispielsweise einem Kameragriff. Dieser Griff erhöht die Akkukapazität auf 4.000 mAh und bietet neben besserem Halt auch einen Auslöseknopf sowie ein Rädchen zum Zoomen. Weitere Erweiterungen – von den Koreanern „Friends“ genannt – sind Lautsprecher oder LGs eigene VR-Brille. Besonders spannend: LG setzt für das „magische Fach“ auch auf Zubehör von Drittanbietern. Mit Wasser sollte das G5 aufgrund dieses Features aber besser keine Bekanntschaft machen.

Mit dem Galaxy S7 präsentiert Samsung den Nachfolger seines Smartphone-Flaggschiffs. Auf den ersten Blick ähnelt es stark dem S6 – so sind beispielsweise beide 5,1 Zoll groß und verfügen über Front und Rückseite aus Glas – doch bei näherer Betrachtung fallen die neuen Rundungen im Design des Flaggschiffs auf. Damit schmiegt sich das S7 bei Benutzung angenehmer in die Handfläche. Zudem kann das S7 im Vergleich mit einem Speicherkartenschacht und einem staub- und wasserdichten Gehäuse nach IP-Standard 68 punkten.

Wasserkühlung jetzt auch für Smartphones

Auch was das Innenleben des Smartphones angeht, hat Samsung noch eine Schippe draufgelegt. Samsungs neuer Achtkern-Prozessor Exynos 8 Octa 8890 und vier Gigabyte RAM sorgen laut Hersteller für bis zu 30 Prozent schnellere CPU-Leistungen. Um die erhöhte Leistung halten zu können, wartet das S7 mit einer Wasserkühlung auf. Die Kamera verfügt zwar „nur“ noch über 12 Megapixel, dafür aber über ein lichtstärkeres Objektiv, was gerade unter erschwerten Bedingungen für bessere Bilder sorgt. Ein Manko, vor allem im Vergleich mit LGs G5: Der Akku ist wiederum fest verbaut und kann daher nicht einfach ersetzt werden.Wie schneiden beide Geräte gegeneinander ab? Mobilegeeks vergleicht.

 

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Ein großer Trend: 360-Grad-Videos und VR

Den Mobile World Congress weiterhin schnöde als „Handy-Messe“ zu bezeichnen, würde der Veranstaltung in Barcelona allerdings Unrecht tun. Spätestens seit diesem Jahr könnte man sie auch problemlos als VR-Messe klassifizieren. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, das zwei Komponenten jedem Smartphone in Zukunft beilegen werden: eine 360-Grad-Kamera und eine VR-Brille. Sowohl Samsung als auch LG haben dafür je ein eigenes Produkt auf dem Markt.LG zeigt die LG 360 Cam: rundum-Aufnahmen mit 16-Megapixel-Foto oder 2K-Video. Abgespielt wird das Ganze dann auf der LG 360 VR. Im Vergleich mit Samsungs VR-Brille oder gar Oculus Rift ist LGs Produkt aber deutlich kleiner.

Auch wichtiger Unterschied: LGs Brille verbindet sich per Kabel, Samsungs VR-Brille nutzt das S7 als Display. Aber Samsungs Lockangebot ist groß: Die VR-Brille soll für einen noch nicht definierten Zeitraum an die Käufer des S7 verschenkt werden.

Zum Ende dieses Beitrags gibt es noch etwas Gesundes: Robert Basic fasst auf eVivam die neusten Fitness- und Health-Gadgets des MWC 2016 zusammen.

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