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Periscope und Meerkat – Streaming-Apps für unterwegs

Date Posted: 3 Juni, 2015

Nachdem Live-Stream auf Plattformen wie Twitch, hitbox oder YouTube immer populärer werden, schicken sich mit Meerkat und Periscope zwei neue Apps an, den Markt neu zu definieren. Sie geben dem Nutzer das Streaming-Werkzeug direkt in die Hand. Über das Smartphone kann zukünftig jeder von unterwegs streamen. Das hat am Ende nicht nur Einfluss auf Kommunikation, sondern auch auf den Umgang mit Influencern und ermöglicht Kampagnen und Berichterstattung in Echtzeit.

© Periscope/Twitter
© Periscope/Twitter

Meerkat vs Periscope – wer hat die Nase vorn?

Per Knopfdruck streamen: Mit Meerkat und Periscope mittlerweile kein Problem mehr. Der Stream kann in Echtzeit sowohl auf Facebook als auch auf Twitter geteilt werden. Obwohl die Apps sich in ihrer Funktionweise ähneln, ist besonders Periscope seit Erscheinen in aller Munde. Das liegt vor allem daran, dass die App vom Kurznachrichtendienst Twitter gekauft wurde. Glaubt man Gerüchten, hat das Netzwerk für die Streaming-App ca. 90 Millionen Dollar bezahlt. Als Konkurrenzprodukt hat es Meerkat auf Twitter mittlerweile durchaus schwerer. Seit einiger Zeit ist es für die App nicht mehr möglich auf die Twitter-Nutzerdaten zuzugreifen. Meerkat profitiert allerdings noch vom früheren Erscheinungsdatum und einer bestehenden Nutzerbasis.

© Periscope
© Periscope

Datennutzung und Unterschiede von Periscope und Meerkat

Wer häufig und lange streamen will, sollte entweder einen großes Datenvolumen besitzen oder sicherstellen, dass es in Streaming-Nähe WLAN gibt. 30 Sekunden Streaming verursacgen einen Datenverbauch von drei MB. Beide Apps sind allerdings vor allem für Live-Publikum gedacht. Follower erhalten bei Beginn eines Streams eine Push-Meldung auf ihr Smartphone. Wer den Stream jedoch verpasst, hat zumindest bei Meerkat keine Chance, ihn nachzuholen. Als Streamer kann man die Aufzeichnung lediglich lokal speichern und später auf anderen Plattformen hochladen. Periscope ermöglicht das nachträglich Schauen für 24 Stunden und speichert Videos auf eigenen Servern.

© Meerkat
© Meerkat

Rechtliche Grauzonen

Die Live-Übertragung aus ganzer Welt birgt allerdings auch rechtliche Probleme. Selbst wenn nur im Hochformat gesendet werden kann, besteht zumindest die Möglichkeit, Kinofilme direkt aus dem Saal zu streamen oder im Fußballstadion das Smartphone mitlaufen zu lassen. Auf dem Papier ein Problem in Hinblick auf den Urheberrechtsschutz. Es stellt sich aber auch hier die Frage, ob die Apps so überhaupt genutzt werden können. Nur im Hochformat gesendet und mit Smartphone-Mikrofonen aufgezeichnet, reizen diese Streams vermutlich recht wenige Nutzer.

© Twitter
© Twitter

Streaming-Apps in der Kommunikation

Spätestens mit der wachsenden Popularität von Meerkat und Periscope ist klar, dass Streaming nicht mehr nur ein Thema für Gamer ist. Mobiles Livestreaming bietet für jeden Nutzer weltweit die Möglichkeit „Unterwegs auf Sendung“ zu sein. Die Möglichkeiten in der Kommunikation gehen dabei viel weiter als beliebte YouTube-Formate wie Follow-Me-Arounds, die nun ohne Zeitverzögerung realisiert werden können. Bei Großveranstaltungen und Live-Events, können Backstage-Eindrücke gesammelt und ebenso gleichzeitig geteilt werden. Auf Konferenzen und Podiumsdiskussion könnte man Meerkat und Periscope nutzen oder auch bei Produkteinführungen und Produktpräsentationen. Der große Vorteil dieser Apps ist, dass die Zielgruppe direkt angesprochen werden kann. Die Möglichkeit zur unmittelbaren Interaktion mit Twitter-Follower ist möglicherweise besonders fruchtbar.

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