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Nvidia: Shield Tablet – Die 2. Generation

Date Posted: 31 Juli, 2014
Bild: NVIDIA GmbH
Bild: NVIDIA GmbH

Shield war gestern. Nvidia bringt im August 2014 das Shield Tablet auf den Markt. Was der Name ankündigt, bestätigt ein erster Blick auf den Nachfolger: Es handelt sich nicht mehr um ein Gamepad mit aufklappbarer Bildschirmfläche, sondern um ein Spiele-Tablet, welches um einen Controller ergänzt wird. Kurz: Gamepad und Bildschirm werden in der neusten Hardware ganz konservativ wieder voneinander getrennt.

Zuerst ein paar Daten und Fakten: Das neue Android-Tablet läuft mit Nvidias 2,3 GHz starken Quadcore-Prozessor Tegra K1. Damit ist das Shield Tablet eines der ersten Geräte, die mit dem K1 erhältlich sein werden. Der Shield-Vorgänger setzte noch auf den leistungsschwächeren Tegra 4. Das Resultat macht sich im Vergleich vor allem in einer höheren Auflösung bemerkbar: Das Tablet schafft Full HD, der Vorgänger musste sich mit 1.280 x 720 Pixeln zufrieden geben. Nicht verändert hat sich hingegen die Größe des RAM: Sowohl beim Original als auch beim Nachfolger gibt es zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

 

WLAN Controller für echtes Konsolen-Feeling

Der erste große Unterschied zu seinem Vorgänger ist, dass das Shield Tablet nicht nur per Touch-Funktion oder den Stylus bedient werden kann, sondern auch – oder aus Spieler-Sicht vor allem – mit einem Wireless-Controller. Dieser zählt nicht zum Standard-Zubehör, ist für den Spieler aber empfehlenswert, weil das Spielgefühl einer Konsole so noch intensiver erlebt werden kann. Der Preis für das Gamepad beträgt 60 Euro. Mit der WLAN-Direktverbindung soll durch die höhere Bandbreite eine noch geringere Latenz, also Reaktionszeit zwischen Gamepad-Eingabe und Aktion auf dem Bildschirm, erzeugt werden. Ein Headset sowie Lautstärketasten an den Seiten sind ebenfalls vorhanden. Auf Wunsch kann für 30 Euro zusätzlich ein Cover mit magnetischem Verschluss gekauft werden, welches zudem in drei verschiedenen Höheneinstellungen als Standfuß dient. Eine sinnvolle Anschaffung für Spieler.

Mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten wird auf dem 8-Zoll-IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung für ein ansprechendes Bild gesorgt, welches sich zwar etwas spiegelt, dafür aber hell und so vor allem zu Hause angenehm anzuschauen ist. Das Shield-Tablet sieht aber nicht nur gut aus, sondern klingt auch hervorragend dank Stereolautsprechern, die Bassverstärker besitzen. Die Lebensdauer der Akkus liegt absolut im Rahmen und sollte bei normaler Verwendung einen Tag schaffen.

Spielen leicht gemacht

Komfortabel für PC-Gamer ist das bereits vorhandene Nvidia Shield Hub – eine App, die zu einem Shop führt, der Shield-optimierte Android-Spiele anbietet. Zusätzlich gibt es eine Quick-Start-Funktion für installierte Spiele wie Half-Life 2 oder Portal und Apps. Wer direkt loslegen möchte, dem steht das Spiel Trine 2: Complete Story, von Frozenbyte voreingestellt zur Verfügung. Auch hier wurde die Grafik des früheren Konsolenhits auf den Tegra K1-Prozessor optimiert. Bei Google Play können außerdem nach Angabe von Nividia zahlreiche Apps wie Netflix oder Pandora runtergeladen werden. Über Rechner, die per WLAN oder LTE verbunden sind, lassen sich auch kompatible PC-Spiele streamen, mit einer GeForce-GTX-Grafikkarte wohlbemerkt. Für all diese sinnvollen Features muss allerdings auch investiert werden. So kostet die Version mit 16 GByte Speicher und WLAN knapp 300 Euro, für 32 GByte Speicherplatz und zusätzlichem LTE-Funk etwa 380 Euro. Egal für welche dieser beiden Varianten man sich entscheidet, beide können durch von außen zugängliche Micro-SD-Slots erweitert werden.

Fazit:

Das Shield Tablet bringt alle typischen Eigenschaften einer Konsole mit. Per HDMI-Anschluss können am Fernseher Multiplayer-Sessions mit bis zu vier weiteren Controllern gestartet werden. Von Sound über Optik bis zumSpiele-Angebot ist Nvidias Tablet eine runde Sache. Der Spaß ist allerdings nicht unbedingt günstiger als aktuelle stationäre Konsolen. In Sachen Mobilität und Flexibilität schöpft es sein Potenzial als Tablet voll aus. Eine große Rolle spielt dabei natürlich der Controller, der optisch nett aussieht, mit 390 Gramm ein akzeptables Gewicht hat und dessen Verarbeitung gut ist. Das Tablet weiß leistungstechnisch zu überzeugen, vor allem dank des starken Tegra K1. Ein Alleinstellungsmerkmal bilden außerdem die Streaming-Möglichkeiten für Android- und PC-Spiele auf dem Tablet oder auf dem Fernseher.

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