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Nicht ohne mein Smartphone!

Date Posted: 1 August, 2014
© lassedesignen - Fotolia.com
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Insgeheim haben wir es immer geahnt, jetzt belegt es eine offizielle Umfrage des Branchenverbandes BITKOM: Auf unser Smartphone können und wollen wir nicht verzichten. Zumindest gab eine Mehrheit von 61% der befragten Deutschen an, dass sie gar nicht mehr auf ihr Smartphone verzichten könnten. Und wer will es ihnen verübeln? Schließlich finden über Mobiltelefone schon lange nicht mehr nur Telefonate statt. Text-Kommunikation, Shopping und Gaming sind nur ein paar der Eigenschaften, die uns Tag für Tag ans Smartphone fesseln.

Je jünger, desto abhängiger

Spätestens seit man auf einem Konzert gefühlt mehr Smartphones und Tablets als Hände in die Höhe schnellen sieht, sobald die Band auf die Bühne kommt, konnte man diesen Trend erahnen. Alles will dokumentiert werden, jeder will seinem Freundeskreis am besten in Echtzeit zeigen, wo man sich aufhält und wie toll es gerade ist. Wenn ein Smartphone etwas unterstützt, dann wohl Selbstdarstellung – etwas, dass grundsätzlich nicht ausschließlich negativ behaftet sein muss. Aber die „Generation Selfie“ ist immer darauf bedacht, in allen möglichen (auch unpassenden) Situationen zu zeigen, was in ihrem Leben passiert. Das Bild einer Person in den Netzwerken, mit denen man so viel teilt, ist allerdings immer ein verzerrtes – über Positives und Erfolge redet jeder schließlich jeder gern, Probleme und persönliche Unsicherheiten werden elegant verschwiegen. So wird eine Persönlichkeit dargestellt, die sich von der realen Person hinter dem Account unterscheidet.

So ist es passend, dass die Prozentzahlen der jüngeren Nutzer, die ohne Smartphone nicht leben könnten, noch höher sind als die Gesamtzahlen. In der Altersgruppe bis 30 würden 74% nicht einmal daran denken wollen, auch nur einen Tag ohne ihr Smartphone zu verbringen. Ebenfalls bemerkenswert: Über 80 Prozent der 12-18-Jährigen besitzen bereits ein solches Gerät – fast drei Stunden täglich beschäftigt sie das Smartphone. Die beliebtesten Apps der jüngeren Generation: Facebook und WhatsApp.

Die Beliebtheit anderer Gadgets wie Tablets, herkömmlicher Handys, Laptops oder Desktop PCs sinkt, während Smartphones gleichzeitig nicht nur beliebter sondern auch vielseitiger werden. Sie sind schon lange kein Spielzeug mehr, auch wenn es über mehr und fortschrittlichere Spiele denn je verfügt.

BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sieht in den Smartphones „wichtige Treiber des digitalen Wandels“, und trifft damit ins Schwarze. Auch im beruflichen Alltag werden die Geräte immer wichtiger: So kann man nun E-Mails auf dem Weg ins wichtige Meeting bearbeiten, das Taxi über die App bestellen, durch das Netz des Nahverkehrs einer fremden Stadt navigieren und dazu auch gleich das passende Online-Ticket erwerben. Das Mobile Wallet soll in den nächsten Jahren das Portemonnaie ersetzen, das Leben zum einen komfortabler machen und zudem jegliche Abläufe auf ein Gerät fokussieren. Potenzielle Gefahren wie den Missbrauch durch Hacking oder Datenausspähung sollte man hierbei allerdings nicht unterschätzen.

Die Bedeutung von Smartphones für die Kommunikation

 Auch für übergreifende Kommunikation ist das Smartphone ein idealer Wegbegleiter. Für jedes soziale Netzwerk gibt es Apps. Twitter und Co. alarmieren Nutzer durch Push-Mitteilungen innerhalb weniger Minuten über jegliche Neuigkeiten und Interaktionen des Bekanntenkreises. Für Webseiten ist es mittlerweile dringend geboten, auch eine mobile Version anzubieten. Blogbeiträge können mit der passenden App bequem unterwegs gelesen und diskutiert werden. Andere Inhalte, die zum Beispiel QR-Codes beinhalten, setzen mittlerweile schon voraus, dass ihre Zielgruppe ein Smartphone besitzt.

Für uns als Kommunikationsagentur ist das Smartphone ebenfalls ein nicht mehr wegzudenkender Begleiter geworden. Kontaktdaten und Termine, insbesondere während Messen, die Erinnerung an Deadlines, letzte Blicke auf Präsentationen und zeitkritische Absprachen – das Smartphone ist in jedem Bereich unseres Alltags ein wahrer Lebensretter und Organisationstalent. Wenn es um mobilen Content geht, gelten für mobile Zielgruppen ebenfalls andere Regeln: kürzere Text, mehr Bilder. In der Fußgängerzone oder dem Bus will und kann niemand lange, komplexe Inhalte auffassen, sondern braucht die Informationen simpel und komprimiert auf den Punkt. Wenn man ganz ehrlich ist: so sehr man das Smartphone auch schätzt und nicht mehr missen möchte: Die wenigen Stunden, in denen es stumm- oder gar ausgeschaltet ist, sind häufig die wertvollsten.

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