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Neues aus den sozialen Netzwerken: Facebook at Work und Yik Yak

Date Posted: 5 Dezember, 2014
© anyaberkut - Fotolia.com
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Die Welt der sozialen Netzwerke steht nie still. Immer wieder ploppen neue Netzwerke mit unterschiedlichen Ansätzen auf und wollen sich gegen die Großen beweisen. Nicht selten erfreuen sie sich größter Beliebtheit bei einer bestimmten Zielgruppe, ohne dass ein anderer Teil der Bevölkerung sie überhaupt auf dem Schirm hat. Doch auch bei den Netzwerk-Riesen ist Stillstand tödlich. Wer sich behaupten will, muss auch den Mut haben sich zu verändern. Wer das nicht tut, wird schnell das nächste Myspace.

Facebook als täglicher Teil der Arbeit?

 Facebook während der Arbeit zu nutzen ist zwar gerade im Agenturleben mittlerweile zum Alltag geworden, doch gilt das noch lange nicht für alle Branchen. Wenn es nach Facebook geht, soll sich das in der Zukunft aber ändern. Hinter „Facebook at Work“ steckt nicht etwa eine leichtere Möglichkeit, während der Arbeit alle Status-Updates von Freunden und Verwandten zu prüfen, sondern ein Netzwerk für die interne Kommunikation von Unternehmen. Eine ähnliche Struktur hat Google mit seinem „Drive“-Dienst bereits seit fast zehn Jahren etabliert und immer weiter verbessert. Auch Microsoft hat seine Office-Programme seit längerer Zeit ebenfalls auf die Nutzung im Webbrowser angepasst. Facebook’s Idee an sich ist also nicht neu, allerdings hat das Unternehmen den Vorteil, auf die größte und breiteste Nutzerstruktur zurückzugreifen und das Arbeiten untereinander so möglicherweise viel einfacher zu machen. Der Schritt scheint zudem zur richtigen Zeit zu kommen. Zuletzt wurde immer deutlicher, dass Facebook seine Nutzer verliert – besonders bei den jungen Mitgliedern. Diese wandern nämlich nach und nach ab und suchen neue Wege untereinander zu kommunizieren. Für Unternehmen ebenfalls interessant: die neuen Funktionen der Messenger-App von Facebook.

Anonyme Gemeinschaften

Yik Yak – so heißt die beliebte Social Media App aus den USA, die als Konkurrenz zu Facebook und Twitter gilt. Die App hat zwar bei Weitem nicht den gleichen User-Stamm zu verzeichnen, doch bietet sie einzigartige Features, die sie in bestimmten Bereichen sehr interessant macht. Anstatt wie Facebook weltweit das Posten und Schreiben zu ermöglichen, setzt Yik Yak lediglich auf einen 10 Meilen-Radius um den Nutzer herum. In diesem Bereich können Benutzer anonym posten, teilen und chatten wie es ihnen beliebt, aber nur mit anderen Usern im selben Umfeld. Das macht die App zu einem sehr persönlichen und intimen Erlebnis selbst ohne Klarnamenpflicht. Jeder lokale Nutzer kann also antworten wie er möchte und Postings anderer User up- oder downvoten. Dadurch erhält jeder Posting-Schreiber sogenanntes „Yakarma“, das seine Beliebtheit auf dem Netzwerk wiederspiegelt.

In den USA ist die App unheimlich beliebt, da vor allem College Studenten an Universitäts-Campus die perfekte Zielgruppe sind. Generell sind soziale Zentren ideal für die Nutzung. Der größte Nachteil der App ist der Verzicht auf Klarnamen oder ähnliches, so dass im Mantel der Anonymität alles geschrieben werden kann. Cyber-Bullying ist also keine Grenze gesetzt außer der menschlichen Moral. Dies dürfte auch in Deutschland zu einem Problem führen. Die App würde problemlos großen Andrang an Schulen finden, aber genauso schnell auch wieder verbannt werden, da die sozialen Probleme unter den Jugendlichen zu groß werden würden. In den USA wurde der Zugang zur App durch Geofencing an Middle- und High School Schüler aufgrund der Gefahr des Cyber-Mobbings bereits gesperrt.

 

 

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