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Mobile World Congress 2017: wildcards Tag eins

Date Posted: 27 Februar, 2017

Wenn die Smartwatch 13 gelaufene Kilometer anzeigt, man aber keine Sneaker trägt, kann das nur eines bedeuten: Messezeit. In diesem Fall sind wir auf dem Mobile World Congress unterwegs. Nicht nur für unseren Kunden Cheetah Mobile, sondern auch, um uns selbst über die neusten Trends zu informieren.

IoT ist überall präsent

Zwar ist der altehrwürdige MWC noch immer jene Messe, auf der die Big Player ihre Smartphone- und Tablet-Flaggschiffe präsentieren, doch längst sind auch Konzerne wie Bosch in Barcelona mit beeindruckenden Ständen vertreten. Nicht etwa mit einem Bosch-Phone – nein: Das IoT ist überall präsent. Es ist die Macht im Smart-Universe. Die Kraft, die alles miteinander verbindet. So kommt es, dass auf der Messe neben dem schon auf der CES zu sehenden Bosch Concept Car, auch äußerst reale Smart Cars von SEAT (Made in Barcelona) oder Mercedes zu sehen sind. Hochinteressant, aber kommunikativ mit einem Problem behaftet: Die Berichterstattung wird nach wie vor von Smartphones und Tablets dominiert.

Das IoT hat keine Specs. Selten gibt es hochauflösende Pressefotos. Es ist ein „Zero Gravity“-Produkt. Dieses Produkt benötigt Geschichten und Analogien. Das LG G6 oder Huaweis P10 (Plus) benötigen kein Profile Pitching. Riesige Banner und die Macht der Haptik genügen. Jeder kann sie in die Hand nehmen und ausprobieren – und schließlich darüber berichten. Allerdings macht sich hier ein gewisses technologisches Plateau bemerkbar. Evolution statt Revolution: Ein noch brillanteres Display, eine noch stärkere CPU – die Sensationsmeldungen aus Barcelona fehlen.

MWC 2017: Eine der wenigen Menschentrauben. Sie alle wollen das Nokia 3310 sehen.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet ein „Handy“ (wir wählen diesen Begriff bewusst), das direkt mit Doc Browns DeLorean aus den 90er Jahren auf dem MWC gelandet zu sein scheint, Diskussionsthema Nummer eins ist: das Nokia 3310. Das Gerät scheint die Kunststoff-gewordene Konterrevolution gegen aktuelle Standards zu sein. Highlight: 22 Stunden Gesprächszeit – wo doch kaum noch jemand telefoniert.

Nokia ist wieder da

Nokia – dieser Name steht dank HMD Global auch wieder auf klassischen Smartphones. Nebenbei lässt es Nokia auf dem MWC so richtig krachen: Smartphones scheinen im Zuge des Relauch nur einen kleinen Teil des zukünftigen Geschäfts auszumachen. Von Digital Health bis hin zu Smart Home – Nokia hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert massiv in Wachstumsmärkte. Da gibt es in Barcelona Babyphones, Fitnesstracker, Hausüberwachungskameras und mit der Nokia OZO Kamera auch virtuelle Realität zu sehen. Matchball Nokia: Gelingt es HMD Global aus diesem 3310-Hype kommunikatives Kapital zu schlagen? Eine gute Gelegenheit, das wirkliche Neue an Nokia in den nächsten Wochen stärker in den Fokus zu rücken.

 

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