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Mobile World Congress 2014: Die Highlights und Trends der Messe

Date Posted: 4 März, 2014
Samsung Galaxy S5 ; Quelle: www.samsungmobilepress.com

Was die CeBIT für den IT-Bereich ist, stellt der Mobile World Congress in Barcelona für den Handy- und Tabletmarkt dar. Auch 2014 fanden sich auf der Messe wieder die großen Hersteller ein und stellten ihre neuesten Modelle der breiten Masse vor. Wir küren hier und heute unsere persönlichen Highlights der Messe ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Samsung Galaxy S5

Aus dem Begriff „Unpacked5“ im Vorfeld der Messe resultierte auf dem Mobile World Congress (MWA) die Präsentation des neuen Smartphone-Flagschiffs von Samsung. Während mit dem neuen iPhone erst in ein paar Monaten zu rechnen ist, läutet der südkoreanische Konzern bereits in knapp einem Monat die nächste Smartphone-Generation ein. Optisch basiert das S5 auf dem Phablet Galaxy Note 3. Hier wurde der Rahmen im Chrom-Look entliehen. Ähnlich der Rückseite des Note 3 erhält nun auch das Galaxy S5 eine an Leder erinnernde Schale am Geräterücken. Statt wie üblich in schwarz und weiß, ist das S5 zum Release auch in blau und gold/bronze erhältlich.

Durch die IP67-Zertifizierung ist das Handy zudem auch wasserfester als frühere Modelle und vor Staub geschützt. Das Display wuchs im Vergleich zum Vorgänger von 5 Zoll auf 5,1 Zoll und löst wie gewohnt in Full HD auf. Dank einem Ultra-Power-Saving-Mode, der den Screen auf schwarz-weiß umstellt und auch die Widgets auf ein Minimum reduziert, sollen aus dem, mit 2800 mAh leicht stärkeren, Akku rund zwanzig Prozent mehr Laufleistung geschöpft werden. „Unter der Haube“ hat das S5 nach aktuellem Stand eine Quadcore CPU mit 2,5 GHZ und 2GB Arbeitsspeicher und soll mit wahlweise 8, 16 und 32 GB internem Speicher ausgestattet sein. Wie in den Vorgängermodellen kann der Speicher auch im S5 wieder über eine MicroSD-Karte erweitert werden. Neu sind die verbauten Sensoren. Über einen Herzfrequenzsensor unterhalb der Kamera ist das S5 dazu imstande, die Herzfrequenz des Nutzers zu ermitteln und diese Daten in den Fitness-Tracker S Health 3.0 einzuspeisen. Wie das iPhone 5S verfügt auch das Galaxy S5 nun über einen Fingerabdruck-Sensor im Home-Button. Die Kamera des Geräts löst je nach Format mit 12 bzw. 16 Megapixeln auf und dreht Videos in Ultra-HD-Auflösung.

Auch das Betriebssystem wurde in der aktuellen Version namens 4.2.2 überarbeitet und lehnt sich ein wenig an das farbenfrohe Design des iOS 7 von Apple an. Sowohl die Informations- als auch die Statusanzeige bekamen einen neuen Anstrich und sehen nun weitaus ansprechender aus. Einzige Umstellung für Galaxy-User: Die Sensortaste links neben dem Home-Button zeigt nun nicht mehr die Optionen, sondern ruft das Multitasking-Menü auf.

Neue 32- und 64-Bit-Prozessoren

Auch Qualcomm war auf dem MWC vertreten. Während mit dem Snapdragon 801 und 805 die neue Palette an 32-Bit-Prozessoren vorgestellt wurde, waren auch erstmals die 64-Bit-Prozessoren 615 und 610 zu bestaunen. Die neuen 32-Bit-Varianten sollen mit 2,5 GHZ (801) bzw. 2,7 GHZ (805) getaktet sein. Während das Modell 801 im Sony Xperia Z2 und im Samsung Galaxy S5 zum Einsatz kommen soll, ist noch nicht bekannt, in welchem Smart-Device der 805-Prozessor verbaut sein wird. Der Anwendungsbereich der 64-Bit-Versionen wird sich zum Release im Herbst des aktuellen Jahres herausstellen. Dank den acht verbauten Cortex A53 Kernen bildet der Snapdragon 615 bislang die Speerspitze der 64-Bit-Prozessoren von Qualcomm. Das kleinere Modell 610 verfügt über lediglich vier Kerne, verwendet jedoch mit einem Adreno 405 den gleichen Grafikprozessor wie das Topmodell.

Generationenwechsel am Handgelenk

Auch abseits des Handysektors lieferte Samsung einen starken Auftritt ab. Nicht nur, dass der Hersteller die zweite Generation seiner Smartwatch Galaxy Gear präsentierte, so ist das Wearable zusätzlich in drei Varianten unterteilt. Zugpferd der Modellpalette ist das Samsung Galaxy Gear 2. Die augenscheinlichste Änderung im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Betriebssystem. Anstelle von Android kommt Tizen zum Einsatz. Neben einer integrierten Kamera mit einer Auflösung von 2 Megapixel verfügt das Galaxy Gear 2 auch ein 1,63 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Das Herz der Smartwatch bildet ein 1 GHZ Dual-Core-Prozessor in Kombination mit 512 MB Arbeitsspeicher. Für Bilder, Videos und Musik stehen 4 GB interner Speicher zur Verfügung. Die Batterie leistet 300 mAh. Das Einstiegsmodell der Smartwatch, das Samsung Galaxy Gear 2 Neo teilt sich die technische Basis mit dem Premium-Modell, muss dafür jedoch auf die integrierte Kamera verzichten. Das Gehäuse der Uhr ist in beiden Varianten, anders als noch bei der ersten Galaxy Gear, nicht mehr fest mit dem Armband verbunden. So können Kunden den Look ihrer Uhr individuell zusammenstellen.

Das dritte Modell der Galaxy Gear Produktfamilie ist das Samsung Galaxy Gear Fit. Anders als Gear 2 und Gear 2 Neo hat das Gear Fit keinen quadratischen Bildschirm. Dank eines konvex gebogenen Super-AMOLED-Displays passt sich das Wearable an das Handgelenk des Nutzers an. Wie es der Name schon verrät, zielt die Daten-Uhr auf den Fitness-Sektor ab und bietet einen Herzfrequenz-, Lage- sowie Beschleunigungssensor. Dabei können je nach sportlicher Betätigung unterschiedliche Settings eingestellt und per Bluetooth 4.0 mit Samsung Smartphones verbunden werden. Obgleich der Fokus zwar auf die sportliche Betätigung ausgerichtet ist, zeigt die Fitness-Uhr auch Informationen wie Nachrichten, Mails und Anrufe an.

Der Mobile World Congress 2014 sorgte für viele spannende Neuheiten. Vor allem Samsung stach mit seiner neuen Smartwatch-Generation hervor. Es bleibt festzuhalten, dass Samsung sein Top-Smartphone mittlerweile lieber behutsam weiterentwickelt anstatt das Segment zu revolutionieren. Die Zukunft der Smartphone-Entwicklung ist dank Qualcomms neuen Prozessoren auch technisch bestens abgesichert. Wir sind gespannt, in welchen Geräten die neue Rechenpower genutzt wird und wie Apples Antwort auf Samsungs Produktoffensive ausfällt.

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