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Mobile World Congress 2013: Damals war es Google, heute ist es Huawei

Date Posted: 26 Februar, 2013

Mobile World Congress 2013. Die ersten Tage des Mobile World Congress in Barcelona sind vorbei. Die Großen haben bereits ein wenig mit ihren Muskeln gespielt. Samsung, Asus und Co. haben Smartphones und Tablets präsentiert, Überraschungen und große technische Neuerungen waren allerdings nicht Teil dieser Geräte. Ein weiterer ganz Großer wird dieses Jahr in Barcelona vermisst: Google. Inzwischen sind es aber auch Andere, die das Interesse auf sich ziehen, wie es die die Kalifornier in den letzten Jahren taten.

Der Erfolg gibt Recht

Exklusiv gebrandete Smartphones und Tablets, ein hoch gelobtes Betriebssystem und ein ernsthafter Konkurrent –  so hat sich Google in den vergangenen Jahren auf dem Mobile World Congress präsentiert. Vom Suchmaschinen-Anbieter zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Ein Werdegang, den nicht viele Unternehmen aufweisen können. Mittlerweile hat Google die Besucher und Aufmerksamkeit, auf der mit rund 1500 Ausstellern und knapp 70.000 Besuchern größten Messe für Mobilfunk in Europa wohl nicht mehr nötig. Gewagt, aber der Erfolg gibt Google Recht. Vor etwa einer Woche erregte das Unternehmen durch eine aktuellere Präsentation des „Project Glass“ großes Interesse. Das zeigt, dass es Google nicht nötig hat, Neuigkeiten auf einer Messe zu präsentieren, denn die öffentliche Aufmerksamkeit  ist auch so riesig.

Mit dem neuen „Ascend P2“ greift Huawei die Smartphone-Elite an.
Bild: Huawei

Das schafft Platz für Neues, denn die Konkurrenz schläft nie. Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei greift mit dem neuen „Ascend P2“ die Smartphone-Elite an. Das Gerät soll das schnellste auf dem Markt erhältliche Telefon sein und bietet unter anderem einem Quad-Core-Prozessor und eine 13 Megapixel Kamera. Zudem bietet Huawei in Zukunft neue Smartphones auf Windows 8-und einige Modelle auf Android-Basis. Im Laufe des Sommers soll das Handy auf dem europäischen Markt erhältlich sein.

Back to the roots

Während alle anderen auf technischen Fortschritt setzen, geht das finnische Unternehmen Nokia einen ganz anderen Weg. Zwar zeigt das Unternehmen einige neue Smartphones, die für mich interessanteste Ankündigung sind allerdings die Modelle Nokia 105 und Nokia 301. Das Besondere an diesen Telefonen: Sie beschränken sich auf Basisfunktionen, wie Telefonieren und SMS schreiben. Vor allem bieten sie eine gewaltige Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden Gesprächs- und 936 Stunden Stand-by-Zeit. Einfache Handys, die nicht nur für meinen Sohn oder meine Eltern interessant sein könnten. Während das Nokia 105 ausschließlich Basisfunktionen bietet, kann man mit dem 301 auch Fotos schießen, per WhatsApp kommunizieren und Musik hören. 15 Euro muss der Kunde für das vertragsfreie Nokia 105 auf den Tisch legen, das 301 im Vergleich dazu mit 66 Euro die Luxusausstattung. Ein Fest für Schnäppchenjäger.

Durch die Abstinenz Googles haben in diesem Jahr die Kleineren die Möglichkeit, sich etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken. Bisher vermisst man allerdings die großen Highlights. Die rechtlichen Tage der Messe werden Aufschluss darüber geben, wer sich auf dem Mobile World Congress 2013 besonders gut präsentieren konnte.

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