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Mobile Gaming als Zukunftsmarkt: Spielend unterwegs

Date Posted: 3 April, 2013

Der Gaming-Markt vollzieht in den letzten Jahren eine interessante Wendung. Viele Spieler beschränken sich heutzutage nicht mehr nur auf das Spielen auf der Konsole oder dem heimischen Computer, sondern erweitern ihre Leidenschaft auf Mobile Gaming. Game Boy oder PlayStation Portable – das war gestern. Heute spielen wir unterwegs auf dem Smartphone und dem Tablet. Das „Phablet“ hingegen ist raus.

An Software mangelt es nicht: Das Spiele- und App-Angebot für die mobilen Endgeräte ist riesig. Eine aktuelle BITKOM-Studie belegt diese Entwicklung. In Zusammenarbeit mit der Forsa entstand eine Umfrage mit  mehr als 1000 Teilnehmern. Das Ergebnis: Mobile Gaming wächst ständig.

Darauf wird heute gespielt: Apples iPad wird dem Game Boy oftmals schon vorgezogen.
Bild: Apple

Egal ob in der Bahn, auf der Straße oder im Wartezimmer – mindestens eine Person sitzt mit gezücktem Smartphone auf dem Stuhl und daddelt etwas. Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland besitzen mittlerweile ein Smartphone. Klar, dass sich diese Statistik auch auf das Spielverhalten der Kunden niederschlägt. Fast ein Drittel der Gamer spielen regelmäßig auf ihrem Alleskönner. Damit ist das Mobiltelefon inzwischen auf Platz drei der beliebtesten Spieleplattform angekommen. Wieso? Mobile Games sind immer und überall verfügbar. Durch die Tragbarkeit und die Einsteigerfreundlichkeit der Spiele erreichen diese Titel problemlos breite Masse.

Schon längst sind es nicht mehr nur kleine Entwicklerstudios und Privatpersonen, die Spiele für das Smartphone entwickeln. Branchengrößen wie Electronic Arts und Ubisoft publizieren ihre großen Titel auch für unterwegs. Wie groß die Bedeutung des Mobile Gamings dabei ist, zeigt ein Zitat von Nick Earl von Electronic Arts: „2012 war sowohl für EA als auch für die gesamte Industrie geprägt von unglaublichem Wachstum im Bereich Mobile Gaming. Wir erwarten, dass auch dieses Jahr Mobile-Gaming die am schnellsten wachsende Plattform für interaktive Spiele sein wird.“

Aufgrund der technischen Entwicklungen sind Smartphones heutzutage in der Lage, komplexe 3D- Landschaften anzuzeigen und dadurch sogar Handheld-Systemen wie der PSP Konkurrenz zu machen. Kein Wunder also, dass es klassische Handhelds in der jüngeren Vergangenheit schwer auf dem Gaming-Markt haben. Eine Allzweckwaffe wie das Smartphone ist eben doch praktischer und einsteigerfreundlicher als eine tragbare Spielkonsole – und die „installierte Hardwarebasis“ ist enorm. Nur noch jeder zehnte Spieler zockt mit PSP und Co.

Mobile Games
Als die PSP 2005 auf den Markt kam, verkaufte sie sich bestens. Danach brach der Absatz ein.
Bild: Sony

Angry Birds und andere Gelegenheitsspiele haben sicherlich einen enorm großen Anteil an der Entwicklung. Auch Nicht-Gaming-affine können durch die Simplizität solcher Spiele für einige Zeit vor das Display gefesselt werden. „Immer mehr Menschen, die bisher keine Computerspiele gespielt haben, installieren sich auf ihren Smartphones und Tablet-Computern Spiele-Apps. Mobilgeräte erreichen dadurch ganz neue Spielergruppen“, erklärt Tobias Arns von der BITKOM.

Ergo: Als beratende Agentur müssen wir jedem Hersteller von (Unterhaltungs)Software dazu raten, entweder zusätzliche eine mobile Fassung des Produktes mit einzuplanen oder zumindest eine Möglichkeit zu bieten, das Produkt mobil wahrzunehmen. Beispielsweise als Companion-App.

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