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iPhone: die 6. Generation

Date Posted: 10 September, 2014
© Apple Inc.
© Apple Inc.

Am 09.09.2014 war es so weit: Apple stellte im kalifornischen Cupertino das iPhone 6 in zwei Ausführungen sowie die Apple Watch vor. Nachdem die Gerüchteküche bereits seit Monaten brodelte, wurde nun für Fakten gesorgt und der gesamten Konkurrenz, die in den letzten Tagen im Rahmen der IFA neue Modelle vorstellte, der Kampf auf dem Mobilgerätemarkt angesagt.

Das iPhone wird groß

Seit jeher unterschieden sich die Konkurrenzprodukte anderer Hersteller vor allem durch die Größe der Bildschirme. Allen voran Samsung und Google, die mit ihrer Galaxy-, beziehungsweise Nexus-Reihe bereits in den letzten Jahren über fünf Zoll große Bildschirme verbauten. Nun wird es auch aus dem Hause Apple ein 5,5 Zoll großes Exemplar geben: das iPhone 6 Plus, das damit eine Full-HD-Auflösung erreicht. Doch auch das normale iPhone ist gewachsen. Mit 4,7 Zoll ist es zum einen deutlich kleiner als moderne Phablets, aber dennoch um einiges größer als sein Vorgänger. Die größte Neuvorstellung neben der Hardware war allerdings Apple Pay. Diese mobile Zahlungsart soll EC- und Kreditkarten ersetzen. Nach dem Einscannen der Kreditkarte kann das iPhone einfach vor ein spezielles Kassenterminal gehalten werden. Die Zahlung funktioniert dann über den Nahfunkstandard NFC. Ein spezieller Chip namens „Secure Element“ legt alle sensiblen Daten verschlüsselt ab.

Mit der Apple Watch präsentierte das Unternehmen nicht nur seine lang erwartete Computeruhr, sondern gleichzeitig auch ein Mode-Statement. Dazu wird es drei verschiedene Ausführungen geben: eine normale Apple Watch mit Edelstahl-Gehäuse, die sportliche Watch Sport mit leichtem Aluminium-Gehäuse und die Apple Watch Edition, die ein edles Gehäuse aus 18-karätigem Gold besitzt. Für jede der Ausführungen gibt es abwechslungsreiche Armband-Variationen – Apple wird auch in Zukunft verstärkt auf das Zusammenspiel von Technik und Design achten. Bemerkenswert: Während der Keynote wurde auch die BMW i App vorgestellt – damit finden Nutzer ihr Auto schneller und wissen immer, ob es vollständig geladen ist. Während die Smartphones bereits ab 19. September erhältlich sein werden, ist für die Apple Watch nur ein ungefährer Erscheinungstermin Anfang 2015 bekanntgegeben worden.

Was macht die Konkurrenz?

Heute begann der letzte Tag der IFA – auch da wurden in den vergangenen Tagen viele Smartphone-Neuheiten vorgestellt. Erst gestern kündigte Smartphone-Neuling Amazon an, dass das Fire Phone nun auch in Deutschland vorbestellbar sei. Nach dem Vorbesteller-Erfolg von Fire TV ein kluger Schachzug, um sich kurz vor der iPhone-Ankündigung noch einmal ins Gespräch zu bringen. Apples größter Konkurrent Samsung stellte auf der IFA gleich zwei neue High-End-Geräte vor: Das Galaxy Note 4, dass mit einer Displaygröße von 5,7 Zoll und einer QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel messerscharfe Bilder liefert. Etwas innovativer wurde es beim Galaxy Note Edge: Technisch identisch mit dem Note 4, bietet das Edge ein gebogenes Display, so dass der Bildschirm auf einer Seite erweitert wird. Dieser zusätzliche Platz wird als feste Anzeige genutzt – etwa für Icons von Apps, Benachrichtigungen oder Wetter-Widgets.

Nach dem Erwerb durch Microsoft ist auch Nokia mit neuen Smartphone-Modellen auf der IFA vertreten. Mit der neuen Nokia-Lumia-Serie will Microsoft technisch starke Smartphones zu erschwinglichen Preisen im Marktsegment platzieren und vor allem Windows 8 als mobiles Betriebssystem etablieren. Das 5 Zoll große Lumia 830 ist das Vorzeige-Modell der Serie, das vor allem mit Bildstabilisator, Carl Zeiss Optik und 10 Megapixel-Sensor bei Freizeit-Fotografen punkten will. Mit einer speziellen Ladeschale lässt es sich sogar kabellos aufladen.

Einen solchen Technik-Hype, wie Apple ihn gestern Abend wieder initiiert hat, entfacht allerdings keine der Konkurrenzfirmen. Als Apple-CEO Tim Cook die Enthüllung der Apple Watch mit den von Steve Jobs geprägten Worten „One more thing“ einleitete, waren Teilnehmer und Fans des Unternehmens außer sich vor Freude. Vor Ort gab es Standing Ovations – digital gab es diese via Twitter, Facebook, Live-Streams oder Liveticker. Alle Neuigkeiten wurden innerhalb von Sekundenbruchteilen bewertet und mit der digitalen Welt geteilt. Gerade nach den verhaltenen Reaktionen auf die letztjährigen Modelle scheint Apple wieder an der Spitze der Smartphones angekommen zu sein. Mit der AppleWatch präsentierte das Unternehmen zudem ein langerwartetes neues Produkt zum rechten Zeitpunkt, um die Welle der Wearables für sich nutzen zu können.

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