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Internet of Things – wenn alles plötzlich smart wird

Date Posted: 19 August, 2015

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) findet in letzter Zeit immer häufiger Verwendung in vielen Berichten oder Neuankündigungen von Produkten. Doch worum es dabei genau geht, ist oftmals nicht klar. In unserem heutigen Artikel liefern wir die Erklärung.

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Unsichtbares Internet

Experten sind sich einig: Das Internet, wie wir es heutzutage kennen, wird es nicht mehr lange geben. Die ersten Veränderungen und Erweiterungen der Internetnutzung sind bereits erkennbar. Das Internet, ursprünglich an große Heimcomputer gebunden, ist abwechslungsreicher geworden, vielfältiger in vielen kleinen Gadgets und anderen „Dingen“ zu finden. Neben den offensichtlichen Wearables, die uns Fitness- oder Schlaftipps geben, gibt es schon die schlauen Rasenmäher, denen man Routen vorgeben kann oder smarte Kühlschränke, die Bescheid geben, wenn die Haltbarkeitsdaten überschritten werden. Gerade diese zunehmende Unsichtbarkeit, sowie die thematischen Überschneidungen mit Begriffen wie „SmartHome“, erschweren eine Erklärung des Phänomens.

© Bosch
© Bosch

Das Smartphone als zentrales Bedienelement für das Internet der Dinge

Doch im eigenen Haus ist noch lange nicht Schluss, wenn es um die Möglichkeiten des Internets der Dinge geht. Eines jedoch haben alle Ideen bisher gemein: Die einzelnen Gadgets, die das Internet der Dinge ausmachen, werden über das Smartphone bedient. Anki Overdrive, ein Spielzeug, das Videospiel- und klassische Rennbahn-Elemente miteinander verbindet, nutzt das Smartphone als Steuergerät und Zentrale, um den Fortschritt des Spielers zu vergegenwärtigen. In Zukunft allerdings wird das Smartphone nur noch eines von vielen möglichen Steuerelementen sein. Gerade mit dem Aufschwung von Smartwatches steht schon der nächste Anwärter in den Startlöchern.

© Anki
© Anki

Unbegrenzte Möglichkeiten für das Internet der Dinge

Doch das Internet der Dinge wäre nicht ein so zentrales Thema, wenn seine Anwendungsbereiche nicht in alle Aspekte des Lebens eingreifen könnten. Neben Consumer Electronics sind vor allem Industrieabläufe Themen, die viele Unternehmen bewegen. Smart Devices können Produktionsabläufe optimieren. Autonomer Straßenverkehr? Nicht erst seit Googles selbstfahrendem Auto ein heißes Thema.

Gefahren und Stolpersteine

Dadurch, dass sich die ganze Entwicklung noch am Anfang befindet, gibt es einige Gebiete, in denen sich die neuartige Technologie noch nicht komplett eingefunden hat. Zum einen ist die Möglichkeit, Geräte untereinander problemlos kommunizieren zu lassen, Datenschützern oft ein Dorn im Auge. Deswegen wurde zum Beispiel auch über Google Glass nach der Prägung des Begriffes „Glassholes“ rasch der Mantel des Schweigens gelegt. Daneben setzen viele Hersteller noch sehr stark auf eigene Plattformen und Software-Lösungen – Gadgets von unterschiedlichen Herstellern können so oftmals gar nicht miteinander kommunizieren. Die Bewegung ist noch ein paar Jahre von einem markenübergreifendem Standard entfernt, denn ohne einen solchen kann das Konzept nur in kleinen Teilbereichen aufgehen.

© Google
© Google

Internet der Dinge: Ein Ausblick

In der idealen Zukunft erleichtert uns das Internet der Dinge vieles, macht unser Leben und unsere Umwelt sicherer und effizienter. Durch smarte Stromversorgungen zum Beispiel könnten Rohstoffe schonender genutzt werden und auf lange Sicht Kosten bei steigender Effizienz gesenkt werden. Dafür muss allerdings jetzt investiert werden: In die Weiterentwicklung bereits bekannter Technologien. Aber auch in passende Sicherheitssysteme muss investiert werden. Durch grenzenlose Kommunizieren der verschiedenen Geräte untereinander, ist das Potenzial hoch, dass unter den ausgetauschten Daten auch sensible Informationen sind. Das wohl einfachste Beispiel hierbei: Fitness-Tracker, die Informationen zu Gewicht und sportlicher Aktivität aufzeichnen und so Schlüsse über den körperlichen Zustand des Nutzers preisgeben – keine Informationen, die bereitwillig freigegeben werden oder leicht zu entschlüsseln sein sollten.

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