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International Games Week Berlin

Date Posted: 24 April, 2015

Zurzeit findet die International Games Week in Berlin statt. Sie wird in Kooperation mit dem Deutschen Computerspielpreis (DCP) ausgerichtet und umfasst zahlreiche Einzelveranstaltungen für Industrievertreter und Privatbesucher. Darunter finden sich u.a. die Entwicklerkonferenz Quo Vadis, das Indie-Game-Festival A MAZE. und erstmalig die Womenize!, einen Aktions- und Recruitingtag für Frauen aus der Branche.

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Deutscher Computerspielpreis – Großer Erfolg für Entwicklerstudio Deck 13

Am ersten Tag der vom 21. bis zum 26.April stattfindenden International Games Week wurde der Deutsche Computerspielpreis verliehen. Hier konnte sich der Frankfurter Entwickler Deck 13 gleich doppelt freuen. Für sein Rollenspiel erhielt das Unternehmen die Auszeichnungen für die „Beste Inszenierung“ und das „Beste Deutsche Spiel“. Durch die Neuausrichtung des Deutschen Computerspielpreises können auch Spiele ausgezeichnet werden, die nicht als kulturell oder pädagogisch wertvoll eingestuft werden. Ohne diese Anpassung hätte es Deck 13 mit „Lords of the Fallen“ vermutlich schwer gehabt. Einen Fauxpas erlaubte sich in diesem Zusammenhang tagesschau.de. Auf deren Seite wurde „Lords of the Fallen“ als „Killerspiel“ bezeichnet, der Titel des Beitrags lautete „Kulturgut, in dem geballert wird“. Die fragliche Überschrift wurde inzwischen geändert. Die Auszeichnung als Bestes Internationales Spiel erhielt „This War of Mine“ der polnischen Entwickler 11Bit Studio. Durch den Abend führte kurioserweise die Tagesschau- und Fernsehmoderatorin Judith Rakers. Als Laudatoren traten u.a. die Schauspieler Jasmin Tabatabai und Oliver Kalkofe sowie der bekannte YouTuber PietSmiet auf.

Indie-Panel auf Quo Vadis: Social Media zu zeitaufwändig

Zu Beginn der International Games Week fand die Entwicklerkonferenz Quo Vadis im Kino International und im Café Moskau statt. Das Eröffnungspanel befasste sich mit den Problemen kleiner Entwicklerstudios, Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken zu generieren. Vertreter verschiedener Entwickler gaben an, dass ihre Facebook-Seiten in der Regel weniger als 1000 Follower aufweisen würden. Das sei nicht genug um positive Auswirkungen auf die Verkäufe zu haben. Viele Studios bestünden aus nur wenigen Personen, von denen jeder eine vitale Aufgabe im Team übernehme. Das zeitaufwändige Befassen mit Social Media-Kanälen binde wichtige Ressourcen, die für die Entwicklung benötigt würden. Andere Sprecher betonten, die Kommunikation mit den Nutzern sei wichtig, wenn auch nicht verkaufsfördernd. Den meisten kleinen Studios fehlten schlicht Geld und Zeit zur intensiven Auseinandersetzung mit Social Media.

© Quo Vadis

Virtual Reality auf der International Games Week

Auch die Entwicklerlegende Don Daglow sprach auf der Quo Vadis. Er zeigte Vergleichsbilder jüngerer Computerspiele an denen er verdeutlichte, dass die Spielegrafik sich heute deutlich langsamer verbessere als noch vor einigen Jahren. Software- und Hardware-Hersteller müssten lernen, andere Reize zu setzen und breiter zu denken. Auch Augmented und Virtual Reality gegenüber ist Daglow skeptisch. Er vermutet, dass Geräte wie die Oculus Rift nur ein Nischendasein fristen werden. Die Virtual Reality-Brillen waren ebenfalls Thema auf der vom 22. bis 25. April stattfindenden A MAZE. Das Festival, das Teil der International Games Week ist, stellt Independent Games in den Mittelpunkt. Das Festival umfasst Workshops für Entwickler und den A MAZE.-Wettbewerb. Auch hier traten mehrere Teilnehmer mit Spielen für die Virtual Reality-Brillen an.

© A MAZE.

Neu auf der International Games Week: Womenize! und Apps World

Die im Rahmen der International Games Week veranstaltete Womenize! gibt Mädchen und Frauen die Gelegenheit, Einblicke in die Bereiche Medien, digitale Wirtschaft und IT zu erhalten. Unternehmerinnen und Unternehmer können hier in direkten Austausch treten. Ebenfalls erstmalig abgehalten wurde die Apps World Germany, eine Konferenz für App-Entwickler. Hier sprachen populäre Game-Designer wie Peter Molyneux und Ian Livingstone. Letzterer widmet sich nach einer langen Karriere in der Pen & Paper- und Computerspieleentwicklung dem Mobile-Bereich. Er sprach zur Geschichte der Games-Branche und die Potenziale, die die Entwicklung in Richtung Mobile birgt. Wie in jedem Jahr bietet die International Games Week Berlin ein vielseitiges Programm für Fach- und Privatbesucher. Neben den genannten finden noch viele weitere Veranstaltungen statt. Interessierten Besucher haben noch bis zum 26. April die Möglichkeit, die International Games Week zu besuchen.

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