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Influencer und Entscheider im Interview – Teil 36: Lena Frank/lenasberlin

Date Posted: 25 Mai, 2016

Eine weitere Ausgabe unserer Reihe Influencer und Entscheider im Interview ist online. Seit Anfang 2014 stel­len wir Influencern und Unter­neh­mens­spre­chern Fra­gen rund um das Thema Influencer Rela­ti­ons. Heute sprachen wir mit Lena Frank, Instagrammerin bei @lenasberlin.

1. Wirst du regelmäßig von Unternehmen angesprochen?

Ja, ich erhalte relativ regelmäßig Anfragen von Unternehmen, die mir eine Kooperation anbieten.

2. Kannst du uns von einer persönlichen Erfahrung erzählen, die du bei der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen gemacht hast?

Eine tolle Zusammenarbeit war die mit Pickmotion, einer Firma, die Instagram-Motive auf Postkarten druckt und diese dann verkauft. Es war ein ziemlich großartiges Gefühl, eins meiner Motive zufällig in einem Postkartenständer in Berlin zu entdecken.

3. Was ist der größte Fehler, den Marken im Dialog mit Instagrammern begehen können?

Der größte Fehler ist meiner Ansicht nach, wenn Marken dem Influencer zu strikte Vorgaben machen. Der Influencer muss selbst entscheiden dürfen, wie er die Kampagne visuell umsetzt. Nur so wird das Bildmaterial in seinen Stream passen. Wenn sich der Influencer beim Posten der Bilder unwohl fühlt und nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist, da er zu strenge Vorgaben vonseiten des Auftraggebers erfüllen muss, wird die Kampagne auch bei den Followern nicht gut ankommen.

4. Was können Marken tun, um die Zusammenarbeit mit Instagrammern weiter zu stärken?

Wenn eine regelmäßige Zusammenarbeit besteht, ist es immer empfehlenswert, den Influencer nach einer Weile auch persönlich kennen zu lernen. Wenn man ein Gesicht hinter dem Namen in den Emails kennt, macht das die Zusammenarbeit immer schöner. Außerdem ist es wichtig, auch nach einer Kampagne in Kontakt zu bleiben und nach Abschluss eines Projekts nachzufragen, wie der Influencer den Ablauf empfunden hat.

Lena Frank Profilfoto

5. Worauf sollte eine Marke besonders achten, wenn eine Kooperation gestartet werden soll?

Da der erste Kontakt meist über Email stattfindet, ist es wichtig, alle für die Kampagne wichtigen Informationen ausführlich darzustellen. Außerdem sollte der Influencer die Chance haben, telefonisch weitere Fragen zu klären. Generell ist es mir persönlich immer sehr wichtig, in freundschaftlichem Dialog mit dem Ansprechpartner zu stehen, das macht die Zusammenarbeit sehr viel angenehmer.

6. Der größte Segen der Einbindung von Instagramern in die Markenkommunikation ist meiner Meinung nach…

…dass die Marke einerseits Content erhält, der authentisch und reichweitenstark ist. Auf der anderen Seite hat ein Influencer die Chance, mit etwas, das ihm oder ihr Spaß macht, Geld zu verdienen.

7. Der größte Fluch der Einbindung von Instagramern in die Markenkommunikation ist meiner Meinung nach…

… dass bei manchen Influencern die Authentizität verloren geht, weil sie zu viele Aufträge annehmen und sich zu sehr von den Vorstellungen ihrer Kooperationspartner leiten lassen.

8. Was hältst du für die größte Errungenschaft der Instagram Community? Was hat Instagram in Deinen Augen erreicht?

Instagram hat eine unfassbar große Community entstehen lassen. Menschen auf der ganzen Welt schauen sich die Bilder anderer an, besuchen sich gegenseitig in neuen Städten und erkunden gemeinsam. Dass eine App so etwas schaffen kann, hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich kann mir einen Städtetrip ohne Instagram inzwischen kaum noch vorstellen.

9. Wo siehst du Instagrammer in Bezug auf Reichweite und Einfluss in 1-3 Jahren in Deutschland?

Ich denke, dass Content Marketing immer wichtiger werden wird, da es so nah am Nutzer ist. Daher bin ich mir sicher, dass auch deutsche Instagrammer in Zukunft noch größere und spannendere Aufträge zu erwarten haben. Allerdings kann man bei einer solchen App die Entwicklung nie vorhersagen. Vielleicht existiert Instagram auch in zwei Jahren nicht mehr, und alle nutzen nur noch Snapchat. Das bleibt abzuwarten.

Vielen Dank, Lena!

Vor­schläge für Gast­au­to­ren neh­men wir gerne ent­ge­gen, unter welcome@wildcard-communications.de

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