News & views

IFA 2014: Ein Zwischenfazit

Date Posted: 8 September, 2014

 

© SAMSUNG
© SAMSUNG

Seit Freitag werden in Berlin auf der IFA 2014 wieder die neuesten Trends aus Consumer und Home Electronics vor- und ausgestellt. Auch in diesem Jahr haben die verschiedenen Hersteller wieder beeindruckende Technologien und Neuheiten im Gepäck. Per App steuerbare Waschmaschinen oder Fernseher mit Bildschirmdiagonalen jenseits von Gut und Böse dominieren das Geschehen. Doch auch Themen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in diesen Tagen in Berlin aktuell.

Wie lange hält der?

Wieso kaufen Menschen so oft neue elektronische Geräte? Zum einen ist es natürlich das Verlangen auf dem neuesten Stand zu sein und den neuesten Trend mitmachen zu können, doch mit neuen Geräten werden auch die Versprechen auf längere Haltbar- und Nachhaltigkeit neu verpackt. Speziell Energieeffizienz ist für fast ein Viertel der Konsumenten der wichtigste Punkt beim Kauf eines neuen Gerätes. Aussehen und Funktionen treten besonders bei der „weißen Ware“, also den Haushaltsgeräten, in den Hintergrund, wenn Stromverbrauch und lange Haltbarkeit vielversprechend sind. Dunstabzugshauben werden so immer mehr zu leisen Energiesparern, Kühlschränke bekommen erstklassige Dämmstoffe und kommen immer mehr ohne schädliche Chemikalien aus. Nur wenn die Rechnung am Ende aufgeht und der Verbraucher durch Energieeffizienz und geringe Reparaturkosten auf lange Sicht Geld einsparen kann, lohnt sich die Anschaffung neuer, teurer Geräte.

TV krumm

Curved UHD TVs waren im letzten Jahr die neueste Entwicklung im Fernseh-Segment. Auf der diesjährigen Messe hat fast jeder Hersteller einen gebogenen Fernseher im Aufgebot. Der chinesische Hersteller Hisense stellte zudem sogenannte ULED-TVs vor – eine LCD-Bildschirmtechnik, die qualitativ auf einer Stufe mit OLED-TVs stehen soll, aber preislich attraktiver ist. Knallige Farben, tiefes Schwarz und bestmögliche Kontraste sollen damit in Zukunft auch günstiger zu haben sein. Obwohl es noch immer keine wirklichen Inhalte für 4K-Auflösungen gibt, präsentierte Changhong bereits einen Prototypen mit 5K-Auflösungen neben den herkömmlichen Curved-TVs. Doch obwohl jeder Hersteller mittlerweile 4K-Fernseher anbietet, finden die Geräte bisher noch kaum Erfolg bei den Verbrauchern. Es gibt zum einem schlicht und einfach keine Inhalte: Weder BluRays, die diese hohe Auflösung unterstützen, noch Streaming-Portale, die passende Inhalte anbieten. Zum anderen sind die Preise der Geräte zu hoch – speziell im Hinblick darauf, dass das beworbene Hauptmerkmal (noch) nicht genutzt werden kann.

Streaming von TV-Inhalten ist auch in diesem Jahr wieder ein Thema auf der Messe. Auf der IFA kündigte Amazon an, dass in Deutschland die Vorbestellungsphase von Amazon Fire TV begonnen hat. Schon am ersten Tag wurde die Streaming-Box so oft vorbestellt, dass die Auslieferung auf Januar 2015 verschoben werden musste. Neben dem Streaming von Amazon-Inhalten kann das Gerät aber auch für die Nutzung von Netflix und Co. verwendet werden. In Deutschland wird es auch Apps für Dienste wie Maxdome oder die Mediatheken von ZDF und ARD geben. Ebenfalls ein Novum: Mit einem passenden Controller können auch diverse Spiele (für wenige Euro) aus dem Amazon App Store auf dem Fernseher gespielt werden.

Schlaue Waschmaschinen

Ein weiteres zentrales Thema: Smart Home. So wurden Waschmaschinen vorgestellt, die erkennen, wenn unpassende Kleidungsstücke in der Wäschetrommel sind und den Nutzer vor dem Waschgang warnen. Die Maschinen passen außerdem den Wasserverbrauch und die Menge des Waschmittels an den Verschmutzungsgrad der Wäsche an. In der Küche ist es die Abzugshaube, die sich der Intensität des Kochguts anpasst. Der Backofen warnt davor, wenn das Essen zu verkohlen droht. Samsung hat einen Herd vorgestellt, der aus dem Internet Rezepte runterlädt. Der koreanische Hersteller profitiert vor allem davon, dass er jeweils CE- und Home Electronics im Portfolio hat und somit eine Vernetzung aller Haushaltsgeräte mit Tablets und Smartphones einfacher umsetzen kann.

Die IFA hat in den ersten Tagen bereits viele Neuheiten vorgestellt und wieder einen Eindruck dessen hinterlassen, was sich die Hersteller für die Zukunft vorstellen und wie die Wohnungen in der Zukunft aussehen können. In einer idealen Zukunft kommunizieren also alle Geräte im Haushalt miteinander. Gerade was Home Electronics angeht, bekommen die vorgestellten Geräte immer sinnvollere Eigenschaften und Nutzungsfelder. Doch noch ist die IFA 2014 nicht vorbei und wir sind gespannt, welche Überraschungen in den nächsten Tagen noch auf uns warten.

Share this
arrow_upward