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Happy Birthday Facebook – Das Social Network wird 10 Jahre alt!

Date Posted: 4 Februar, 2014
Bild: Facebook

Im Jahre 2004 entwickelte Mark Zuckerberg ein Internetportal, welches damals noch unter dem Namen „The Facebook“ im Internet zu finden war. 2014 feiert das soziale Netzwerk zehnjähriges Jubiläum. Die wildcard-Redaktion resümiert.

Jens Quentin: Am Anfang war das Foto-Album

Mit Facebook ging es mir anfangs wie mit vielen anderen sozialen Netzwerken auch: Durch den Tipp eines Bekannten aus England im Juni 2007 dort angemeldet, fragte ich mich erstmal: „Wozu brauche ich das überhaupt? Was soll mir das bringen?“. Zu Beginn war Facebook für mich vor allem ein virtuelles Foto-Album. Statt Urlaubs-Bilder zuhause in der Schublade zu sammeln, stellte ich diese nun in Facebook ein. Als nach und nach immer mehr Bekannte und Freunde auftauchten, entwickelte sich auch die Interaktion und das Miteinander. Ein Freund in den USA hat Geburtstag? Ich gratuliere via Facebook. Glückwünsche zum Nachwuchs? Alles Gute via Facebook. In einer Zeit, wo Weggefährten und Kumpel aus der Vergangenheit aus Berufsgründen über den ganzen Erdball verstreut sind, ist Facebook eine Konstante. Eine konstante Kommunikationsplattform. Und nach zehn Jahren? Mittlerweise findet von der politischen Protestaktion über ekelige Werbung oder den neusten Nerd-Shitstorm bis hin zur journalistischen News-Berichterstattung so gut wie alles auf Facebook statt. Gefällt mir diese Entwicklung? Vieles finde ich sinnvoll und gut, manches nicht. Eines steht aber fest: Auch nach 10 Jahren ist Facebook für mich eine Kommunikationsplattform, die ich nicht missen möchte.

Alles Gute zum Geburtstag und auf die nächsten 10 Jahre!

Björn Seum: Facebook – meine Social Media-Zentrale

Jubiläen sind ein wunderbarer Zeitpunkt, um zurückzublicken. Zehn Jahre Facebook – da stelle ich mir heute Vormittag die Frage, wie lange ich schon auf Facebook vertreten bin. Es sind knapp fünf Jahre, meine Chronik verrät es mir. Es war am 2. Oktober 2009. Zuvor war ich – wie viele andere – bei meinVZ. Warum der Wechsel? Facebook war hipper, cooler, internationaler. Es war schlanker, praktischer und: Viele meiner damaligen Kollegen anderer Magazine waren dort vertreten. Zudem begannen Unternehmen nach und nach Produktinformationen per Facebook zu kommunizieren – auch international. Das sparte mir als Journalist wertvolle Zeit. Schnell wurde Facebook für mich zum „Web in der Nussschale“. Je mehr Freunde aus der „realen Welt“ sich anmeldeten, desto mehr wurde Facebook für mich zum „virtuellen Marktplatz“ und soziologischen Biotop. Viele neue Bekanntschaften kamen hinzu, ich kam wieder mit alten Schulfreunden in Kontakt, lernte Menschen in der ganzen Welt kennen. Mit meinem ersten iPhone wurde Facebook für mich auch mobil – und damit noch wichtiger. Diese „Wichtigkeit“ belastet zuweilen auch: Gezeter über „sich öffentlich machen“, „wieso bist du mit dem und dem befreundet“ oder eben die süße Versuchung, auf Facebook Zeit zu vertrödeln. Heute ist Social Media im Allgemeinen und Facebook im Speziellen Teil meines beruflichen, sozialen und privaten Lebens. Böses Facebook? Nein, wie jedes technologische Werkzeug muss man es nur sinnvoll zu nutzen wissen.

Von daher: alles Gute! Auf eine weitere, gemeinsame Zeit.

Tom Naber: Vor Facebook war StudiVZ

Ich begann mit StudiVZ. Da wurde noch gegruschelt anstatt gestupst. Mit der Kommilitonin aus dem gemeinsamen Seminar konnte man hier einfach Kontakt aufnehmen und sich in der Mensa auf einen Kaffee verabreden. Doch im Jahre 2009 begann in meinem Bekanntenkreis der StudiVZ-Exodus. Facebook hieß der Place-to-be. Wer am Puls der Zeit sein wollte, wechselte zum amerikanischen Original. Da sich die beiden sozialen Netzwerke doch schon stark ähnelten, kam man mit den Funktionen dieses Kanals schnell zu recht. Und hier traf man nicht nur in erster Line Kommilitoninnen und Kommilitonen, sondern auch Freunde, die man schon lange aus den Augen verloren hatte, die liebe Verwandtschaft oder Bekannte, die mittlerweile ins Ausland gezogen sind. Mittlerweile ist Facebook zu einem festen Bestandteil zur Pflege von sozialen Kontakten geworden. Gerade Personen, zu denen man nicht das engste Verhältnis hat, kann man hier einfach auf einen Chat in den Abendstunden treffen und sich nach dem Wohlergehen erkundigen. Doch Facebook nur auf die Bewahrung  und Erfrischung von Freund- und Bekanntschaften zu reduzieren, würde diesem Kanal nicht gerecht. Wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse werden in Windeseile geteilt, neuster Klatsch wird schnell verbreitet und wer sich wann und wo ein neues paar Schuhe gekauft hat, erfährt man hier auch. Weniger schön sind die die zahllosen Einladungen zu unsinnigen Gewinn- oder Spielen wie Farmville etc. Auch, dass die NSA auf alle Daten zugreifen kann, die jemals von mir auf Facebook verbreitet worden sind, stimmt schon unglücklich. Ein Facebook-Entzug kommt für mich aber nicht in Frage!

Von daher: Happy Birthday Mr. Zuckerberg.

Michael Stadler: Mein Leben als Statusmeldung

Seit nunmehr vier Jahren friste ich nun mein Social-Media-Dasein auf Facebook. In diesem Zeitraum habe ich Facebook sehr schätzen gelernt. Ich halte Kontakt zu ehemaligen Schulfreunden sowie Arbeitskollegen und stoße immer wieder auf Netzfunde unterschiedlichster Art. Auch hat mich das soziale Netzwerk dazu erzogen, Geschehnisse aus meinem Alltag mit anderen zu teilen und selbiges von meinen Freunden erwarten zu können. Das für mich wichtigste Argument für Facebook ist jedoch, dass ich am Leben meiner Freunde teilhaben kann, auch wenn mir die Zeit für ein persönliches Treffen nicht zur Verfügung steht. Dass Facebook ein Teil meines Lebens ist, wurde mir bei der Recherche für diesen Artikel bewusster denn je. Auf der Suche nach meinem Anmeldedatum nahm mich Facebook mit auf eine Reise in meine persönliche Vergangenheit. Ich bin über manch haarsträubende Statusmeldung ebenso gestolpert wie über wahre Schätze, die ich mir auf meiner Pinnwand konservieren wollte. Ebenso liefen mir einschneidende Erlebnisse, für die ich Facebook als Ventil nutzte erneut über den Weg. Facebook gehört einfach in meinen Alltag. Auch wenn es mit mir und Facebook einige Jahre Anlaufzeit brauchte, bin ich heute überzeugt vom Social-Media-Giganten.

Auf die nächsten zehn Jahre! Ich bin dabei!

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