News & views

Green Business – Unternehmen entdecken ihre grüne Seite

Date Posted: 15 Februar, 2012

Man stelle sich vor, jemand vom Kaliber eines Tom Cruise würde nicht mehr mit dem Privatjet zu seinem Filmset geflogen, sondern würde die Bahn nehmen. Ob das geschieht, weiß ich nicht, aber ein wenig denkt auch diese Branche um: Grün ist Hip, Grün ist in aller Munde. Auch das ist ein Fazit der 62. Internationalen Filmfestspiele in Berlin: Sogar die großen Hollywood-Filmgesellschaften setzen nicht nur stärker auf „Grüne Themen“, wie im Katastrophenfilm „2012“, sondern sind bemüht, ihren zum Teil enormen „Carbon Footprint“ zu reduzieren.

Das hat man alles ja auch gar nicht immer so vor Augen, wenn man im Kino dabei ist, wie Tibet gerade buchstäblich den Bach runtergeht – für unsere zwei Stunden Unterhaltung wurden ja teils Hundertschaften von Stars, Crews und tonnenweise Equipment hin und her geflogen, ganze Landschaften umgestaltet, Wettermaschinen für künstliches Wetter eingesetzt und Quadratkilometer an Set’s verbaut.

Was vor einigen Jahren mit Bio-Lebensmitteln begann, hat sich inzwischen in vielen Bereichen des Alltags durchgesetzt. „Öko“ ist nicht länger ein Begriff, mit dem sich nur Weltverbesserer und Alt-Hippies befassen, sondern ein Lebensgefühl, das in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Spätestens seit eine große schwedische Bekleidungskette nachhaltig produzierte Mode anbietet, ist der umweltbewusste Lebensstil massentauglich. Das ist auch gut so.

Und dazu gibt es auch gleich eine marketingtaugliche Zielgruppe, die es anzusprechen gilt. Der amerikanische Soziologe Paul Ray gab der Bewegung mit seinem Buch „The Cultural Creatives: How 50 Million Are Changing The World“ im Jahr 2000 einen Namen: LOHAS. Das Kürzel steht für „Lifestyles of Health and Sustainability“, also „gesunde und nachhaltige Lebensstile“.  Die stetig wachsende Zielgruppe der LOHAS sowie der nach wie vor anhaltende Trend zu Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit haben auch viele Unternehmen dazu veranlasst, die eigenen Prozesse und Produkte zu „vergrünen“. Diese Aktivitäten werden unter dem Begriff Green Business zusammengefasst.

Was ist Green Business?

Unter dem Oberbegriff Green Business werden Bemühungen der Unternehmen um Umweltschutz und Nachhaltigkeit zusammengefasst. Beispiele sind der Ansatz, den Wasserverbrauch oder den Ausstoß von CO2 zu reduzieren oder der Verzicht auf umweltschädliche Chemikalien während der Produktion. Im Gegensatz zur Corporate Social Responsibility, kurz CSR, die sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung eines Unternehmens im Gesamten befasst, bezieht sich Green Business ausschließlich auf die Themengebiete Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Hat sich die Denke hier also wirklich geändert? Dient es einer gerechten Sache? Oder ist es einfach nur grüne Farbe auf teils dunkle Machenschaften gepinselt?

Der zweite Teil des Beitrages erscheint nächste Woche und behandelt die Bemühungen der Unternehmen, positiven Nutzen aus dem Thema zu ziehen

Weiterer Link: http://www.greenbusiness.net/

Share this
arrow_upward