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Google wird zu Alphabet: Unternehmen im Wandel

Date Posted: 4 September, 2015

Das US-Unternehmen Google hat eine weitreichende Änderung durchgeführt. Das Unternehmen benennt sich um und teilt sich auf. Aus Google Inc. wird Alphabet Inc. – doch alle Google-Angebote bleiben bei ihren derzeitigen Namen, denn Google wird fortan als Teil des Mutterkonzerns Alphabet geführt. 

© Alphabet inc.
© Alphabet inc.

Warum verändert Google seine Unternehmensstruktur?

Ab sofort gehört Google also als Teil eines Unternehmens zu dem neu geformten Unternehmen „Alphabet“. Die Gründe dafür sind schnell gefunden. Alphabet ist eine neue Holding-Gesellschaft. die weit mehr sein will als ein „Internet-Konzern“. Wie das große Vorbild Warren Buffet wollen Larry Page und Sergey Brin ein Unternehmen schaffen, das weit über die derzeitigen Online-Service-Angebote hinausgeht. Konglomerate haben eigentlich einen schlechten Ruf, bringen aber dauerhafte Vorteile mit sich, da sie ideale Strukturen schaffen, um längerfristiges Kapitalwachstum sicherzustellen.

Wie kommuniziert Google diesen Wandel?

In der Unternehmenskommunikation können solche Veränderungen die Investoren aufschrecken lassen und die Nutzer verwirren. Dementsprechend hat Google sich entschlossen, den Markennamen für die Online-Dienste nicht anzufassen. Im Dezember 2015 haben Sergey Brin und Larry Page ihre Top-Aktionäre zu einem Meeting zusammengerufen, um sie auf die bevorstehenden Änderungen vorzubereiten. In diesem Meeting pries Larry Page sein Vorbild Warren Buffet und das „Berkshire Hathaway“-Modell an. Zur Vorbereitung auf diese Veränderungen kommunizierte Google also damals direkt mit den wichtigsten Aktionären und nahm sich zur besseren Veranschaulichung das Erfolgsmodell von Buffet zum Vorbild.

© Alphabet inc.
© Alphabet inc.

Google reagiert auf die Sorge von Anlegern

Google reagiert mit seiner Umstrukturierung auf die Sorgen von Analysten und Anlegern, welche über die letzten Jahre immer wieder Google als unübersichtlichen Moloch titulierten. Nicht jedem wurde klar, warum Google den gerade unter dem Namen „Google X“ die Entwicklung einer Anti-Krebspille vorantrieb. Die neue Konzernstruktur kommuniziert ganz klar: Alphabet ist mehr als Google. Die Unternehmensleiter sichern sich damit das Vertrauen ihrer Investoren und geben damit wichtige Signale an die Börse.

Kurze, persönliche Mitteilung auf dem Corporate Blog

Die Veränderung kommuniziert Alphabet (ehemals Google) sehr persönlich über das eigene Unternehmensblog. In einem persönlichen, offenen Brief beschreibt Larry Page die Beweggründe für den Wechsel. In einfachen Worten erklärt er: „Google is not a conventional company. We do not intend to become one.“ Das sind auch die ersten Worte, die Larry Page bei der Unternehmensgründung 2004 benutzt hatte, um Google zu beschreiben. Auf diese Weise stellt er einen Bezug zur eigenen Historie her und vermittelt Sicherheit. Natürlich muss er versuchen denjenigen die Angst zu nehmen, die von den Veränderungen nicht vollständig überzeugt sind. Im weiteren Verlauf wird der Brief emotionaler und die Aussage deutlich: Selbstverständlich ist Alphabet ein Abenteuer, aber es ist eines, das von Menschen mit klaren Visionen und viel Erfahrung geleitet wird.

© Alphabet inc.
© Alphabet inc.

Neue Google-Führung: Sundar Pichai

Sergey Brin und Larry Page leiten Alphabet – wie zuvor bereits Google. An der obersten Führungsebene ändert sich also nichts, was wieder ein wichtiges Signal an Aktionäre und Investoren darstellt. Neuer Googlechef wird der Szenestar Sundar Pichai, der bereits 2014 zum Produktchef von Google ernannt worden war. Im März 2013 hatte er die Entwicklung von Android übernommen. Somit bietet Alphabet neue Strukturen mit altbewährten Köpfen in den Führungsebenen.

Erfolgreiche Unternehmenskommunikation

In der Unternehmenskommunikation ist Google – jetzt Alphabet – sehr behutsam vorgegangen. Die wichtigsten Rezipienten wurden rechtzeitig informiert und ihr Einverständnis mit den Änderungen sichergestellt. Eine plötzliche Änderung dieser Art kann schlecht vorbereitet sehr viel Unruhe stiften – auch innerhalb des Unternehmens. Vertraute Gesichter, etablierte Vorbilder und rechtzeitige Kommunikation bildeten im Falle von Alphabet die drei Standbeine in der erfolgreichen Unternehmenskommunikation.

 

 

 

 

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