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Google Ocean: Ein beachtenswertes Beispiel von Agendasurfing

Date Posted: 28 September, 2012


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Wie Google es geschafft hat, die „iOS6 Maps-Problematik“ von Apple noch zu verstärken und für sich zu nutzen, hat mich wirklich beeindruckt. Als wäre der Spott, der Apple in der Öffentlichkeit, wie zum Beispiel durch das YouTube-Video von Tom Scott, entgegenschlägt nicht schon genug, setzt Google noch einen drauf.

Die Art und Weise, wie Google in diesen Tagen agiert, ist ein Musterbeispiel guter Kommunikation und wie ich finde, an Cleverness kaum zu überbieten.

Einen nicht einmal fertigen Dienst wie Google Ocean (obwohl dies noch nicht einmal der offizielle Name ist) genau dann zu präsentieren, als Apple mit seiner eigenen Map sprichwörtlich Baden geht, zeugt von gutem Gespür und einer passgenauen und professionellen Kommunikationsstrategie.

Die Frage, ob ein Dienst wie Google Ocean, der als Erweiterung von Google Street View die Unterwasserwelt zeigt, für die User wirklich sinnvoll oder hilfreich ist, bleibt erst mal außen vor. Im Vordergrund steht die Erkenntnis, dass die Einen (Apple) vergeblich versuchen an der Oberfläche zu kratzen und dabei ganze Städte verschwinden lassen, während die Anderen (Google) schon längst ein ganzes Stück tiefer gehen und mit wunderbaren Bildern, von australischen oder hawaiianischen Riffen zu beeindrucken wissen. Das Motto ist in diesem Fall: „Wer kann der kann“, das zeigt auch der Beitrag zu dem Thema auf „Spiegel Offline“. Und ich finde, dass hier deutlich wird, wie sich die Menschen mit dem Thema Google Ocean auseinandersetzen, eher humorvoll als kritisch. Alles richtig gemacht, Google.

Als Dank und Anerkennung entschuldigt sich Apple-Chef Tim Cook nun in einem offen Brief an seine Kunden für das unfertige Produkt und empfiehlt … Google.

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