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Fitness-Tracker – läuft.

Date Posted: 29 August, 2014
© Runtastic GmbH
© Runtastic GmbH

Wearables – klingt komisch, oder? Ist tatsächlich aber ein neuer Trend: Technik zum Anziehen.  Dazu zählen auch Fitness-Tracker und Smartwatches… Ich gebe es ja zu: Ich bin dafür anfällig. Schon im März 2013 hatte ich gestanden, Anhänger der Quantified Self-Bewegung zu sein. Aber nicht nur ich: Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2014 wurden auf dem ganzen Globus mehr als sechs Millionen Gadgets von Herstellern wie Fitbit, Jawbone und Samsung verkauft. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren es nicht mal eine Millionen abgesetzter Produkte. Damit ist der Markt nach einer Analyse der Firma Canalys innerhalb eines Jahres um knapp 700 Prozent gestiegen. Diese Zahlen verraten: Unternehmen sollten diesen Bereich –neben Smartphones und Tablets auch das Wearables-Segment im Auge behalten.

Der Markt bebt

Kein Wunder also, dass es schon seit geraumer Zeit Gerüchte um die Veröffentlichung einer iWatch von Apple gibt. Ebenfalls kein Wunder, dass ein Unternehmen wie Samsung sich sofort positioniert und mit Simband zum Gegenschlag ausholt. Was sich ohne wissenschaftlichen Beleg voraussagen lässt, ist, dass je mehr Alternativen auf dem Markt erscheinen, diese auch viele Innovationen mit sich bringen müssen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Manchmal können diese Errungenschaften mehr als der Hersteller vermutet. Die Fitness-Armbänder von Jawbone Up gerieten zuletzt in die Schlagzeilen, weil sie – wenn auch nicht beabsichtigt – das Erdbeben in Napa Valley sowie den Schlafrhythmus der Träger rund um das Epizentrum aufzeichneten. Diese Werte können sowohl als Fehlfunktion, aber auch als witziger Nebeneffekt betrachtet werden. Bei einem Preis von 70 bis 80 Euro bleibt dem Kunden die Sichtweise selbst überlassen.

Runtastic für den Arm

Der Hype um Fitness-Tracker ruft – wenig überraschend – auch die österreichischen Runtastic-Hersteller auf den Plan. Die weltweit erfolgreiche Fitness-App kommt Ende des Monats mit einem eigenen Sportarmband auf den Markt, das den Namen „Runtastic Orbit“ tragen wird. Ein Blick auf den Funktionsumfang macht deutlich, was sich Hersteller alles einfallen lassen müssen, um in diesem Wettbewerb noch Schritt zu halten.

Beinhalten wird „Runtastic Orbit“ einen Schrittzähler, Schlaf- und Kalorienverbrauchsanalysen, sowie eine Smartphone-App für iOS und Android. Ein erster kleiner Vorteil gegenüber der Konkurrenz von Jawbone UP24 und Sonys Smartband, ist das OLED-Display, welches Fitnesswerte und Uhrzeiten anzeigt. Außerdem enthält das Sportarmband weitere Features wie einen Vibrationsalarm und einen Sensor, der sich dem Umgebungslicht anpassen soll. Bedient wird das alles per Fingerwisch. Je nach Intensität werden Menü oder Schlafmodus abgerufen. „Runtastic“ wäre keine Fitness-App, wenn der Fitness-Tracker nicht auch mit dem Smartphone gekoppelt werden könnte und die Daten synchronisieren würde.

Gute Laune und Wasserdurchlässigkeit

Wer sich „Runtastic Orbit“ zulegen möchte, der muss rund 120 Euro dafür zahlen. Um den Preis zu rechtfertigen und noch mehr Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, bietet Runtastics „Orbit Connect“ zusätzliche Features an. So können u.a. Dauer, Distanz und (Durchschnitts-) Geschwindigkeit angezeigt werden. Ein eher ungewöhnlicher Zusatz ist die Möglichkeit des „Happy Tracking“ per zweifachem Knopfdruck. Hier kann der Benutzer, sofern er sich gerade „happy“ fühlt, seine gute Laune tracken, festhalten und später in einer Ansicht an Tagesabläufen analysieren.

„Runtastic Orbit“ ist ein gutes Beispiel für die generelle Richtung, in die sich Anbieter von Smartphones, Tablets und ähnlichen Technologien auch in Zukunft bewegen werden. Fitness-Tracker werden immer mehr Features mit sich bringen und von immer mehr Herstellern auf dem Markt angepriesen werden. Bleibt abzuwarten, ob die technischen Entwicklungen auch in Zukunft immer sinnvoll sein  werden. Ein Seismograf rentiert sich zum Beispiel nur in wenigen Regionen, während ein Gute-Laune-Knopf – vor allem nach einem Beben – schon fast therapeutische Ansätze hat.

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