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Facebook: Sponsored Posts

Date Posted: 30 November, 2012

Mit Facebook als günstiger Werbeplattform scheint es vorbei zu sein. Das Social-Media-Flaggschiff hat seinen Edge-Rank-Algorithmus so verändert, dass Unternehmen nicht mehr so häufig im Stream der User erscheinen.

Um über Facebook Konsumenten zu erreichen, mussten Unternehmen bis jetzt keine teuren Werbeetats einsetzen. Nun sind aber – durch die Änderung des Algorithmus – die Anteile „der Facebook-Beiträge der Top-10 deutscher Marken […] von 30 Prozent im August auf zuletzt nur noch 10 Prozent gefallen“. Holger Schmidt schreibt im Focus, dass Unternehmen auch weniger Kontrolle darüber hätten, ob ihre Beiträge tatsächlich die Fans Ihrer Marke erreichen.

„Sponsored Posts“ sollen der Lösungsweg sein und hier wird es jetzt teuer. Liebe Unternehmen, wir raten Euch: stockt Eure Werbeetats auf! Denn um wieder oft genug bei genau Eurer Zielgruppe im Stream zu sein, möchte Facebook Geld sehen, dafür wird aber Reichweite garantiert.

Der Eigentümer der Dallas Mavericks (Der Dirk!) hat angeblich schon Rebellion angekündigt und drohte zu Tumblr oder MySpace zu wechseln.

Auch wenn sich so eine Drohung  erstmal schlimm anhört, wird es dem Zuckerberg-Imperium nicht viel ausmachen. Beide Konkurrenten haben nach Auswertung von Münchener Medien mit dem Google AdPlanner je 1,6 Millionen „Eindeutige Besucher“, Facebook hat 41 Million.

Solange also keine gigantischen Nutzerabwanderungen geschehen, bleibt Facebook ein überaus wichtiges Kommunikationstool, mit dem man seine Botschaften direkt an den Mann bringen kann. Oder eben an die Frau. Mit „Facebook for Business“ kann man Auswertungen zum Like-Verhalten erhalten, bei denen man interessante (vielleicht eher offensichtliche) Erkenntnisse bekommt: Bei Technologien (Smartphone, Tablet, Kindle,…) ist es relativ ausgeglichen, was schon etwas überraschend ist. Aber natürlich sind 92% der Nutzer, die „Sex and the City“ geliked haben weiblich. Und natürlich sind 80% der Formel 1-Fans Männer.

Ist ja auch gar nicht schlimm. Die Männer können in Ruhe schauen, wie Vettel in der nächsten Saison seinen 4. Weltmeistertitel einfährt und brauchen nicht alle zwei Minuten Fragen zu beantworten.

Und die Frauen können bei einem netten SATC-Abend Sektchen trinken und mit dem aufregenden Leben der Carrie Bradshaw mitfiebern.

Facebook weiß eben, was Frauen und Männer wollen, wie eine hervorragende Infografik auf netzschnipsel.de zeigt.

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