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Endlich ist es soweit: Facebooks promoted Posts

Date Posted: 5 Oktober, 2012

Mit dem Thema Facebook und wie genau sich Businessmodell und Bezahlangebote wohl entwickeln werden, haben wir uns ja schon öfter auseinandergesetzt.

Gestern dann direkt zwei clevere News nacheinander aus dem Hause Zuckerberg: zunächst die geknackten 1 Mrd. monatliche User.  Eine beachtliche Zahl, die unmissverständlich klar macht: Weder Privatpersonen noch Unternehmen haben die Chance, die Plattform aus ihrer Kommunikation herauszudenken. Dann folgte die Meldung der „promoted Posts“ bei Facebook – ein Weg, sich mit seinen Posts prominent auf die Pinnwände der Fans einzukaufen.

Zugegeben, auch ich war kurz versucht, die Einkauferei unanständig zu finden, konnte mich aber schnell beruhigen. Denn eigentlich ist das doch eine sinnvolle Idee, die es Unternehmen ermöglicht, bei bereits gewonnen Fans auf dem Radar zu bleiben. Und – weil es ja Posts sind, die aus dem Contentzusammenhang der Fanpage des Unternehmens stammen – sicher besser als penetrante und nichtssagende Werbebotschaften, die mich im Moment auf meiner Facebook-Seite immer von rechts regelrecht anspringen.

Damit bleibt eigentlich alles beim Alten. Noch immer gilt: Nur die Facebook-Seiten, die ehrlich und solide ihre Fanbase aufgebaut haben und für die eigene Marke relevanten Content liefern, werden von ihrem Engagement in den Social-Media-Kanälen profitieren. Die Unternehmen brauchen immer noch gute und interessante Informationen. Interaktion und Dialog sollte das Ziel jeder Aktion auf der Seite sein – nun eben mit dem Unterschied, dass die Fan-Aufmerksamkeit für den Post gegen Geld gesteigert werden kann.

Ich stelle mir nun die spannende Frage: Wie schnell entscheiden sich die Unternehmen, entsprechende Budgets für ihren Facebook-Auftritt einzuplanen?

Oder halten sich alle vornehm zurück, machen weiter wie bisher und verzichten auf das Promo-Angebot? Wahrscheinlich gibt es jetzt vorübergehend eine Zweiklassengesellschaft auf Facebook. Diejenigen, die Geld in die Hand nehmen und die Wettbewerber auf den Pinnwänden ihrer Fans überholen. Und jene, die es bleiben lassen. Für Erstere gilt es nun, den Inhalt entsprechend interessant zu gestalten, damit sich das Budget auch lohnt.

 

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