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Digitale Trends 2015 – Teil 1: Social Media

Date Posted: 23 Dezember, 2014
© Vjom - Fotolia.com
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Das Jahr 2014 neigt sich so langsam dem Ende zu und die Vorfreude auf 2015 steigt. Wir geben Euch einen fundierten Blick auf die digitalen und technischen Trends für das kommende Jahr in einer vierteiligen Serie.

Im ersten Teil konzentrieren wir uns zunächst auf den Sektor „Social Media“.

 

„Kanal Agnostik“

Auch wenn sich die Vielzahl der Kanäle in den letzten Jahren oftmals geändert haben und sich auch im nächsten Jahr erneut ändern werden. Es gilt nicht, überall gleichzeitig zu sein, sondern eine klare Zielsetzung zu verfolgen. Das gilt für die Social-Media-Riesen, wie Facebook oder Twitter, aber auch für die vielen neuen wie YikYak oder Snapchat, die Jahr für Jahr die Kommunikation in sozialen Kanälen verändern. Man kann die Orientierung in den neuen Kanälen nur behalten, wenn man klar definiert, wen man überhaupt erreichen will.

Das Internet als Sieger unter den Nachrichtenmedien

Immer auf dem neuesten Stand sein: Seit Twitter, Facebook und verbreiten sich Neuigkeiten auf den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer. Augenzeugen oder Menschen nahe der Situationen sorgen für präzise Updates im Minutentakt. Mit Hashtags gibt es die Möglichkeit zur Sortierung und den Blick über die eigene Filterbubble hinaus. Die Situation in der Ukraine oder die Erstmeldung vom Tode Osama bin Ladens gingen zuerst über Twitter in die Welt und wurden von dort durch „klassische Medien“ aufgegriffen.

Mobile Messaging von Marken

Während Facebook den Zugriff auf die Fans vorbehaltlich durch Sponsorings leistet, gilt es für Marken, sich bei Whatsapp sehr genau umzusehen. Hierhin entschwinden bereits mehr als 30 Mio. Nutzer in Deutschland immer häufiger, wenn sie sich austauschen möchten. Das Thema Datenschutz ist hier sehr wichtig und aktuell noch ungeklärt. Auch die Möglichkeiten für Marken, sich auf Whatsapp (oder Snapchat u.a.) zu zeigen, sind derzeit auf die Gruppenfunktion beschränkt. Marketing-Leute tun trotzdem gut daran, sich mit dem Thema zu befassen.

Facebook nimmt Fans in „Geiselhaft“

Was so vielversprechend begann, als „Dialog auf Augenhöhe“, endete für viele Marken mit dem Zugeständnis, nicht in der Lage zu sein, diesen Dialog wahrhaftig zu gestalten. Selbst auf Facebook ist das Scheitern häufiger als der Erfolg. Hilfe, Austausch, Service, der über Textbausteine oder den kläglichen Verweis auf die Hotline geht, ist selten. Jetzt nimmt Facebook die mühsam gewonnenen Kunden auf der Suche nach Einnahmequellen in „Geiselhaft“ und fordert mittels sinkender Interaktionsraten die Marken heraus, für Sichtbarkeit ihrer Posts zu bezahlen (Sponsored Posts). Unterlässt man dies, werden die Beiträge nur noch an einen kleinen Kreis der Markenfans ausgespielt. Keine Frage, das ausgefeilte Targeting, das Facebook bietet, übersteigt die meisten anderen Werbeformate, egal ob in Print, Web, TV oder Radio. Aber genau das muss es Marken deutlich machen, dass Facebook ihnen entwachsen ist als reiner Dialogkanal. Für 2015 sollten Mediabudgets unbedingt auf Facebook verplant werden.

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