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Die Riemann – authentisch ist sie ja schon

Date Posted: 21 März, 2013

Sowas hat Katja Riemann noch nie erlebt. Die Reaktionen auf ihr „DAS!“-Interview fielen harsch aus. So harsch, dass sie Kommentare auf Facebook nicht nur löschen ließ – sie ließ das ganze Profil offline nehmen. Die Reaktionen waren gar so bissig, dass sie jetzt eben einen eigenwilligen, aber auch authentischen Text auf ihrer Homepage veröffentlichte. Allerdings ohne Möglichkeit diesen zu kommentieren – auch dort ist das Gästebuch aktuell deaktiviert.

„Die facebook seite, die für mich gehostet wird, als auch die Homepage brachen zusammen unter dem virtuellen Wirbelsturm, verrückte Technik“, kommentiert Riemann dieses „Phänomen“.

Dass das Interview völlig missglückte, ja ein Kommunikationsunfall erster Güte war, ist die eine Sache – dass Katja Riemann nun offenbar zum ersten Mal mit der Wucht der sozialen Netzwerke konfrontiert wird, die andere.

„Am Donnerstag vergangener Woche hat sich offensichtlich ein Phänomen ereignet. Ich versuche bislang es zu begreifen… vergebens“, schreibt sie.

Wäre sie sich der Gefahr dieses „Wirbelsturms“ bewusst gewesen, so frage ich mich, ob sie diese recht pampige Nummer dann immer noch in diesem Umfang zum Besten gegeben hätte. Wäre sie sich darüber bewusst gewesen, dass dieses sehr außergewöhnliche Interview von findigen Bloggern zu einem Best-of zusammengeschnitten werden kann, das Frau Riemann noch pampiger wirken lässt – hätte sie sich dann anders verhalten?

Ich denke ja.

Denn erst die zusammengeschnittene YouTube-Version des Interviews löste das Drama aus. Diesen Weg muss jede Person öffentlichen Lebens (jetzt) einkalkulieren: TV — Blogs — YouTube — Facebook — Shitstorm.

Offenbar hat dieses Risikoszenario noch niemand in Riemanns Umfeld durchgespielt. In letzter Instanz war auf der Homepage zu lesen: „In den letzten 48 Stunden haben wir weit über 15 000 Kommentare, E-Mails und Gästebucheinträge zum TV-Auftritt von Frau Riemann in der Sendung ‚DAS!‘ gelesen. Jeder hatte Zeit, seine Meinung kundzutun. Irgendwann ist genug.“ Das nennt man „den Stecker ziehen“.

Apropos: Wie hieß doch gleich der Film, über den sie eigentlich sprechen wollte? Ich bin mal gespannt, wie sich der Streifen nach dieser ganzen – unglücklichen – Geschichte in den Kinos schlagen wird. Ich glaube, die Sache schadet ihr mehr als sie ihr nützt.

 

 

 

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