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Die CeBit 2013 in vollem Gange – Tag vier der IT-Messe

Date Posted: 7 März, 2013

Wie in jedem Jahr ist der Andrang auf die CeBit 2013 beachtlich. Journalisten, Technikfans und Unternehmen besorgen sich Informationen über die technologischen Entwicklungen direkt aus erster Hand. Neben innovativen, neuen Produkten und neuen Denkweisen (Shareconomy), zeigt die größte Informationstechnologie-Messe der Welt, dass der Tech-Markt international umkämpft ist und auch kleinere Länder ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.

Wenn ich mich auf der Messe umschaue, sehe ich, wie viele verschiedene Länder auf der CeBit 2013 vertreten sind. Über 70 Länder präsentieren ihre neuen Technologien und wollen mit zur Speerspitze der modernen Informationstechnik gehören. Ein beachtliches Beispiel ist unser Nachbarland Polen. Im Jahr 2011 schätzte der polnische Wirtschaftsminister, Waldemar Pawlak, den Umsatz der IT-Branche auf 9,2 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil des Geldes kommt dabei aus dem Games-Bereich. Obwohl die polnischen Unternehmen noch relativ jung sind, gehören sie mittlerweile zur Avantgarde der Spieleentwickler. Ein Beispiel, das beweist, wie schnell Länder durch den IT-Bereich ihre Wirtschaft nachhaltig stärken können.

CeBit zeigt: Wissen scannen

Riesige Bibliotheken schnell digital archivieren: Genus zeigt in Hannover die Zukunft der Wissensarchivierung.
Bild: Genus

Das deutsche Unternehmen InoTec zum Beispiel hat sich für seinen Stand auf der diesjährigen CeBit Unterstützung des südafrikanischen Unternehmens Firstcoast Technologies geholt, um ihre neuen Geräte vorzustellen. Der neue Produktionsscanner von InoTec wird auf dem afrikanischen Kontinent von Firstcoast Technologies vertreten und bietet Lösungen für papierarme Büros und Firmen. Die Hochleistungsscanner können ganze Bücher mit Hilfe einer extra für den Scanner entwickelten Software einlesen und verarbeiten. Auch Firmen wie The Crowley Company und das britische Unternehmen Genus zeigen beeindruckende Einlese-Geräte und Drucker für den kommerziellen Gebrauch.

Ein persönlich sehr spannendes Thema auf der CeBit 2013 sind für mich die neue Generation von 3-D Druckern. Schon jetzt ist es möglich, mit Hilfe der Geräte, Gegenstände wie eine iPhone-Schutzhülle oder Kaffeebecher herzustellen. Die Drucker bedienen sich dabei eines Druckkopfes, der sich auf bis zu 230 Grad erhitzt und das Druckmaterial, ein besonderes Plastik, schmilzt und in die gewünschte Form bringt.  Zwar dauert das Drucken einer Smartphone-Hülle ungefähr eineinhalb Stunden – mit der passenden Software lassen sich aber die Gegenstände nach Belieben bearbeiten. Momentan kosten die Geräte allerdings ab 2000 Euro. Es wird noch etwas dauern, bevor ein solches Gerät bei mir in der Wohnung stehen wird.

Insgesamt verging die Messe wieder wie im Flug – auch wenn mir meine Füße und Beine etwas anderes sagen.

Morgen, wenn die Messe schon vorbei ist, schauen wir an dieser Stelle mal, wie sich das große Thema „Shareconomy“ tatsächlich gesellschaftlich auswirken könnte.

 

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