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Der Corporate Blog: Fünf Tipps für den gelungenen Unternehmensauftritt

Date Posted: 15 November, 2013
Bild: wildcard

Wie die meisten Kommunikationsmaßnahmen scheitert auch ein Corporate Blog aufgrund von zwei nicht vorhandenen Dingen: einer Strategie und einem Ziel. Die Aussage „Wir brauchen einen Corporate Blog“ ist keine Strategie. Ein Ziel besitzt sie schon gar nicht. Es handelt sich um eine Erkenntnis. Sicher, diese Erkenntnis ist wichtig. Die Umsetzung dieser Erkenntnis wird jedes Unternehmen kommunikativ voranbringen. Doch um nicht ziellos in den Rezipientenwald hineinzukommunizieren und sich dann zu wundern, dass partout nichts zurückkommt, gilt es einige Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Corporate Blog zu umgehen.

Mit einem Corporate Blog können Unternehmen ihre Philosophie kommunizieren. Sie können ihre Produkte kommunizieren. Sie können mit  ihrer Zielgruppe oder ihrem Kunden auf Augenhöhe kommunizieren und mit ihnen in Dialog treten, ohne den Webspace Dritter (wie Facebook oder Google+) in Anspruch zu nehmen.

Im Folgenden präsentieren wir fünf Tipps für den gelungenen Corporate Blog – und was zu vermeiden gilt.

1. Die Unternehmensphilosophie kommunizieren – nicht aber die Interna aus der Kaffeeküche

Erfolgreiche Unternehmen haben ein Leitbild. Wird sich im gesamten Wirken daran orientiert, zeigt sich das Unternehmen authentisch. Dass sollte über einen Corporate Blog kommuniziert werden. Der grenzwertige Unternehmensklatsch hat dennoch nichts auf dem Blog zu suchen. Interne Uneinigkeiten sind in Unternehmen nichts Ungewöhnliches – sie sollten allerdings intern besprochen und nicht mit den Bloglesern diskutiert werden.

2. Die Produkte kommunizieren – aber keine plumpe Werbung veröffentlichen

Unternehmen, die Produkte verkaufen, können den Corporate Blog nutzen, um neue Produkte vorzustellen. Hier können gerne Mitarbeiter diese Produkte präsentieren, in ihrer praktischen Anwendung oder ihrer optischen Wirkung. Es können Gastautoren zum Einsatz kommen oder Käufer ihre Meinung kundtun. Dabei gilt es allerdings auf plumpe Werbung zu verzichten. Das ist auf dem Webshop besser aufgehoben.

3. Sich der Zielgruppe und dem Kunden öffnen – aber auf die Bilder der letzten Weihnachtsfeierstunden verzichten

Auf einem Corporate Blog muss es auch mal menscheln. Azubis können sich vorstellen. Neue Mitarbeiter können willkommen geheißen werden oder soziale Projekte bekannt gemacht werden. Schlicht: Oberflächliche Behind-The-Scenes-Einblicke. Heikel wird es, sobald der Büro-Pudel mehr Text bekommt als die größte Unternehmensinnovation. Wenn Bilder der letzten Stunden der letzten Weihnachtsfeier den Weg auf den Unternehmensblog finden, ist die Grenze längst überschritten.

4. Tagesaktuell bloggen und Mehrwert liefern – aber keine Pressemeldungen 1:1 veröffentlichen

Ein Corporate Blog ist ideal, um tagesaktuelle Geschehnisse zu veröffentlichen und dazu in sozialen Netzwerken zu teilen. Die Aktualität entbindet den Corporate Blogger aber nicht davon, geschriebene Pressetexte auf ein Blogformat anzupassen. Jeder, der gute Pressetexte schreibt, weiß, wie viel Arbeit diese machen. Auf einem Blog haben sie allerdings nichts zu suchen.

5. Wissen teilen und zum Kommunizieren anregen – ohne besserwisserisch zu wirken

Auf Emotion zu setzen ist gut, Information zu liefern besser: Checklisten und Tipps, wie diese hier zum Corporate Blog, regen Leser zum kommentieren an und bieten Problemlösungen. Wer es so schafft, Leser zu Kommentaren anzuregen, sollte zeitnah darauf reagieren. Kommentatoren, die keine Antworten erhalten, werden kein zweites Mal kommentieren – dazu ist das interaktive Kommunikationsangebot im Netz zu groß.

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