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Corporate Xing: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen, Teil 7

Date Posted: 12 November, 2013
Bild: wildcard

In unserem siebten Teil der Social-Media-Kommunikation für Unternehmen – abseits von Facebook und Twitter widmen wir uns heute dem Business-Netzwerk XING.

Das im Jahr 2003 von Lars Hinrichs gegründete Netzwerk war die ersten drei Jahre noch unter dem Namen openBC bekannt. 2006 fand dann die Änderung des Firmennamens in XING statt. Ziel von XING ist es, aus Begegnungen wertvolle Geschäftskontakte zu machen und diese auch zu pflegen. Nutzer sollen sich mit der Zeit, durch Business-Kontakte aus allen Branchen, mit neuen Geschäftspartnern und Arbeitgebern in Verbindung setzen können. Private, vor allem aber berufliche Daten können in das eigene Profil eingepflegt werden und um Dokumente wie Lebensläufe, Arbeitszeugnisse oder sonstige Referenzen erweitert werden. Welche Kontakte diese Details wirklich angezeigt bekommen, kann der Nutzer selbst bestimmen. Für einen monatlichen Beitrag können Basis-User auch auf die Premium-Variante aufstocken. Dadurch werden neue Filter, sowie Interaktionsmöglichkeiten freigeschaltet.

Jobbörse 2.0

XING hilft somit nicht nur dabei,die für soziale Netzwerke übliche Kontaktpflege zu betreiben, sondern kann auch entscheidende Vorteile im Berufsleben und für Unternehmen bieten. Seit Juli 2013 bietet XING in Zusammenarbeit mit kununu eine neue Art der Stellenanzeige für das soziale Netzwerk an. Kununu ist ein Bewerbungsportal für Arbeitgeber. Hier können auf einem Portal, wie man es zum Beispiel aus der Reisebranche kennt, aktuelle oder ehemalige Arbeitgeber nach verschiedensten Kriterien bewertet werden. Das Portal lässt dabei auch Bewerber oder Praktikanten ihre jeweiligen Erfahrungsberichte mit der Community teilen. Kununu, das nun fest in XING installiert ist, erlaubt nun auch über das Business-Netzwerk Firmen in einem 5-Sterne-System zu bewerten. Aus Sicht des Unternehmens ist mit einem XING-Auftritt der potenzielle Arbeitnehmer so schneller über die Arbeitsverhältnisse, Reputation und aktuelle Job-Angebote informiert. Aber auch Unternehmen können schnell und einfach auf hinterlegte Lebensläufe interessanter XING-User zugreifen und sich bereits vorab informieren.

Fragen, die ein Bewerber noch vor dem Bewerbungsgespräch in Erfahrung bringen möchte, werden über vorgefertigte Buttons grob beantwortet. „Darf mein Hund mit in die Arbeit?“, „Wie ist die Verkehrsanbindung?“ oder „Habe ich Aufstiegschancen?“ sind nur einige Beispiele der Fragestellung, die sich über die virtuellen Knöpfe beantworten lassen.

Blitzschnelle Bewerbungen

Da es über XING auch möglich ist, Bewerbungen aus der Plattform an den jeweiligen Arbeitgeber zu senden, kann man auf der Seite des Unternehmens die Einstiegshürde für den Bewerber deutlich senken. So ist das Unternehmen zu jederzeit transparent und der Bewerber findet alle wichtigen Fakten und Unternehmensdetails an derselben Stelle. Diese Erleichterung des Bewerbungsweges kann zu einem Anstieg an eingehenden Bewerbungen führen. Das Schlüsselwort für den optimalen XING-Auftritt ist das sogenannte „Employer Branding“. Ein offener Firmenauftritt und eine positive Unternehmensbewertung erhöht auf lange Sicht auch die Qualität der eingehenden Bewerbungen. Große Konzerne wie beispielsweise Siemens oder Linde  nutzen bereits XING als Informationsseite sowie als Job-Portal. Einen Schritt weiter geht der Autobauer BMW, der Firmenvideos auf dem Unternehmensprofil hinterlegt hat. Vor allem die sogenannten Recruitment-Filme können hier für Jobinteressierte platziert werden. Unter einem Recruitment-Film versteht man repräsentatives Bewegtbild, das sowohl Bewerbern als auch anderweitigen Interessenten die Stärken des Unternehmens ansprechend näher bringt. Dabei werden Einblicke in die verschiedensten Tätigkeitsbereiche gewährt, Berufschancen aufgezeigt und das Unternehmen selbst vorgestellt. Ein passendes Beispiel für einen solchen Kurzfilm ist dieser Corporate-Film im Ubisoft-Channel. Dabei handelt es sich um eine Produktion des wildcard fernsehzimmers für Blue Byte.

Lohnt sich für Unternehmen ein Profil?

Immerhin wird laut Social Media Recruiting Report 2013 bereits jede 10. Stelle im Sprach- und Arbeitsraum Deutschland, Österreich, Schweiz über Social Media besetzt. Die allgemeine Tendenz ist nicht mehr von der Hand zu weisen.

Nun, im minimalen Engagement sollten die Kommunikatoren (und HR-Kräfte) einen Blick dafür haben, wie die Bewertungen ihres Unternehmens durchlaufen, wo man gegebenenfalls kommentierend ins Geschehen eintreten sollte und auch hierfür sind bereits Guidelines für die Mitarbeiter nicht nur Spielerei sondern überaus empfehlenswert.

 

Teil 1: Cor­po­rate Foursquare: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Teil 2: Cor­po­rate Google Plus: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Teil 3: Cor­po­rate tum­blr: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Teil 4: Cor­po­rate Ins­ta­gram: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen 

Teil 5: Cor­po­rate YouTube: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

Teil: 6: Corporate Pinterest: Social-Media-Kommunikation für Unternehmen

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