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CES 2016: Was Drohnen und Virtual Reality verbindet

Date Posted: 8 Januar, 2016

wildcard ist auf der CES 2016, um sich einen Eindruck über die aktuellsten Trends des Jahres zu verschaffen. 

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CES 2016, Tag 4: Was Drohnen und Virtual Reality verbindet

Der heutige Besuch der CES 2016 ließ mich buchstäblich in neue Welten eintauchen. Ob nun die Welt von oben oder die Demo-Welten am Oculus-Stand: Sowohl Drohnen als auch Virtual Reality-Brillen sorgen für intensive und neue Erfahrungen. Einen Überblick über die aktuellen Innovationen auf der CES 2016 aus den Bereichen „Drohnen“ und „Virtual Reality“ lest ihr in meinem neuesten Beitrag.

Mückenschwarm in der South Hall auf der Consumer Electronics Show?

Je näher ich Halle 1 in der South Hall der CES 2016 komme, desto lauter wird das Summen. Klingt wie ein Mückenschwarm – ist aber in Wirklichkeit die akustische Power des enorm wachsenden Markts für Drohnen. Nahezu 50% der riesigen South Hall 1 ist mit Drohnenherstellern belegt. Überall sehe ich kleine Netzkäfige, in denen Menschen mit Fernsteuerungen stehen und diverse Multicopter aller Größen fliegen lassen.

CES2016_Drohnen

Die Auswahl an Drohnen auf der CES ist immens

Ob Yuneec, DJI, Lily oder Parrot – es ist nicht leicht, die Alleinstellungsmerkmale in der Drohnenflut herauszufinden. An manchen Ständen ist kein einziger Interessent zu finden, an anderen bilden sich Menschentrauben – obwohl auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, was diese Drohne nun zu etwas Besonderem macht. Genaues Hinsehen lohnt sich.

Ein Highlight auf der CES 2016: Die Disco-Drohne von Parrot

Eine der interessantesten Drohnen der CES ist Parrots „Disco“. Warum? Zunächst sieht sie ganz anders aus, als die meisten Drohnen der Messe. Optisch erinnert sie an ein Tarnkappenflugzeug. Zudem ist sie mit allerhand sinnvollen Techniken ausgestattet: Beschleunigungssensor, Gyroskop, Magnetometer, Barometer und GPS. Richtig aufregend wird es bei Benutzung einer FPV-Brille. FPV steht für „First Person View“. Kombiniert mit einer Fernsteuerung fühlt sich der Nutzer, als sitze er direkt in der „Disco“ – das 14-Mepapixel große Bild wird direkt in das Blickfeld des Nutzers übertragen.

CES2016_Drohnen_Netzkäfig

Eigene virtuelle Welten erleben: VR auf der CES

Diese Fähigkeit führt dann elegant zur zweiten Hälfte der South Hall 1: Virtual und Augmented Reality. Überall sind Menschen mit riesigen Brillen auf den Augen zu sehen. Sie bewegen sich komisch und wirken verwirrt. Der Grund? Sie bewegen sich buchstäblich in einer eigenen Welt.

Virtual Reality: Ein faszinierendes Thema

Zweifellos bleibt Virtual Reality das wohl faszinierendste Thema der jüngeren Technikgeschichte. Im Vergleich zu PlayStation VR und HTC Vive bleibt Oculus Rift die intensivste Erfahrung. Der Oculus Stand auf der CES 2016 ist von Anfang bis Ende von Menschen umschlossen. Die Besucher nehmen lange Wartezeiten in Kauf, um eine der über zehn Demos auszuprobieren. Wer es bis dorthin geschafft hat, wird direkt seinen Kontostand checken.

CES2016_Oculus_Menschentraube

Realistisch träumen mit der Oculus Rift

Die Erfahrung mit der Rift ist faszinierend. Stellt euch ein packendes Videospiel vor, bei dem ihr tatsächlich das Gefühl habt, ihr lauft selbst durch die dunklen Gänge. Durch Kopfhörer und Brille seid ihr dermaßen von der Außenwelt abgeschirmt, dass ihr nichts anderes mehr wahrnehmt als den Inhalt der Demo. Es ist wie ein realistischer Traum. Es bleibt kein Zweifel daran, dass die Brille auch für 699 Euro ein Erfolg werden wird.

CES2016_OculusRift

PlayStation VR greift auf Software-Bibliothek zurück

Die PlayStation VR und auch die HTC Vive haben im Gegensatz zur Oculus Rift noch keine Serienreife. Wer einmal Rift ausprobiert hat und dann Sonys oder HTCs Fassungen testet, wird vor allem von der Technik etwas enttäuscht sein. Doch zumindest die PlayStation VR hat den riesigen Vorteil, auf die Software-Bibliothek der PlayStation-Reihe zurückgreifen zu können.

Samsung mit eigenem VR-Konzept

Auch Samsung mischt mit. Auf der Messe existiert ein eigener Samsung Galaxy Gear VR-Stand. Samsung macht es etwas anders. Um hier in virtuelle Realitäten abtauchen zu können, ist ein neues Galaxy-Gerät nötig. Am besten ein S6. Das übernimmt in der Brille den Bildschirm. Samsungs Variante ist weniger interaktiv als die Konkurrenz, bietet aber eine ganz ordentliche VR-Erfahrung – und kostet aufgrund des Hardware-Set-Ups auch nur 100 Euro. Die Frage, ob sich das lohnt, ist schnell beantwortet: Wenn ohnehin ein aktuelles Samsung-Smartphone im Hause ist, sind die 100 Euro für die Brille leicht investiert. Andersherum wird die Entscheidung deutlich schwerer- ein Galaxy S6 kostet immerhin noch knapp 500 Euro.

CES2016_Samsung_VR

Lassen sich eSport und Virtual Reality bereits verbinden?

Virtual Reality ist aber nicht nur den großen Drei vorbehalten. In der South Hall präsentiert sich ebenfalls Virtuix Omni. Dabei handelt es sich um den ersten VR-eSport. Das Spiel läuft nach dem klassischen Spielmodus „Deathmatch“ ab. Statt mit Maus und Tastatur zu spielen, rennen die Teilnehmer hier mit VR-Brille vor den Augen auf der Stelle. Mit Spezialschuhen laufen die Spieler auf einem Kunststoffuntergrund, doch für sie fühlt es sich so an, als würden sie tatsächlich rennen. Virtuix sucht übrigens Investoren. Während der CES 2016 sollen so mehr als 5 Millionen Dollar für das Projekt zusammengekommen sein.

CES2016_VR

Auch morgen bin ich wieder auf der CES 2016 für euch unterwegs und versorge euch mit weiteren spannenden Neuheiten und Details.

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