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CES 2014: Die Trends des Jahres 2014

Date Posted: 7 Januar, 2014
Bild: MakerBot

Für Hersteller und Freunde von Unterhaltungselektronik beginnt das Jahr mit einem echten Highlight. Auch 2014 präsentieren namhafte Hersteller aktuelle Trends und Produkte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zum ersten Mal der Öffentlichkeit. wildcard konnte bereits einige Neuheiten ausmachen, die uns noch in diesem Jahr begeistern werden. Nachfolgend eine Auswahl der aus unserer Sicht spannendsten Trends.

3D-Druck wird erschwinglicher

3D-Drucker-Hersteller Makerbot präsentierte auf der CES die neue Generation seiner Druckermodelle. Die wichtigste Nachricht dabei: 3D-Druck wird günstiger. Knapp 1400 US-Dollar soll das Einstiegsmodell des Unternehmens, der Replicator Mini, kosten. Ausgestattet mit einem Farbdisplay, neuen Bedienelementen, einer Kamera und weiteren neuen Features soll der 3D-Druck bald auch in Privathaushalten Einzug erhalten. Zudem verfügt das Gerät nun auch über WLAN und einen USB-Anschluss. Eine in der Entwicklung befindliche App soll später im Verbund mit der installierten Kamera eine Verfolgung des Druckvorgangs auch aus der Ferne ermöglichen. Weiter hat der Hersteller mit dem Makerbot Digital Store einen Online-Shop vorgestellt, der kreativen Köpfen eine Plattform bietet, um ihre ausgedruckten Modelle zu verkaufen. In Deutschland wird das Gerät bereits ab Frühjahr 2014 erhältlich sein.

Smartwatches auf dem Vormarsch

Was sich 2013 bereits mit dem Galaxy Gear von Samsung ankündigte wird auf der CES forciert: Smartwatches, oder sogenannte „Wearables“, also technische Mode-Accessoires, schaffen den Sprung aus der Nerd-Ecke. Funktion soll nun nicht nur praktisch, sondern stilistisch anspruchsvoll verpackt werden. Ein deutliches Zeichen setzen die Hersteller der neuen Version der Pebble-Watch, einem Kickstarter-Projekt aus dem Jahr 2012. Statt auf Plastik und bunte Farben zu setzen, bekommt die zweite Generation der neuen Smartwatch ein Stahl- sowie Lederarmband spendiert. Der Uhrenkorpus selbst ist nun aus Stahl und Gorilla-Glas gefertigt. Auch auf der Software-Seite hat sich einiges getan. Das neue Betriebssystem reagiert nun wesentlich schneller auf die Eingabe über die physischen Bedienelemente. Voll aufgeladen soll der Akku der Uhr etwa eine Woche durchhalten können. Wir sind uns sicher: Dieses Jahr werden wir auch am Handgelenk einen deutlichen technischen Fortschritt erleben. Spätestens wenn Apple seine Smartwatch vorstellt, werden diese Geräte den Massenmarkt erobern.

Fernsehen 2.0

Hersteller LG plant mit seinen Fernsehern den Schritt über das Smart-TV hinaus. Zusammen mit WebOS werden zukünftig alle Fernseher des Herstellers mit einer eigenen Nutzeroberfläche ausgeliefert. Das horizontal angelegte Interface, welches anno 2009 für Palm-Geräte entwickelt wurde, soll über LGs Magic Remote bedient werden und einen schnellen Überblick über Apps und Signalquellen liefern. Um Käufern die Vorteile sowie die Nutzung näher zu bringen, erfand man den BeanBird, einen Cartoon-Vogel, der die anfänglichen Einstellungen erleichtern soll. Mit Netflix, Amazon, Youtube und Hulu stehen für den amerikanischen Markt bereits große Namen hinter der Idee des Fernsehers mit eigenem Betriebssystem. Netflix verspricht sogar, Inhalte in 4K-Auflösung auf die Topmodelle zu streamen.

Mehr Power für Unterwegs

Nvidia stellte in Las Vegas einen neuen Grafikchip für Mobilgeräte vor. Hinter dem Namen Nvidia Tegra K1 verbirgt sich ein Chip, der auf der Kepler-Architektur von PC-Grafikkarten basiert. Die K1 wird es sowohl mit vier als auch mit zwei ARM-Kernen des Typs Cortex A15 geben. Ein weiterer, kleinerer Kern kümmert sich derweil in jedem Chip um die sparsamen Anwendungen, um den Akku zu schonen. Und das ist auch nötig: Unter Volllast genehmigt sich der K1 bis zu 5 Watt. Um die Rechenleistung des neuen Kerns richtig einschätzen zu können, dient folgendes Beispiel: Die Quadcore-Variante des K1 arbeitet beinahe doppelt so schnell wie der A7-Prozessor des iPhone 5S von Apple, welcher aus heutiger Sicht als einer der leistungsstärksten Prozessoren gilt. Damit ist der Chip in der Lage die Unreal Engine 4 auf Mobilgeräte zu bringen.

Neue Konsolen

Da sind die Heimkonsolen von Sony und Microsoft gerade wieder in den Läden verfügbar und schon biegt ein neuer Konkurrent um die Ecke. Die Steam-Machine von Valve scheint endlich Form anzunehmen. Unter den 14 bekannt gegebenen Herstellern sind vor allem große Namen der PC-Welt wiederzufinden. Dabei soll der Preis je nach verwendeten Komponenten zwischen 500 und 5000 Euro schwanken. Dadurch muss der Käufer aus dem vorhandenen Angebot die passende Konsole auswählen. Ging man bisher davon aus, dass Valve zumindest am eigenen Controller-Design festhält, verkündete das Unternehmen in Las Vegas, dass es den Fabrikanten ebenfalls frei stünde, ein eigenes Eingabekonzept zu entwickeln.

Die CES macht ihrem Ruf auch Anfang 2014 alle Ehre. Die gezeigten Trends und Entwicklungen versprechen ein grandioses Jahr voll innovativer Technik.

Wir sind gespannt, welche Trends sich durchsetzen und welche Technologien das Jahr 2014 dominieren werden.

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