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CeBIT Daily: 3D-Druck immer präsenter

Date Posted: 11 März, 2014
Bild: wildcard

Das wildcard-Team ist auf der CeBIT 2014 unterwegs und berichtet in unserem „CeBIT Daily“-Format live aus Hannover von den heißesten IT-Trends und allem anderen, was uns so in den Messe-Hallen aufgefallen ist.

Ein nun seit Monaten anhaltender Trend, der bereits die CES in Las Vegas mitbestimmte, ist auch eines der Hauptthemen auf der CeBIT in Hannover: 3D-Druck. Quer über die Messe verteilt widmen sich viele unterschiedliche Hersteller mit eigenen Systemen und Ansätzen dem zukunftsträchtigen Elektronik-Bereich. Firmen, die bisher als Marktführer galten, müssen sich immer stärkerer Konkurrenz erwehren.

3D-Druck: Neue Hersteller, neues Filament

Der von uns im Januar zur CES bereits als Highlight ausgemachte Replicator der Firma Makerbot ist in seiner neuesten Version, dem Desktop 3D Printer, ebenfalls auf der CeBIT vertreten. Doch die Konkurrenz folgt dicht auf den Fersen: Mit dem Ultimaker 2 des gleichnamigen holländischen Unternehmens haben wir schon einen neuen Mitbewerber ausgemacht. Mit einem maximalen Bauvolumen von 23 x 22,5 x 20,5 cm liegt der Ultimaker 2 nur knapp hinter dem Replicator von Makerbot. Das Fertiggerät arbeitet mit dem Schmelzschichtverfahren und verfügt zudem über eine beheizbare Plattform im Inneren. Auch hinsichtlich der vorhandenen Anschlüsse läßt der Ultimaker 2 so gut wie keine Wünsche offen. Druckbefehle können wahlweise über USB- oder SD-Speichermedien sowie über nachrüstbares WLAN in Auftrag gegeben werden. Weiter werden alle gängigen Dateiformate sowie Betriebssysteme unterstützt. Die deutlichste Kampfansage ist jedoch der Preis: Mit rund 1900€ liegt der Ultimaker deutlich unter dem Preis des Makerbot-Modells. Für 26 Euro ist zudem ein extra auf den Ultimaker zugeschnittenes PLA-Filament auf Maisstärke-Basis zu kaufen. Als Filament wird das Material bezeichnet, das der 3D-Drucker zur Herstellung des Motivs verwendet. Dabei wird das Filament erhitzt und in flüssigem Zustand schichtweise durch die Druckdüse auf die Plattform aufgetragen. Die rund 750 Gramm schweren Rollen sollen die Druckdüse nicht verstopfen und dazu ein besonders intensives Farbergebnis liefern.

3D-Malerei

Dass 3D-Druck nicht immer mit klobigen Geräten verbunden sein muss, zeigt der Freesculpt 3D-Pen FX1-free von Pearl. Hinter dem langen Namen verbirgt sich eine durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz für das Kickstarter-Projekt 3Doodler. Der auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Stift verarbeitet sowohl PLA- als auch ABS-Material. Anhand des Prinzips eines 3D-Druckers erklärt, ist der Freesculpt 3D-Pen die Druckmechanik eines stationären Druckers im Stiftformat. Die Funktionsweise ähnelt dabei stark einer Heißklebepistole aus dem Handwerksbereich. Über die stufenlos regulierbare Geschwindigkeit kann sowohl dreidimensional als auch eindimensional gearbeitet werden. Für rund 70€ ist der 3D-Drucker im Miniaturformat bereits erhältlich.

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