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CANON EXPO 2015

Date Posted: 16 Oktober, 2015

Mancher IFA-Besucher staunte: Canon war nicht unter den diesjährigen Ausstellern. Andere wussten: Der Imaging-Spezialist ist ohnehin nur alle zwei Jahre in Berlin vertreten. Canon wechselt zwischen der alle zwei Jahre stattfindenden photokina und der IFA. In diesem Jahr war es anders: Statt in Berlin wieder einen ganzen Pavillon zu mieten, veranstaltete das Unternehmen in Paris eine eigene Messe: die Canon EXPO 2015. Wie die Japaner zukünftig in Sachen Virtual Reality mitmischen werden und was die Zukunftsvision des jüngst veröffentlichten CS 100 ist – die folgenden Zeilen verraten es.

 

Ein Fehler wäre, sich eine Canon EXPO wie ein riesiges Fotografie-Wonderland vorzustellen. Das ist die Messe nur zum Teil. Dass Canon auch im Healthcare-Bereich hervorragend aufgestellt ist, weiß nicht jeder. Bleiben wir aber zunächst beim Consumer-orientierten Teil der EXPO.

Neue Kameras und innovative Zukunftsvisionen

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Natürlich durften die in dieser Woche angekündigten EOS M10, G3 X, G5 X und G9 X ausführlichen Hands-on Tests unterzogen werden.

Auch zu irista und der CS 100 gab es Updates. Vor allem die CS 100 soll Zielgruppen erobern, die bei Bilderverwaltung und Bilderteilen auf einen PC oder Laptop verzichten wollen. Die CS 100 arbeitet mit einer schnellen NFC-Verbindung. Einfach die Kamera auf die CS 100 stellen und schon liest das Gerät die Inhalte der Speicherkarte aus. Auf Knopfdruck können die so verwalteten Bilder an die Großeltern versendet werden. Die brauchen weder Facebook noch einen PC, um die Werke der Enkel zu sehen – bloß eine CS 100 und einen Fernseher.

Solche Szenarien der Canon Gegenwart zeigt Canon auf dem normalen Showfloor. Wirklich interessant wird es, wenn man Canons Zukunftsvision dieses Szenarios in einer separaten Präsentation sieht. Willkommen bei „Intelligent Images for Life“.

Intelligent Images for Life

„Stellen Sie sich vor, wir schreiben das Jahr 2018“, sagt die Präsentatorin, während sie ein fiktives Wohnzimmer betritt. Vor ihr ein Tisch, über ihr ein Prototyp, bestehend aus einem Beamer, einem Gesten-Controller und einer unbekannten Hardware-Einheit. Sie nimmt sich eine EOS 760D und stellt diese auf den Tisch. Sofort erscheinen die damit aufgenommenen Bilder und Videos auf dem Tisch und bilden einen Kreis um die Kamera. Die Präsentatorin ­ nennen wir sie der Einfachheit halber Lucy – selektiert mit Wischbewegungen auf dem Tisch, welche Bilder sie behalten will und welche nicht. Videos, die sich berührt, werden auf zwei Metern Diagonale hinter ihr an der Wand abgespielt. Nett. Aber es kommt noch besser.

Lucy nimmt eine Lampe aus dem Regal und stellt sie auf dem Tisch. Das Programm erkennt alle Bilder, die mit dieser Lampe zusammenhängen und zeigt sie auf dem Tisch an. Dann nimmt Lucy ein gedrucktes Bild von der Wand und legt es auf den Tisch. Sofort werden alle Bilder erkannt, die damit in Zusammenhang stehen: Daten und Szenen. Lucy schwelgt in Erinnerungen.

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Bilder drucken per Handbewegung

Weiter geht’s: Ein Bild gefällt ihr besonders gut. Sie zieht es auf dem Tisch groß und nimmt einen leeren Rahmen. Sie legt ihn auf den Tisch und passt das Bild per Wischbewegungen an die Größe des Rahmens an. Eine Handbewegung später springt der Drucker an und liefert das Bild – fertig, um es zu rahmen.

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Wenige Minuten später wird der Autor dieser Zeilen von Lucy gebeten mit einer Wasserpistole auf die von virtuellem Sand bedeckten Urlaubsbilder zu schießen. Der Sand verschwindet. Die Bilder sind sichtbar. Das Ganze erinnert an Kinect- oder EyeToy-Spiele – funktioniert aber.

Hochinteressant auch Canons Einstieg in den Virtual Reality-Bereich. Anders als Oculus Rift und HTC Vive spezialisiert sich Canon hier nicht auf den Unterhaltungsbereich, sondern positioniert sich klar im Produktionsbereich. Auf der EXPO wurden sämtliche MREAL-Demos im Automotive-Bereich gezeigt. Durch die Brillen wurden Auto-Prototypen sichtbar, die noch im Konzeptstadium durch den User in Form einer VR begutachtet werden konnten.

120 Megapixel und es geht noch weiter…

Zudem gab es vor Ort die Möglichkeit, einen Spiegelreflex-Prototypen auszuprobieren, der mit sage und schreibe 120 Megapixeln auflöst. Damit die detaillierten Bilder auch richtig zur Geltung kommen, wurden sie auf einem 8K-Display gezeigt.

Auch den ersten 3D-Druck-Prototypen gab es zu sehen. Dabei arbeitet der mit einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit bei gleichzeitiger ausgewöhnlichen Präzision.

Auch im Healthcare und Medical IT-Bereich informierte Canon ausführlich. Besonders interessant: Lösungen für die Radiologie und in der Eye Care. Durch ultrahohe Auflösungen der neuen EOS-Modelle, ist es möglich, auch mikroskopisch-genaue Analysen durchzuführen, ohne eine Mikroskop nutzen zu müssen.

Wer sich für diesen hochinteressanten Bereich tiefergehend interessiert, kann sich hier bestens informieren.

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