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Blogger und Entscheider im Interview – Teil 2: Kai van Heldth / heldth.com

Date Posted: 8 Januar, 2014
Kai van Heldth vom Blog heldth.com

Wir stel­len Blog­gern und Unter­neh­mens­spre­chern aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum in unse­rer neuen Interview-Serie Fra­gen zum Thema Blog­ger Rela­ti­ons. Das Ziel: Ein aktu­el­ler, authen­ti­scher Ein­blick in die Blo­go­sphäre. Kurz: Der Sta­tus Quo von Blog­ger Rela­ti­ons im Jahr 2014. Wir möch­ten das span­nende Thema aus bei­den Rich­tun­gen betrach­ten, ganz ohne Lager­bil­dung. Damit möch­ten wir einen wei­te­ren Schritt leis­ten für Offen­heit und Ver­ständ­nis für die Wün­sche und Bedürf­nisse bei­der Sei­ten und damit Blog­ger Rela­ti­ons als unver­zicht­ba­ren Teil der Öffent­lich­keits­ar­beit nach­hal­tig und glaub­haft gestalten.

 

Vor­schläge für Gast­au­to­ren neh­men wir gerne ent­ge­gen, unter welcome@wildcard-communications.de

Jetzt wün­sche ich erst mal viel Spaß.

In Teil 2 im Interview: Kai van Heldth aka Kai Petermann, Autor und Gründer von heldth.com, der heute übrigens Geburtstag feiert.

wildcard communications wünscht auf diesem Wege alles Gute!

 

Werden Sie von Unternehmen regelmäßig im Rahmen von Blogger Relations angesprochen?

Ja natürlich, das passiert beinahe täglich. Agenturen und ihre Kunden haben die Relevanz dieses Mediums längst erkannt und wollen natürlich alle ein Stück vom Kuchen haben.

Welche persönlichen Erfahrungswerte gibt es im Umgang und der Zusammenarbeit mit Unternehmen?

Es gibt wie immer leuchtende Beispiele für eine perfekte Zusammenarbeit auf der einen Seite und denen, die lieber die Hände davon lassen sollten, auf der anderen. Das ganze Thema steckt in einem immensen Umbruch und langsam aber sicher überwiegen die positiven Kontakte und Erfahrungen. Allerdings habe ich vor allem beim direkten Austausch mit den Marketingabteilungen positive Erfahrungen gemacht, während zwischengeschaltete Agenturen leider auch als Kommunikationsbremse fungieren können. Grundsätzlich ist es aber definitiv so, dass man einen großen Teil der erfolgreichen Kommunikation selbst in der Hand hat. Immer mehr Firmen und Agenturen sind bereit für neue Projekte mit Blogs und Online-Magazinen.

Was ist der größte Fehler von Unternehmen im Umgang und Dialog mit Bloggern?

Oftmals fehlt es noch an der notwendigen Wertschätzung von Blogs als relevantes Medium. So ist es natürlich schwer, wirklich miteinander zu arbeiten. Wenn man sich dafür entscheidet, dass Blogger in die eigene Kommunikation integriert werden sollen, muss auch die entsprechende Bereitschaft vorhanden sein, auf die einzelnen Kontakte einzugehen.

Wenn Sie Unternehmensvertreter wären: Was würden Sie tun, um die Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Unternehmen weiter zu stärken?

Das ist natürlich stark von dem Unternehmen abhängig, für das ich tätig wäre. Grundsätzlich würde ich versuchen, den relevanten Blogs interessante Möglichkeiten zu eröffnen, mit mir zusammenzuarbeiten. Blogs funktionieren anders als Printmedien, vor allem was die Monetarisierung angeht. An dieser Stelle sauber und sinnvoll anzusetzen, würde die Ergebnisse von Kooperationen mit Blogs deutlich verbessern.

Wie sollte die Ansprache aussehen? Worauf ist besonders von Unternehmensseite aus zu achten, wenn mit Blogger Relations gestartet werden soll?

Es ist eine absolute Unsitte, dass Blogger schon beim Erstkontakt geduzt werden. An diesem Punkt verliere ich meistens bereits die Lust. Das ist ein einfacher Teil der bereits erwähnten Wertschätzung. Außerdem ist es nach wie vor sinnvoll – und zudem alles andere als einfach – die wirklich relevanten Blogs auszufiltern. Die große News-Schrotflinte bringt im Internet auch nichts.

Der größte Segen der Einbindung von Blogger Relations in die Kommunikation ist meiner Meinung nach…

… die Möglichkeit, Marken neue Kommunikationsmöglichkeiten zu eröffnen, die auch wirklich für die Leser der ausgewählten Blogs funktionieren.

Der größte Fluch der Einbindung von Blogger Relations in die Kommunikation ist meiner Meinung nach…

…, dass leider noch immer zu wenig Feingefühl in der Selektion der Blogs herrscht und sowohl Kunden, als auch Unternehmen eher auf Quantität, denn auf Qualität zu setzen scheinen.

Was halten Sie für die größte Errungenschaft der Blogger? Was haben Blogs in Ihren Augen erreicht?

Die thematische Bandbreite der existierenden (und in Zukunft noch kommenden) Blogs ist so unfassbar groß, dass man nahezu jede Zielgruppe wirklich erreichen kann, wenn man sich darauf einlässt. Die voranschreitende technische Entwicklung macht es immer einfacher, überall an jeden Inhalt zu kommen. Vor allem Video-Inhalte sind auf digitalen Kanälen einzigartig einzusetzen, ein Thema, das noch lange nicht an der Grenze der Möglichkeiten ist.

Wo sehen Sie die Blogosphäre in Bezug auf Reichweite und Einfluss in 1-3 Jahren in Deutschland?

Wir sind mit der Reichweite und dem Einfluss doch schon ziemlich gut aufgestellt, wenn man das Thema global betrachtet. In Deutschland hinken wir noch spürbar hinterher, aber das wird sich in den kommenden Jahren ganz gewiss weiter verändern. Es wird immer mehr professionelle Ansätze geben, die den großen Medienhäusern zeigen, was im Netz wirklich möglich ist.

Was möchten Sie Unternehmensvertretern gerne mit auf den Weg geben?

Man kann mit Bloggern wirklich grandiose Projekte umsetzen. Alles was es dafür braucht ist ein bisschen Mut und passendes Budget.

 

Heldth.com versteht sich als Inspirationsquelle für alle Männer, die an großartigen Produkten und Ideen interessiert sind.

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