News & views

Blogger und Entscheider im Interview – Teil 5: Carsten Knobloch / stadt-bremerhaven.de (Caschys Blog)

Date Posted: 19 Februar, 2014
Carsten Knobloch / stadt-bremerhaven.de (Caschys Blog)

In unserer Interviewserie stellen wir unternehmerischen Bloggern wie auch bloggende Unternehmenssprechern Fragen zum Thema Blogger Relations. Ihre Antworten vermitteln einen authentischen Blick aus beiden Richtungen. Und weil Blogger Relations ein unverzichtbarer Teil der modernen Öffentlichkeitsarbeit sind, ist es besonders spannend, die Wünsche und Bedürfnisse beider Seiten hier nachzulesen und damit – zumindest in einem Teilausschnitt – zu einen Status Quo in Sachen Blogger Relations im Jahr 2014 zu kommen. Viel Spaß beim Lesen. Weiter unten findet Ihr auch die vorherigen Interviews aufgelistet.

Vor­schläge für Gast­au­to­ren neh­men wir gerne ent­ge­gen, unter welcome@wildcard-communications.de

In Teil 5 im Interview: Carsten Knobloch, Autor und Gründer von stadt-bremerhaven.de.

1.      Werden Sie von Unternehmen regelmäßig im Rahmen von Blogger Relations angesprochen?

Ja, nach den Jahren des Bloggens kommen mittlerweile sehr regelmäßig Anfragen bei mir an, die ich aber aufgrund eines sehr beschränkten Zeitkontos nicht alle wahrnehmen kann oder will.

2.      Welche persönlichen Erfahrungswerte gibt es im Umgang und der Zusammenarbeit mit Unternehmen?

Größtenteils ist meine Erfahrung sehr positiv. Die Unternehmen und Agenturen haben in den vergangenen Jahren sehr viel in diesem Bereich gelernt. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber eben jene findet man nicht nur auf Unternehmens-, sondern auch auf Blogger- / Journalisten-Seite.

3.      Was ist der größte Fehler von Unternehmen im Umgang und Dialog mit Bloggern?

Das kann ich pauschal gar nicht beantworten, da wohl Blogger nicht als gemeinsame Masse, sondern jeder als Individuum behandelt werden müssen. Unternehmen und Agenturen sollten zumindest versuchen, sich ihr Gegenüber anzuschauen, bevor der Kontakt aufgenommen wird. Werde ich nach Gießkannentaktik angeschrieben oder bekomme nicht relevanten Content, dann kann es sein, dass ich sowohl Unternehmen als auch Agentur als nicht gerade digital gewandt verstehe.

4.      Wenn Sie Unternehmensvertreter wären: Was würden Sie tun, um die Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Unternehmen weiter zu stärken?

Das kann regelmäßiger Austausch sein, aber auch Einbindung in die Informationskette. Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber eben auch wieder individuell zu handhaben.

5.      Wie sollte die Ansprache aussehen? Worauf ist besonders von Unternehmensseite aus zu achten, wenn mit Blogger Relations gestartet werden soll?

Grob gesagt – ohne nun das wahrscheinlich korrekte Wording zu nutzen: „Hey, wir machen dies und das – unsere Interessen überschneiden sich auf folgenden Gebieten, hast du Lust….“. Gemeinsamkeiten aufzeigen.

 6.      Der größte Segen der Einbindung von Blogger Relations in die Kommunikation ist meiner Meinung nach…

Viele frische Ideen und unter Umständen Markenbindung mit Influencern.

 7.      Der größte Fluch der Einbindung von Blogger Relations in die Kommunikation ist meiner Meinung nach…

Das Denken von Unternehmen, dass Bloggerarbeit nichts wert ist und dennoch in ihrer Gesamtheit billig für Influence sorgen könnten – was aber falsch ist. Der Leser merkt sicherlich, ob es einen Blogger gibt, der mit den Unternehmen Austausch betreibt oder ob er sich einfach zur Marken-Marionette mit Flüstertüte machen lässt.

8.      Was halten Sie für die größte Errungenschaft der Blogger? Was haben Blogs in Ihren Augen erreicht?

Schaue ich mir Blogs an, dann gehören diese zum festen Bestandteil in Medien – auch in Deutschland. Wenn das mal keine Errungenschaft ist.

 9.      Wo sehen Sie die Blogosphäre in Bezug auf Reichweite und Einfluss in 1-3 Jahren in Deutschland?

Hierüber möchte ich keine Prognose abgeben. Heutzutage sehe ich leider viele Menschen Blogs eröffnen, ohne die Nachricht im Fokus zu haben, sondern Blogs als reines Mittel zum Zweck, zum Bewerben irgendwelcher Dinge, oder um einen schnellen Euro zu machen. Dennoch denke ich, dass sich in den nächsten Jahren einige Blogs zu „kleinen Medienunternehmen“ hocharbeiten werden. Dann wiederum sind sie nicht wirklich mehr Blogs im klassischen Sinne.

 10.  Was möchten Sie Unternehmensvertretern gerne mit auf den Weg geben?

Nehmt euch die Zeit, schaut euch genau an, mit wem ihr wirklich arbeiteten wollt.

stadt-bremerhaven.de ist ein Blog, der den Technik-Bereich sowie das tägliche Geschehen im Internet thematisiert.

Weitere Interviews:

Teil 4: Sachar Kriwoj / GLOSSYBOX

Teil 3: Maik Matischak / AMD

Teil 2: Kai van Heldth / Heldth.com

Teil 1: Milos Willing / Trendlupe.de

Share this
arrow_upward