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Bewegtbild im Fokus: Von der Idee bis zum Schnitt – ein Film entsteht

Date Posted: 9 Dezember, 2014
Motion Picture
© ktsdesign – Fotolia.com

Zu Beginn einer Produktion steht ein ausführliches „Kennenlernen“ des jeweiligen Kunden auf der Agenda. Hier sollten grundsätzliche Fragen geklärt werden. In erster Linie geht es hierbei um den zu transportierenden Inhalt des entsprechenden Filmes. Wie soll der Film aussehen, welche Zielgruppe soll er ansprechen und ganz wichtig: Welche Botschaft beinhaltet das Werk? Handelt es sich um einen Imagefilm, Produktfilm oder Recruitingfilm? Es gibt viele Varianten bei der Bewegtbild-Produktion, jede Form hat ihre eigenen Stärken. Ein erstes Treatment mit verschiedenen Kurzkonzepten, idealerweise verbunden mit einem für diesen Zweck geschnittenen Moodfilm bringt dem Kunden das Thema näher, und sorgt für ein erstes thematisches Annähern.

Die Planungsphase

Sobald eine thematische Entscheidung getroffen wurde, wird von der Agentur/Producerseite ein Kostenvoranschlag erstellt. Hier gibt es dann diverse „Einstellschrauben“ die den finalen Preis beeinflussen. Vom Ein-Mann-Team bis zum kompletten Set, Realshooting oder Full-CGI-Produktion, die Bandbreite ist riesig und kann für alle Zwecke und Budgets angepasst werden. Diese Flexibilität ermöglicht auch „kleinen“ Produkten einen spannenden Bewegtbildauftritt.

Nachdem das Storyboard, und der Produktions- und Drehplan festgelegt und vom Kunden abgenommen wurde, beginnt die Organisation des Drehs. In diesem komplexen Schritt geht es um die Buchung des entsprechenden Personals (beispielsweise Kameramann, Tonassistent und Maskenbildnerin) und die Anmietung des zum Projekt passenden Kamera- und Ton-Equipments. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem gebuchten Kamerateam. Auch die Location-, Darsteller- oder Ausstattersuche ist in dieser Phase ein entscheidendes Thema, bei dem die auflaufenden Kosten stets mit dem Kunden abgeglichen werden sollten.

Die Umsetzung

Für die Umsetzung des Drehs am Set zeichnet sich der Regisseur / Realisator verantwortlich, der anhand des Drehplans bestimmt, wann welche Szene des Films umgesetzt wird. Im Optimalfall wird genau das gedreht was im Vorfeld besprochen wurde, oftmals ergeben sich aber auch vor Ort entsprechende Änderungen oder Wünsche des Kunden, die tagesaktuell umgesetzt werden müssen. Der Realisator nimmt vor Ort dementsprechend eine zentrale Rolle ein und fungiert als Bindeglied zwischen Kunden und Kameracrew. Das Produktionsteam überwacht zudem die Technik und behält außerdem das Timing aller am Dreh beteiligten Gewerke im Auge. Jede Verzögerung kann drehgefährdend sein und verursacht im Zweifel nicht einkalkulierte Zusatzkosten.

Im Anschluss an die Dreharbeiten wird das gedrehte Material vom Redakteur gesichtet und in Zusammenarbeit mit dem „Cutter“ am Schnittplatz digitalisiert und dann vorsortiert. Der Cutter, früher auch Film Editor oder Schnittmeister genannt, ist zusammen mit dem Regisseur/Realisator für die dramaturgische Zusammensetzung der einzelnen Bilder/Sequenzen verantwortlich.

Die Postproduktion

Zum fertigen Film ist es jedoch noch ein ganzes Stück. Die Postproduktion nimmt einen erheblichen Anteil der für die Anfertigung des Gesamtwerkes eingeplanten Zeit ein, ist aber im Hinblick auf das finale Stück unerlässlich. Die eigentliche Arbeit im „Schnitt“ besteht in der Sichtung, Auswahl und sinnvollen Zusammensetzung des Drehmaterials, so dass ein spannungsvoller Film entsteht. Im Anschluss folgt die Musikauswahl, sowie zur Fertigstellung des Films separate Tonaufnahmen im Studio. Hier werden dann Sprechertexte, Geräusche etc. hinzugefügt um das Gesamtwerk zu vollenden.

Gleiches gilt für einen eventuellen Grafikeinsatz. Sollte im Vorfeld diese Möglichkeit der digitalen Bildbearbeitung vereinbart worden sein, wird der Film, bzw. Teile davon mithilfe von Spezialeffekten, Infografiken etc. entsprechend visualisiert und somit hervorgehoben. Selbst minimaler, aber stets professioneller Grafikeinsatz, kann einen durchschnittlichen Film bereits zu einem „besonderen“ Film machen und bietet sich besonders bei komplexen Themen wie Industriefilmen oder How-To-Videos an. Zum Abschluss wird der Film einer Farbkorrektur unterzogen und die Musik mit dem Sprecher (falls eingeplant) abgemischt.

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