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Bewegtbild im Fokus – Teil 4: Animationsfilm / Motion Graphics

Date Posted: 6 August, 2014
© ktsdesign - Fotolia.com
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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – Die Relevanz von Bewegtbild-Inhalten als Kommunikationsinstrument nimmt immer mehr zu. Videos dienen längst nicht mehr nur Vloggern auf Youtube, vimeo und Co. als relevanter Content. Mittlerweile haben auch Unternehmen erkannt, wie wichtig professionell produzierte Videoinhalte für die Kommunikation mit verschiedensten Zielgruppen sind. In unserer Serie „Bewegtbild im Fokus“ stellen wir die wichtigsten Formate aus dem Bereich vor und gehen auf Besonderheiten ein. Beispiel-Videos runden die Vorstellung des jeweiligen Formats ab. Im vierten Teil der Bewegtbild-Reihe dreht sich alles um das Thema „Animationsfilm / Motion Graphics“.

Zum Leben erweckt

Animieren (lat. animare) bedeutet wörtlich übersetzt „zum Leben erwecken“. Während beim klassischen Realfilm die Bilder in der Regel aus Aufnahmen von „echten“, sich bewegenden, lebendigen Figuren oder Objekten bestehen, werden beim Animationsfilm einzelne Frames (Einzelbilder) aufgenommen und aneinander geschnitten. Diese Einzelbildschaltung ist auch als „Stop-Motion“-Verfahren (Objektanimation) bekannt und wirkt ab zwölf Bildern pro Sekunde wie eine flüssige Animation. Typisches Beispiel für diese Art der Animation sind eigens angefertigte Figuren aus Plastilin oder Latex: Puppen oder Gegenstände des Alltags, die während der Einzelbildaufnahme jeweils geringfügig bewegt werden.

Unter den am häufigsten eingesetzten Animationstechniken findet man auch den „Zeichentrick“, wobei dem Betrachter durch eine schnelle Abfolge unterschiedlicher Zeichnungen eine Bewegung suggeriert wird. Bei der „CGI-Animation“ (Computeranimation) hingegen werden plastische Modelle der Filmfiguren eingescannt und später Bewegungspunkte zugeteilt, anhand derer gewünschte Bewegungen digital gesteuert werden können. Oftmals ist eine Verschmelzung von Real- und Animationsfilm kundenseitig gewünscht, beliebtes Stilmittel ist hier die „Rotoskopie“. Bei diesem Verfahren werden Realfilmaufnahmen stetig, Bild für Bild übermalt und somit manuell verändert. Der künstlerischen Freiheit sind hier keine Grenzen gesetzt.

Welten aus dem Computer

Eine weitere Animationstechnik bildet das “Motion Capturing“. Unter dieser Methode versteht man ein Tracking-Verfahren, das es ermöglicht, jede Art von Bewegung (zum Beispiel von Schauspielern) zu erfassen um sie im Nachgang am Computer zu digitalisieren. Diese Grundzüge der menschlichen Bewegungen können dann auf digital erschaffene Charaktere angepasst werden und lassen diese äußerst menschlich und real wirken.

Modernste Technik macht es möglich, doch eindrucksvolle, computergenerierte Bildwelten zu erschaffen, das hat natürlich seinen Preis und nimmt in erster Linie viel Zeit in Anspruch. Einfacher, aber dennoch mit nachhaltigem Effekt umsetzbar ist der Einsatz von „Motion Graphics“. Hier werden grafische Elemente bewegt. Klassischerweise handelt es sich um eine Animation von Grafik und Typografie, gepaart mit modernem Sounddesign. Im Wesentlichen werden Motion Graphics als Titel, Abspann oder optische Abgrenzung zwischen Inhaltselementen (Trenner) des Films eingesetzt und verleihen dem Produkt eine eigene Dynamik. Anders als beim Realfilm sind im virtuellen Raum den physikalischen Gesetzen keine Grenzen gesetzt, somit kann nahezu jede Idee digital umgesetzt werden.

Die Resultate in der Praxis

Als Beispiel für eine Verschmelzung von Realfilm und animierten Objekten dient unser Recruiting-Film für den Kunden Blue-Byte. Im Laufe des Films werden mittels CGI-Animation diverse Akzente gesetzt. Wir haben zum Beispiel ein U-Boot und einen Überraschungsgast im Fahrstuhl eingebaut.

http://www.wildcard-fernsehzimmer.de/25-jahre-blue-byte/

Als Beispiel für den Einsatz von Motion-Graphics dient unser How-to-Film im Auftrag des Kunden simyo.

http://www.wildcard-fernsehzimmer.de/say-hey/

Auch der von uns erstellte Launch-Trailer für Might & Magic Heroes Online zeigt den gezielten Einsatz von Motion Graphics. Markenzeichen des Films: Zeichnerische Elemente und Ingame-Material fließen ineinander über und erzeugen eine mitreißende, düstere Atmosphäre.

http://www.wildcard-fernsehzimmer.de/mmho-launch-trailer/

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