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Alles für den Start einer gelungenen Social-Media-Strategie

Date Posted: 13 Februar, 2013

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“, sang Johanna von Koczian schon 1977. Heute schreiben wir das Jahr 2013 – von Koczians Mann ist der Unternehmer und aus dem Haushalt wurde Social Media.

FacebookTwitter – das machen wir mal nebenbei. Der Umgang mit Social-Media-Plattformen mag auf den ersten Blick simpel erscheinen. Dass diese Geisteshaltung noch immer bei vielen Unternehmen vorherrscht, beiweisen verwaiste Twitter-Accounts und vermüllte Facebook-Seiten.

Natürlich – wer seine Follower alle zwei Wochen knauserig grüßt, der ist überzeugt: Der Arbeitsaufwand für einen funktionierenden Auftritt ist relativ gering, vielleicht sogar „nebenbei“ zu realisieren ist. Stop! Ein grober Denkfehler! Denn eine solche Haltung bewirkt zumindest den Anstoß zu einer Abwärtsspirale, an deren Ende nur noch elektronische Windhexen durch die eigenen Seiten wehen – und das wäre zu jeder Zeit ein immenser Image-Schaden. Extern wie intern.

In Wahrheit bedarf es jedoch einiger Vorüberlegungen, Übung und Erfahrung, um das Projekt erfolgreich starten zu lassen. Denn schon beim Einstieg in die virtuelle Kommunikationswelt lauern Stolpersteine, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt. Das beweist auch der jüngst auf Spiegel Online publizierte Artikel Stress-Job Social Media – Die Shitstorm-Manager.

Deshalb ist eine genaue strategische Analyse, Planung und Umsetzung in diesem Bereich ebenso wichtig, wie bei den herkömmlichen Kommunikationswegen.

Um zu vermeiden, dass Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, dafür aber dem Nötigsten gleich zu Anfang genügend Aufmerksamkeit zuwenden können,haben wir Ihnen die wichtigsten vor dem Start zu beantwortenden Fragen zusammengestellt: Alles für den gelungenen Start in Social Media.

  1. Können Sie Dialog auf Augenhöhe gestalten, wenn Partner, Investoren und Kunden mitlesen?
  2. Kommunikation ist kein Selbstzweck – welche Ziele verfolgen Sie?
  3. Was macht der Wettbewerb?
  4. Social Media ist nicht kostenfrei – welche Ressourcen kann Ihr Unternehmen bereitstellen?
  5. Echtzeit Dialog erlaubt keine komplizierten Freigabeschleifen – Haben Sie Vertrauen in Ihre Mitarbeiter?
  6. Gibt es eine Themenlandkarte?
  7. Wie gehe ich mit internen Kritikern um – sind die Mitarbeiter im Boot?
  8. Zuhören organisieren: wie bin ich in der Lage, zuzuhören?
  9. Was muss Reporting im Alltag leisten – was muss es in einer Krise leisten?
  10. Wie gehe ich mit negativen Kommentaren um?

Sobald Sie alle Fragen beantwortet haben, stoßen Sie intern vermutlich auch auf strikte Gegner. Dann machen Sie diesen Folgendes bewusst: Egal ob Sie heute wagen, den Social-Media-Planeten zu erkunden oder es noch lassen: Über Ihre Marke wird bereits gesprochen – ob Sie es wollen oder nicht. Das lässt sich nicht ändern. Ändern kann man nur, wie über Ihre Marke gesprochen wird. Aber dazu muss man teilhaben. Und wenn es erst einmal auch nur in Form eines regelmäßigen Monitorings der Gespräche wäre.

Bevor Sie voll durchstarten, noch einige persönliche Tipps von Kommunikator zu Kommunikator

  • Erfahrungen sammeln. Ein privater Facebook-Account verrät, wie die Plattform funktioniert.
  • Mitarbeiter ohne Social-Media-Erfahrung brauchen Richtlinien. Erstellen Sie Leitfäden, finanzieren Sie Schulungen.
  • Identifikation erzeugt Integrität. Benennen Sie einen Ansprechpartner für Fragen.
  • Sie müssen die Follower unterhalten und besgeistern! Sprechen Sie mit ihnen, nicht zu ihnen.
  • Verzichten Sie auf Marketing-Deutsch. Seien Sie menschlich.
  • Fokussieren Sie sich zum Start auf wenige relevante Plattformen.
  • Wichtig: Vergessen Sie Mobile nicht!

Die Kröte zum Schluss: Mit einem „Hallo“ am Morgen und „Tschüss“ zu Feierabend ist es bei Social Media nicht getan. Das Web hat keine Öffnungszeiten. Deshalb:

Definieren Sie angemessene Zeitfenster für Antworten, damit Sie nicht in den Sog des vermeintlichen 24/7 geraten. Arbeiten Sie in ruhigen Momenten vor.
Ein Redaktionsplan ist ohnehin unabdingbar. Und wenn Sie bei Planungen sind, bedenken Sie die klassische Krise. Sind die Anwälte angehalten, nicht gleich loszuschlagen?
User sind vielleicht nicht alle Ihre Freunde, aber Fans der Marke und möglicherweise gar deren Kunden. Jeder Besucher Ihrer Seiten ist ein wichtiger Multiplikator. Helfen Sie beim Inhalte teilen statt Abmahnungen zu schicken.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, wartet eine Marketingmöglichkeit auf Sie, die es erstmals erlaubt die positiven Emotionen der Zielgruppe zu registrieren und wieder in die Kampagne einzubinden. Und das sollte Ziel einer jeden Strategie sein: Begeisterung auszulösen.

 

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