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Die Sache mit dem Agenturvertrag: „Muss der Kunde die Katze im Sack kaufen oder die Agentur Ideen gratis liefern?“

Date Posted: 1 Juni, 2012

Die alte Diskussion um die Honorierung von Ideen, Konzepten und Aufwand des Beraters und die Forderung des Unternehmens, seine Agentur soll doch erst einmal was leisten, bevor die Rechnungen eintrudeln.
Heute kurz zwischendurch ein Gedanke, der wahrscheinlich Agenturen auf der einen Seite und genauso Kunden auf der anderen immer mal wieder beschäftigt.

Jeder Betroffene (auf beiden Seiten übrigens) wird sich zum Thema Agenturvertrag wohl genau die Fragen stellen, die auch uns bewegt haben:

  • Wer geht in Vorleistung?
  • Wer lässt sich auf was ein?
  • Muss das Unternehmen tatsächlich erst den Jahresvertrag unterschreiben, um dann herauszufinden, was die Agentur, nach der „Pitch Romantik“ wirklich leisten kann?
  • Sollte die Agentur 75% Überarbeitung gleich fest einplanen?

Da sind wir dann auch schon bei den zwei Schneiden des Schwerts, denn leider haben es die einen (Kunden) mit ihren Forderungen schon öfter so stark übertrieben, dass die anderen (Agenturen) fast lieber gar nichts mehr vorab liefern, aber im paranoiden Glauben, dass das so auch wieder zu den eigenen Ungunsten ausfällt.

Wir möchten zum Nachdenken anregen und eine Lanze brechen, für uns und die vielen anderen Agenturen, die gerne und manchmal auch ein wenig naiv in Vorleistung treten, zeigen was sie können, es selbstverständlich finden, sich erst einmal ausführlich einzuarbeiten, bevor es zur ersten Rechnung kommt. Und wir fragen uns, ist das tatsächlich naiv, ist es altmodisch oder einfach nur guter Stil?

Und: Wir möchten die Unternehmen auf der anderen Seite bitten, es nicht zu übertreiben, zu viel einzufordern, bevor es zum eigentlichen Auftrag kommt und dann bei der Rechnung zu diskutieren, ob das nun wirklich noch so viel Aufwand war, denn „eigentlich war es doch schon fast fertig“. Aber „erst mal etwas sehen“, bevor sie zahlen und sich auf ein Jahr binden, sollen sie durchaus auch.

Der richtige Weg liegt sicher in der Mitte und das Zauberwort ist die vielbemühte Augenhöhe. Vernünftige faire Partner liefern gerne mal was vorab, sind aber auch bereit zu honorieren, dass Aufwand und Mühe geleistet wurde. Tatsächlich irgendwie, wie in einer guten Ehe, eben partnerschaftlich.

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